Azores: birding in the middle of the Atlantic Ocean

KappensturmtaucherThe Azores are well-known among ornithologists mainly for the fact that many American bird species occur, mainly in fall. Although this group of islands is part of the Western Palearctic (even Europe) on some islands, more Nearctic than Palearctic species have been found. In addition, several endemic taxa breed on the archipelago. The island group is particularly important for seabirds, which breed partially in large numbers. Migration of Seabirds in fall is another highlight. A sighting of a Cory’s Shearwater (Calonectris borealis) is guaranteed.

Before an offshore (pelagic) tour, however, you might save some time to visit the famous coastal areas of the different islands. An example is the wetland area in Cabo da Praia on the island of Terceira. From the beginning of September till end of October, the Nearctic waders are piling up: Semipalmated Plover (Charadrius semipalmatus), Greater Yellowlegs (Tringa melanoleuca),  Spotted Sandpiper (Actitis macularia), Willet (Catoptrophorus semipalmatus) and Dowitchers (Limnodromus sp.) you might see searching for food in the shallow waters of the bay. In addition, preferentially in the ports of the island, Roseate Tern (Sterna dougallii) can be found. The species has its most important breeding ground in the world in the Azores. However, a Continue reading Azores: birding in the middle of the Atlantic Ocean

Der Rostzügel-Todityrann am Nest

Rostzügel-TodityrannEin Aufenthalt auf der Farm Pouso Alegre Lodge, direkt an der sogenannten Transpantaneira, nur 33 km südlich des Zugangs zum Pantanal bei Pocone gelegen, hat manche Überraschung bereit. Eines Morgens nehme ich auf meinem Morgenspaziergang Bewegung direkt entlang des Weges wahr. Ein kleiner Vogel mit einem quer-liegenden Grashalm verschwindet schnell im Dickicht. Ich kann dann die Stelle sehen, in die der im englischen Rusty-fronted Tody-Flycatcher genannte Rostzügel-Todityrann (Poecilotriccus altirostris) fleißig sein Nistmaterial einträgt. Es scheint sich um ein erhöhtes Cerrado-Inselchen zu handeln, das gut mit dicht stehenden Stämmchen verschlossen ist. Trotzdem verschaffe ich mir Zugang zu diesem nur 3 Meter im Durchmesser messenden „Wäldchen“. Ich stehe wenig später praktisch direkt vor seinem hängenden Nest. Nur wenig später kommt der Vogel auch schon mit weiteren trockenen Grashalmen. Wie man in der Gallerie-Sequenz zum Rostzügel-Todityrann sieht, kommt ein Vogel wenig später dann sogar mal mit einer toten Spinne, die ebenfalls beim Nestbau verwendet werden soll. Später stellt sich Continue reading Der Rostzügel-Todityrann am Nest

Common Cranes in Zingst/ Mecklenburg-Vorpommern

KranichWho wants to observe the huge accumulations of Common Cranes (Grus grus) in fall, will find excellent opportunities near the seaside resort of Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Zingst and Darß were declared a National Park in 1990 due to their natural coastline and the unique so-called Boddenlandschaft. Together with the Fischland, they form a peninsula in the course of the Mecklenburg coast between Rostock and Stralsund.

When we started the first exploration on an early October morning, the sky was still pitch black. We headed south and wanted to be in front of the cranes at the known feeding grounds. But when we reached the town of Barth, the sky was already reddened by the morning sun, and crowds of wild geese and cranes were already calling out loudly over the city on the way to the harvested fields for finding food. So we were too late. Nevertheless, we stopped briefly, because it was not possible to concentrate on the road, as we were fascinated by the spectacle of the birds in the sky above us. Continue reading Common Cranes in Zingst/ Mecklenburg-Vorpommern

Roter Felsenhahn im Manu- Nationalpark

Andenklippenvogel oder AndenfelsenhahnNebelschwaden ziehen vom Fluß im Tal her hoch. Keine halbe Stunde nachdem ich im stockdunklen Morgen in das Versteck gehuscht war, ist es auch schon hell. Der Tag bricht an, auch wenn es mitten im Astgewirr doch immer noch dämmrig ist. Hier befindet sich mitten im Nebelwald die legendäre Stelle, an der man den spektakulären Roten Felsenhahn (Rupicola peruviana) auf einem Ast bei der Balz fotografieren kann.

