Raufusshühner im Toten Gebirge

AlpenschneehuhnSchroffe Gipfel und unzählige, glasklare Gebirgsseen, die inmitten idyllischer Almen liegen, prägen das Tote Gebirge. Das ganze Jahr über, aber besonders im Herbst, bietet das Tote Gebirge Fotomotive in Hülle und Fülle. Sie lassen das Herz jedes Naturfotografen höher schlagen. Von manchem Berg im Toten Gebirge bietet sich ein herrlicher Blick auf das gegenüberliegende Dachstein-Massiv.

Das Tote Gebirge beherbergt eine für die subalpine und alpine Höhenstufe der Alpen typische Artengarnitur. Aus dem Toten Gebirge liegen zwar die Ergebnisse mehrerer vogelkundlicher Untersuchungen vor. Eine zusammenfassende Bewertung des Gebiets ist derzeit aber noch nicht möglich. Aufgrund der Größe des Gebietes sind jedoch repräsentative Populationen typischer Arten und Vogelgemeinschaften der hochmontanen, subalpinen und alpinen Stufe erfasst.

Das Tote Gebirge liegt im Herzen Österreichs und ist das Grenzgebirge zwischen den Bundesländern Steiermark und Oberösterreich. Die gewaltige, stark zerfurchte Urlandschaft stellt mit einer Fläche von nahezu 400 Quadratkilometern die größte Karstfläche der Ostalpen dar. Sie ist geprägt von den saftig grünen Rasenmatten der vielen Almen an der Südseite sowie den türkisblauen Seen des Salzkammergutes sowie den hohen Nordabstürzen in das Almtal mit dem grandiosen Einschnitt des Stodertales zwischen dem Großen Priel und Warscheneck. Durch seine erstaunliche landschaftliche Vielfalt auf relativ engem Raum und einer dementsprechend artenreichen Fauna und Flora ist das Tote Gebirge ein außerordentlich lohnendes Ziel für Naturfotografen.

Das Tote Gebirge ist Teil der Kalkalpen. Im Gegensatz zu seinem Namen ist intensives Leben in einem Facettenreichtum in diesem Gebirge zu finden, das in Mitteleuropa seinesgleichen sucht. Von den Narzissenwiesen mit abertausenden herrlich duftenden Blüten über Alpenaurikel, Kuckuckslichtnelken, Schwertlilien und zahlreichen Orchideenarten bis hin zu den intensiv rot blühenden Alpenrosen und den tiefblauen Enzianen reicht die bunte Palette der Blüten die oft bis in Gipfelnähe zu finden sind.

Die Wälder des Gebietes können als überwiegend sehr naturnah bezeichnet werden. Die Unzugänglichkeit des Gebietes hat in der Vergangenheit, abgesehen von Einzelstammentnahmen rund um die Almen, eine waldwirtschaftliche Holzgewinnung vermeiden geholfen.

Die Raufußhühner (Tetraoninae) sind eine Unterfamilie der Fasanenartigen. Es handelt sich um Hühnervögel der nördlichen Hemisphäre, die an kaltes Klima angepasst sind. Die meisten Arten bewohnen hocharktische Regionen oder das Hochgebirge. Dazu gehören für das Tote Gebirge Auerhuhn (Tetrao urogallus), Haselhuhn (Bonasa bonasia), Birkhuhn (Tetrao tetrix) und auch das Alpenschneehuhn (Lagopus mutus). Im Zuge eines wissenschaftlichen Projektes gelangen auch Nachweise des Steinhuhnes (Alectoris graeca)

Für das Auerhuhn liegen Schwerpunktvorkommen nicht nur an Orten mit Heidelbeervorkommen sondern auch in fast heidelbeerlosen Gebieten. Im Vergleich mit den Vorkommen im Nationalpark Kalkalpen steigt die dortige Population offensichtlich deutlich höher, nämlich in Höhen um 1.500-1.600 m. Eine wichtige habitatgestaltende Maßnahme geht wohl von der Rinderbeweidung aus.

