Der Schneefink im Zauberberg

Schneefink„Dann gab es Schneestürme, die den Aufenthalt in der Balkonlaube überhaupt verhinderten, da das stöbernde Weiß massenweise hereintrieb und alles, Boden und Möbel, dick bedeckte. Ja, es konnte auch stürmen in dem gefriedeten Hochtal. Die nichtige Atmosphäre geriet in Aufruhr, sie war so ausgefüllt von Flockengewimmel, daß man nicht einen Schritt weit sah. Böen von erstickender Stärke versetzten das Gestöber in wilde, treibende, seitliche Bewegung, sie wirbelten es von unten nach oben, von der Talsohle in die Lüfte empor, quirlten es in tollem Tanz durcheinander, – das war kein Schneefall mehr, es war ein Chaos von weißer Finsternis, ein Unwesen, die phänomenale Ausschreitung einer über das Gemäßigte hinaus- gehenden Region, worin nur der Schneefink, der plötzlich in Scharen zum Vorschein kam, sich heimatlich auskennen mochte.

Jedoch liebte Hans Castorp das Leben im Schnee. Er fand es…“

Der Schneefink (Montifringilla nivalis) ist interessanterweise der einzige im Zauberberg benannte Vogel (abgesehen vom Steinadler) . Für den Roman »Der Zauberberg« von Thomas Mann ist Natur aber sowieso nur Kulisse. Der Roman schildert ansonsten den mehrjährigen Sanatoriumsaufenthalt des Hamburger Kaufmannssohns Hans Castorp. Ort der Handlung ist eine fiktive Klinik nahe Davos in den Schweizer Alpen. Am Vorabend des Ersten Weltkriegs begegnet Castorp dort Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Weltanschauungen und erlebt viele Erkenntnisse. Eine schöne Zusammenfassung findet man unter der Zauberberg – Zusammenfassung.

Der Schneefink, oder auch Schneesperling, ist ein Standvogel und kommt in felsigen Bergregionen in Höhen zwischen 1.900 und 3.100 m NN vor. Er bleibt auch im Winter in diesen Höhen Der Schneefink gilt als einer der winterhärtesten Hochgebirgstiere. Nur ausnahmsweise sucht er im Winter Regionen unterhalb von 2.000 Höhe auf. Gerade auf offenen Flächen, wo der eisige Winterwind den Schnee etwas weggeblasen hat, suchen Schneefinken nach Essbarem.

In Wintersportgebieten kann er sehr zutraulich werden und kommt dann in die Nähe der Menschen, um Krümel aufzupicken Im Hochgebirge sieht man neben den Schneefinken dann nur noch Alpendohlen (Pyrrhocorax graculus) häufig in Gruppen akrobatische Flugmanöver vollführen. Außerdem trifft man auf Alpenkrähen (Pyrrhocorax pyrrhocorax) und den Hausrotschwanz (Phoenkusius ochrurus).

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