Über baumlose Andenpässe und vorbei an kleinen Dörfern geht es im Geländewagen in Richtung Nordosten zum Rio Kosnipata. Nachdem man einen Paß in 4.000 m Höhe überwunden hat und der Übergang von der Trockenzone zur ewig feuchten Nebelregion hinter einmen liegt, kommt man auf 1.500 m NN ans Ziel: das Tal des Rio Kosnipata am südöstlichen Rand des Manu- Nationalparks. In der Nähe der schlichten Unterkunft mit dem verheißungsvollen Namen „Cock-of-the-Rock-Lodge” steht ein Tarnversteck. Dieses ist die sagenumwobene Stelle, an der man den orange-roten Roten Felsenhahn formatfüllend fotografieren kann. Schon am Morgen war ich die paar hundert Meter zu einem Versteck gelaufen. Bis Mittag war es am ersten Tag in dem Versteck etwas oberhalb Continue reading Roter Felsenhahn im Manu- Nationalpark

Pelagic birding on the Azores

The isle group of the Azores is particularly important for seabirds, which sometimes breed in large numbers or are found here during off-shore migration. Best in summer, but also in September and October, boat trips can give an impression of the importance of the sea area around the Azores with its unique marine ecosystem.

From the island of Graciosa boat trips start, each lasting a half to a whole day. The most dominant bird species in the waters around the Azores is the Cory’s Shearwater (Calonectris borealis), which is by far the largest of its breed species. But to expect more bird species that follow the ship. They are attracted by the smell-intensive mixture of sardines, fish oil and other delicious ingredients, the so-called chum. This is to lure some of the pelagic bird species. In September, for example, Great Shearwater (Puffinus gravis), a Cape Verde Petrel (Pterodroma feae), and a few Monteiro’s Storm Petrel (Oceanodroma monteiroi) near the boat could be observed in the waters around Graciosa. Particularly great is the pleasure when the sighting of Sooty Tern (Sterna fuscata), a Band-rumped Storm-Petrel (Oceanodroma castro), a Brown Booby (Sula leucogaster) or of Continue reading Pelagic birding on the Azores

Vögel im Hôtel Transcam in Ngaoundéré / Kamerun

WeisshaubenturakoAuf dem Weg von Garoua zur Ngaoundaba Ranch kehren wir im Hotel Transcam ein. Am interessantesten ist das Nest des Baglafechtweber (Ploceus baglafecht) direkt über dem Autoparkplatz vor dem Hotel. An dem Nest wird eifrig gebaut. Wenn man nach oder durch N’gaoundere muss, ist das Hôtel Transcam das erste Haus am Platz. Für überschaubares Geld kann man eine gute Unterkunft bekommen. Auch das Frühstück soll mit guten Kaffee, Croissant etc. akzeptabel sein. Über funktionierendes WIFI in der Lobby und freundliches Personal verfügt das Hotel ebenfalls. Allerdings, das Hotel ist vermutlich aus dem 1970iger Jahren und daher recht alt. Das merkt man auch. Wir konnten uns dort dem Mittagsbuffet widmen. Das Essen war reichlich mit Reis, verschiedenen Salaten und etlichen Fleischsorten. Außerdem hatten wir auf der Fahrt richtig Hunger bekommen. Viele Alternativen hätten wir uns in der lebhaften Stadt auch nicht überlegen können. Das Bier war kalt und schmeckt auch.

Nach dem Essen widmen wir uns dem üppigen Grün des Hotels. Der Hotelgarten stellt sich als sehr produktiv heraus. Schon vor dem Continue reading Vögel im Hôtel Transcam in Ngaoundéré / Kamerun

Limikolen am Neusiedler See

KiebitzDie Landschaft im östlichsten Zipfel Österreichs ist eine typische Pusztalandschaft mit zahlreichen, kleinen, flachen Salzseen, den so genannten Lacken, und dem nur etwas über einen Meter tiefen Neusiedler See. Sie wird daher der Seewinkel genannt. Mit einer Fläche von zirka 320 km2, die fast zur Hälfte mit hohem Schilf bewachsen ist, gilt er als der größte Steppensee Europas und beeinflusst das Klima in diesem Gebiet maßgeblich. Das ist in dieser Region sehr mild – bereits im Mai herrschen manchmal schon Temperaturen von über 30°C. Zum Glück weht fast immer ein leichter Wind, denn wenn dieser mal ausbleibt, wird die Hitze unerträglich.