Alpenschneehühner stehen wohl ganz oben auf der Wunschliste von Vogelbeobachtern und Fotografen. Man muß sich dann aber schon in den Norden Europas oder hinauf in die Alpen begeben, um ein Alpenschneehuhn in Europa zu sehen. Alpenschneehühner kommen selten aus ihren Sommerplätzen von den höchsten Bergen herunter. Sie kommen leider nicht zu Fütterungsstationen und es gibt keine bequemen Verstecke, in die man sich hinsetzen und warten kann. Man muß sich zwangsläufig mit ihrem Lebensraum und ihren Bedingungen auseinandersetzen, um Zeit mit diesen Vögeln zu verbringen. Nur selten wird man von einem Auto auf einem Ski-Parkplatz in den Alpen zum Fotoschuß kommen. Nach starkem Wind und starkem Schneefall im Winter ist schon mal ein Alpenschneehuhn vom Parkplatz aus zu sehen sein. Man ist dabei aber extrem auf Zufälle angewiesen. Man trifft man sie, mal wartet man Stunden im Wagen ohne auch nur den Hauch eines Schneehuhns gesehen zu haben. Um sich nicht zu langweilen, kann man sich auch mit der Fotografie anderer Winterflüchtlinge die Zeit vertreiben. So hängen normalerweise auch immer ein paar Schneefinken (Montifringilla nivalis) in diesen Gebieten herum. Im Winter ist das Hochplateau der Tauplitzalm nicht nur ein Zentrum des Wintersports, sondern auch attraktiver Ausgangspunkt für mehr oder weniger anstrengende Fototouren. Eine Auffahrtsmöglichkeit mit Parkplätzen besteht über die Tauplitzalm-Bergstraße, die allerdings gebührenpflichtig ist. Von Osten her ist das Tote Gebirge von Spital/Pyhrn aus über eine Standseilbahn auf die Wurzeralm oder von Hinterstoder über eine Mautstraße auf die Hutterer Höss erreichbar. In wenigen Minuten gelangt man von der Talstation auf die Hutterer Böden auf rund 1.400 m NN. Mit dem Hössexpress erreicht man mühelos die Bergstation auf dem Hutterer Höss auf 1.800 m NN. Beide Plateaus sind durch leicht ansteigende Wege über saftige Almwiesen miteinander verbunden.

Es gelang einmal bei einer Wanderung zu einem Foto zu kommen. Unerwartet tauchte zwischen den Felsblöcken ein Alpenschneehuhn auf. Nach nur zwei Aufnahmen war das Huhn bereits wieder verschwunden.

Der westliche Teil des Toten Gebirges ist durch eine mautpflichtige ganzjährig zu befahrene Alpenstraße auf das Loser-Bergmassiv zu erreichen. Allein die Fahrt auf dieser prachtvollen Panoramastraße zählt bei schönem Wetter zu den bleibenden Erinnerungen. Ausgehend von zahlreichen Parkplätzen können hier verschiedene Wanderungen über gut markierte Wanderwege beziehungsweise Skitouren in Angriff genommen werden. Außerdem hat man von hier oben einen herrlichen Ausblick auf das gegenüberliegende Dachstein massiv und den darunter liegenden Altausseersee.

Windstille Tage Ende Februar sind wahrscheinlich auch in den Alpen die beste Zeit, um die Revierkämpfe männlicher Alpenschneehühner zu erleben. Dies ist auch die perfekte Zeit für die Fotografie, denn es gibt viel Aktivität bei den Hähnen. Dazu kommt bei Schneelage der tolle, einheitliche Hintergrund. Außerdem sind die männlichen Alpenschneehühner dann in der Regel zu beschäftigt mit den Revierkämpfen, daß sie sich um Menschen praktisch gar nicht kümmern. Auch das weiße Federkleid ist dann noch weitgehend angelegt.

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