Nationalpark Bayerischer Wald: Waldlandschaft in grosser Diversität

TannenhäherEingebettet in eine schneereiche, hügelige Kulturlandschaft bietet der Nationalpark Bayerischer Wald an der Grenze nach Tschechien Raum für Wildnis. Für Wälder, die noch – oder schon wieder – wie Urwälder wachsen können. Diese Wälder unterliegen einem ständigen Wandel. Alte und geschwächte Bäume werden nicht gefällt und aus dem Wald entfernt, sondern bleiben stehen, bis sie vom Wind umgeworfen oder vom Schnee niedergedrückt werden. Dieses Mittelgebirge am nord-östlichen Rand Bayerns ist einem ständigen Wandel unterworfen. Alte und geschwächte Bäume werden nicht gefällt und aus dem Wald entfernt, sondern bleiben stehen, bis sie vom Wind umgeworfen oder vom Schnee niedergedrückt werden. Insekten, wie der Borkenkäfer, die im Wirtschaftswald als Schädlinge angesehen werden, dürfen hier ungehindert ihren natürlichen Beitrag zur Waldentwicklung leisten. Mit einer ungeheuren Dynamik verändern sich die Wälder, werden wilder, vielseitiger und für den Naturfreund auch immer attraktiver.

Der Nationalpark Bayerischer Wald grenzt unmittelbar an den Nationalpark Sumava in Tschechien. Zusammen ergeben sie eine Fläche von nahezu 1.000 km². Das ist das größte zusammenhängende Waldgebiet Mitteleuropas. Der Nationalpark Bayerischer Wald bietet somit ein beachtenswertes Potenzial für den Schutz von Wildnis und eine riesige Spielwiese für Naturfotografen. Neben mehreren Arten von Raufußhühnern wie Auerhuhn (Tetrao urogallus) oder Haselhuhn (Bonasa bonasia), die die Artenliste bereichern, bietet der Nationalpark vor allem auch zahlreichen holzbewohnenden Insekten einen Lebensraum. Sie profitieren von den Totholzmassen, die es im Wirtschaftswald nicht gibt. Damit erklärt sich auch das Vorkommen von mindestens 6 verschiedenen Spechtarten, die im Nationalpark ein reiches Nahrungsangebot vorfinden. Am häufigsten wird sicher der Buntspecht (Dendrocopos major) und der Schwarzspecht (Dryocopus martius) zu sehen sein. Immer wieder wird und wurden auch Sichtungen des Weißrückenspechts (Dendrocopos leucotos) bestätigt. Der Dreizehenspecht (Picoides tridactylus) ist in den höheren Lagen nicht selten und kann vor allem im Winter weiter unten im Park angetroffen werden. Bei der Nahrungssuche läßt er sich gerade im Winter gut beobachten und häufig auch auf kurze Distanz fotografieren. Häufig ist auch ein typischer Bewohner der borealen Nadelwälder, der Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes).

Schroff, wild und majestätisch präsentiert sich der Nationalpark dem Betrachter. Die wilde Waldlandschaft macht den eigentlichen Reiz der Landschaft aus. Das Erlebnis „Wald“ zwischen den beiden Bergen Falkenstein und Lusen ist grandios. Ungestört kann man hier fotografieren, wenn man sich nicht gerade an einem Wochenende oder Feiertag auf einem der Hauptwanderwege im Nationalpark aufhält. Früh am Morgen gibt es zudem reizvolle Lichtstimmungen und häufig Morgennebel. Bei Nebel durch einen Wald zu wandern, ist sehr reizvoll. Der Nebel löst den Hintergrund auf und entsättigt die Farben. Die Konzentration liegt dann mehr auf den grafischen Elementen im Bild.

Einen weiteren, besonderen Reiz des Nationalparks stellt das Wetter dar. Bisweilen ist es mehrere Tage lang sonnig, dann kann man sich als Fotograf tagsüber ein wenig ausruhen, denn das pralle Sonnenlicht ist meist viel zu hart. Besser ist das Licht dann in den Morgen- und Abendstunden. Viel häufiger ist es aber bedeckt und das diffuse Licht macht das Arbeiten einfacher. Manchmal nieselt es außerdem, und dann sind die Bedingungen optimal. Das Licht ist fantastisch und der Wald wirkt besonders frisch und grün. Mit heftigem Regen ist jederzeit zu rechnen. Aber auch unter einem Regenschirm kann man immer irgendwie fotografieren. Bilder, die in der Abenddämmerung, also lange nach Sonnenuntergang, entstehen, weisen einen hohen Anteil blauer Farben auf, die vom reflektierenden Himmelslicht herrühren.

So schön der Bayerische Wald auch ist, so richtig einsam ist er – zumindest auf deutscher Seite – nicht immer und nicht überall. Auf tschechischer und besonders auf deutscher Seite spielt im Sommer wie im Winter der Tourismus eine bedeutende Rolle. Das macht sich einerseits positiv in gut markierten Wanderwegen und schönen Berghütten zum Einkehren bemerkbar, andererseits aber auch durch die Begleiterscheinungen von Tourismus wie vielen Parkplätzen und die Unruhe teilweise beträchtlicher Menschenmassen, die im Nationalpark Erholung suchen. Der öffentliche Nahverkehr ist mit den sogenannten Igel-Bussen sehr gut ausgebaut. Hilfreiche Informationen erhält man an den zahlreichen Informationsstellen des Nationalparks wie dem Hans- Eisenmann-Haus. Sie geben Auskunft über den Zustand der Wanderwege und halten Karten und Informationsmaterial bereit.

Wie in einem richtigen Hochgebirge üblich, können Wandertouren im Nationalpark Bayerischer Wald anstrengend sein. Es empfiehlt sich daher, das Gewicht der mitgeführten Fotoausrüstung auf ein Minimum zu reduzieren. Ich packe auf meinen Bergtouren meistens nur ein Einbeinstativ, Ich packe auf meinen Bergtouren meistens nur ein Einbeinstativ, eine Canon EOS 5D Mark III und ein oder zwei Objektiven mit. Ich nehme gerne mein Canon 400mm f4 DO, dessen Qualitäten als leichtes Tele gerade bei Freihandaufnahmen immer wieder voll zur Geltung kommen. Ideal ist aber auch ein Zoom. Ich verwendete eines im Bereich 70 – 200mm, da mit diesem Brennweitenbereich ebenfalls sehr gut nähere Objekte fotografiert werden können. Diese Geräte werden zusammen mit Proviant und notwendigen zusätzlichen Kleidungstücken im Bergrucksack verstaut. So kommen etwa 6-7 kg Gesamtgewicht zusammen.

Um die wachsende Nachfrage nach Top-Aufnahmen der selteneren Arten der Paläarktis befriedigen zu können, hat Bird-Lens.com gezielt Reisen an entfernte Orte wie die Küstengebirge von West-Norwegen, in die Hohe Tatra oder zu touristischen Attraktionen wie die Insel Norderney unternommen. Dies alles um exzellente Fotos der Vögel der Westpaläarktis machen zu können. Die Ausbeute an Bildern auch von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden werden. Geben Sie Bird-Lens.com einfach Bescheid, wenn wir Sie das Bild einer Vogelart benötigen, bevor die neuen Bilder online sind.

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