Fast das ganze Jahr über ist Saison. Wir besuchten den Neusiedler See sowohl im Frühjahr und Sommer, als auch im Herbst und stellten fest, dass für die Tierfotografie die Monate April bis Mitte Juli die Continue reading Limikolen am Neusiedler See

Flugfotografie der Rotmilane

Roter MilanEs bedarf keiner besonderen Anstrengung, einen Roten Milan zu sehen und ihn dann auch mal als Beleg zu fotografieren. Deutlich näher vor die Kamera muß man ihn schon bekommen, wenn es um aussagekräftige Flugaufnahmen geht. Wenig interessant ist, ihn in weiter Entfernung oder hoch oben am Himmel abzulichten.

Der geradeaus gerichtete Suchflug kann übergangslos in ein steiles Abwärtsgleiten mit leicht gewinkelten Flügeln bis dicht über die Erdoberfläche gehen. Das ist die Gelegenheit, die man finden muß. Der an das Herabstoßen folgende Abflug mit weit ausholenden, elastischen Flügelschlägen ist dabei fotografisch besonders eindrucksvoll. Eine frisch gemähte Wiese zieht den Roten Milan schon an, wenn die Traktoren noch beim Mähen sind.

Hat man die richtige Location entdeckt, müssen noch eine ganze Reihe von Bedingungen erfüllt sein, um mit Erfolgsaussichten den Auslöser betätigen zu können. Gute Lichtverhältnisse allein reichen nicht aus. Im Frühjahr oder im Sommer ist das Licht vor 17:00 h viel zu steil und zu hart und der Blauanteil ist auch viel zu hoch. Der Wind muß mit dem Sonnenstand weitgehend übereinstimmen, da sich die Milane im Flug gegen den Wind stellen. Mit dem Wind fliegend, ändert sich ihre Position so schnell, daß man sie aus dem Sucher verliert.

Neben den Roten Milanen sind auch Schwarze Milane (Milvus migrans) im Sommerhalbjahr auf Nahrungssuche. Häufig jagen beiden Arten gemeinsam. Sind die bisher genannten Bedingungen erfüllt, sehen die Chancen für Flugaufnahmen gut Continue reading Flugfotografie der Rotmilane

Steppenweihe wieder am Schröcker Feld bei Marburg

SteppenweiheWie im Juli 2014 ist nun auch Anfang September eine Steppenweihe (Circus macrourus) über dem Schröcker Feld bei Marburg gesichtet worden. Gegen Abend (19:15 Uhr) war die männliche Steppenweihe im 2. Kalenderjahr auf dem Schröcker Feld kurz gesichtet worden. bevor der Vogel hinter einer Anhöhe verschwandt. Leider war eine kurzzeitige Nachsuche erfolglos, doch das war bei den bisherigen Sichtungen auf den Höhen oberhalb des Lahntals auch nicht anders gewesen.

Bei den Beobachtungen des im Blog Steppenweihe – Weihentreff auf dem Schröcker Feld bei Marburg beschriebene Greif im Juli 2014 dürfte es sich um eine Einzelbeobachtung gehandelt haben. Ab dem 19. Juli 2014, hielt sich auf dem Plateau östlich von Marburg, das Schröcker Feld genannt wird, eine männliche Steppenweihe (auf. Die Weihe wirkte sehr hell, fast weiß, hatte aber – wie auf dem Foto des fliegenden Männchens der Steppenweihe erkennbar – einen schmutzigen Anflug auf der Oberseite und wurde daher Continue reading Steppenweihe wieder am Schröcker Feld bei Marburg

Eurasian Thick-knee (Burhinus oedicnemus) in Croatia´s karstic landscape

TrielOn the southern edge of the island Pag you can enjoy the ample stony lowlands of the island´s disorientating karstic landscape. With large, sideways eyes, the Eurasian Thick-knee peers into the twilight. It is still almost dark; only the first glimmer of the morning over the mountains on the coast of Croatia is visible. A family group of Eurasian Thick-knees stands quietly on the edge of a gravel road. It is the two parents and a young one. The feathers of the young Eurasian Thick-knee are still standing on and off on the head. As the car slowly approaches and then stops, the Eurasian Thick-kneee runs without too much haste into the wide landscape of the karstic steppe. A little later they are swallowed by darkness.

It is just a coincidence that on the way back, a revival is possible. A former farmyard is covered with higher grasses. Suddenly, one Eurasian Thick-knee appears. Before, the bird was so well hidden in the grass-stone mosaic that one of the Eurasian Thick-knee parents’ now stands only 10 meters from the car. The bird remains motionless. The reason is obvious a little later. A young bird with its up and down standing feathers on its head stands between the grasses. If the Eurasian Thick-knee parents were alone, they would Continue reading Eurasian Thick-knee (Burhinus oedicnemus) in Croatia´s karstic landscape

Kappengeier in Kamerun

KappengeierDer Kappengeier (Necrosyrtes monachus) ist aufgrund des Bestandrückgangs in vielen Teilen Afrikas eine Critically Endangered Species seit den 1990er Jahren.

Interessant ist, daß es offensichtlich unterschiedliche Strategien des Kappengeier in Bezug auf die Habitatwahl gibt. Im Gegensatz zu den Kappengeiern in Westafrika, die oft die Nähe des Menschen – wohl aufgrund der Nahrungsverfügbarkeit – suchen und entsprechen leicht beobachtet werden können, ist der Kapuzengeier im südlichen Afrika deutlich schwerer zu finden. In erster Linie kommt er in geschützte Gebieten vor, die eine niedrige menschliche Bevölkerungsdicht aufweisen. Diese Unterschiede in der Habitatwahl haben dazu geführt, dass er dort, wo wissenschaftlichen Forschung am besten möglich ist, relativ schlecht untersucht wurde. Dieser Mangel an Wissen verhindert jetzt ein Verständnis der besonderen Gefahrensituation dieses Continue reading Kappengeier in Kamerun

TARNZELT von Stealth Gear

Stealth Gear 2-Personen- TarnzeltDer ein oder andere hat vielleicht meine Erfahrungsberichte u.a. zum Canon EF 400mm f/4.0 DO IS USM oder zu den EOS 1– Profikameras (Canon EOS 1DX, Canon EOS 1DX Mark II und Canon EOS 1D IV) schon gelesen. Nun möchte ich meine Erfahrungen mit einem Tarnzelt mitteilen. Seit kurzem bin ich Besitzer eines Stealth Gear 2-Personen- Tarnzelt Extreme Professional Wildlife Square Hide. Dazu habe ich mir noch einen Walkstool Comfort in der Höhe 45 cm zugelegt. Wichtig ist die Walkstool Steady Bodenspinne, die ein Einsinken des Stuhls in weniger festem Untergrund, so u.a. an Seen und Flüssen, gut verhindert. Tarnzelte sind für den Vogelfotografen ein unentbehrliches Hilfsmittel. Auch in Mitteleuropa sind die Fluchtdistanzen der Tiere groß und häufig ermöglicht erst eine gute Tarnung Aufnahmen von Arten an bestimmten, fest vorgegebenen Plätzen wie Nahrungsgründen, Sitzwarten und im Nestumfeld. Es ist selbstverständlich, daß auf besonders störungsempfindliche Arten nur sehr zurückhaltend mit dem Tarnzelt angesessen werden darf.  Auch bei der Singvogel-Fotografie kann ein Tarnzelt erhebliche Vorteile bringen. Denn nur wenn sich die Tiere unbeobachtet fühlen, zeigen sie ihr natürliches Verhalten.

Bisher besaß ich – schon seit Jahren – ein BIRDLAND Tarnzelt Camouflage, das mit den Maßen 100×120 und einer Höhe von 140 cm punkten konnte. Es war damals der Klassiker, der bei Isarfoto als sehr leichtes (1,7 kg mit Zubehör) Kuppelzelt mit geringem Continue reading TARNZELT von Stealth Gear