Triel in Karstlandschaft

TrielMit großen, seitwärts stehenden Augen guckt der Triel (Burhinus oedicnemus) in die Dämmerung. Gerade erst ist der erste Morgenschimmer über den Bergen an Kroatiens Küste zu erkennen gewesen. Ein Familientrupp steht still am Rand der Schotterpiste. Es sind die beiden Eltern und ein Junges, das noch auf- und abseits stehenden Federn auf dem Kopf aufweist. Als der Wagen langsam heranfährt und dann hält, laufen die Triele ohne allzu große Hast in die Weite der Karststeppe. Wenig später hat sie die Dunkelheit verschluckt.

Es ist purer Zufall, daß auf dem Rückweg noch ein mit höheren Gräsern bewachsenes ehemaliges Bauernhofgelände abgefahren wird. Plötzlich steht ein Triel auf. Vorher war er in dem Gras-Stein-Mosaik so gut verborgen, daß eines der Elterntiere nun nur gut 10 Meter neben dem Wagen steht. Regungslos bleibt der Vogel stehen. Der Grund ist wenig später zu sehen. Ein Jungvogel mit seinen auf- und abseits stehenden Federn auf dem Kopf steht zwischen den Gräsern. Wären die Triel-Eltern allein, wären sie wohl einfach nur Continue reading Triel in Karstlandschaft

Flammulated Bamboo-Tyrant (Hemitriccus flammulatus) in the Ocorotu Forest/ Bolivia

GraustreifentyrannShortly, the Flammulated Pygmy-Tyrant (Hemitriccus flammulatus) undertakes a sally-strike maneuver to glean arthropod prey from the surfaces of leaves and twigs. Than it sits on a branch. The undergrowth is pitch dark. It is only through its flight-movements that the little bird is noticed. Frequently it vocalizes its high-pitched call. The Flammulated Pygmy-Tyrant is a tiny olive-grey bird – like many species in the family Tyrannidae.

Early in the morning I had woken up. Outside it is still hazy; thick clouds are covering the sky. I decide, I could try to photograph the Flammulated Pygmy-Tyrant. It is humid and the sky remains covered. So I pack my rucksack with a 2.8 / 300 lens and a MZ-5- flash. After just a few meters hike with the rucksack on the back, the shirt sticks to the wet body. The main path through the hotel Flora and fauna grounds of Robin is really a dream. Hilly forest, which still exists with impressive jungle giants. It is called the Ocorotu Forest. I am really impressed. The Flammulated Pygmy-Tyrant can be heard already from the undergrowth. I follow the course of the path that leads down into a brook bed. From there it goes up the hill again. Just at this point a few days ago I encountered the biggest bats I have ever seen. They are probably False Vampire Bat (Vampyrum spectrum)

As the genus-name, Vampyrum, suggests, the False Vampire Bat were mistaken for bloody vampire bats. But they are carnivores Continue reading Flammulated Bamboo-Tyrant (Hemitriccus flammulatus) in the Ocorotu Forest/ Bolivia

Weißrückenspecht im Paklenica National Park

WeissrückenspechtWeiche Kontaktrufe verraten einen Specht. Ein Blick durch das Fernglas: eindeutig Weißrückenspecht (Dendrocopos leucotos). Sehr gut sind die weißen Bänder auf den zusammen gefalteten Flügeln zu erkennen. Eher wie ein Kleinspecht (Dendrocopos minor) sieht er aus. Nur größer. Dann sehe ich ihn auch eindeutig im Fernglas. Der Weißrückenspecht, der mir seinen Rücken zukehrt, scheint aber ein doch Jungtier zu sein. Ich muß Heidi, die es anfangs gar nicht kapiert, noch anhalten. Ein kurzes “Kichern”. Ich erkenne, daß es 2 Vögel sind. Einer wirkt leicht unfertig, etwas zerzaust. Wohl ein Jungvogel. Der andere wahrscheinlich eines der Elterntiere. Aus dem Augenwinkel sehe ich dann die 2 Weißrückenspechte aufsteigen und dann auch schon wegfliegen. Schnell verschwinden die beiden Spechte den Hang hinauf. Kurz entschlossen hechte ich hinterher. Nach gut 30 Metern harre ich aber aus. Ich spiele die Kontaktrufe von Band ab. Auch das typischen lang anhaltende Trommeln soll den Specht locken. Leider keine Rückmeldung. Es macht wohl keinen Sinn den Weißrückenspecht durch den kroatischen Karst weiter zu verfolgen.

Der Hang wirkt auf Anhieb sehr offen. Jedoch liegt und steht eine Menge Totholz im Steilhang. Dazwischen große Felsblöcke, die Continue reading Weißrückenspecht im Paklenica National Park

Oriental Reed-Warbler in Laem Pak Bia Watertreatment / Thailand

Chinarohrsänger2 warblers are calling out of the reeds in the early morning in the middle of Thailand. The one is a Black-browed Reed-Warbler (Acrocephalus bistrigiceps) this is clear. Checking some older images I stumbled over an Acrocephalus-Warbler, which at the time, I called a Blunt-winged Warbler (Acrocephalus concinens). I shot the image in January 2011 in the Laem Pak Bia Watertreatment plant in middle Thailand. I checked the Helm ID-guide “Warblers of Europe, Asia, and North Africa” and I start thinking due to the streaks on the breast and the thick bill it might have been a Oriental Reed-Warbler (Acrocephalus orientalis) instead. I opened a threat in www.birdforum.com.

Quite shortly, a specialist confirmed the ID with the words “…is indeed an Oriental Reed Warbler. Note in particular combination of grey streaked breast, strong supercilium, rather heavy bill and blue-grey legs.”

In the Laem Pak Bia Watertreatment plant, there are pools designed to purify the water a biological cleaning process with reeds. Continue reading Oriental Reed-Warbler in Laem Pak Bia Watertreatment / Thailand

Vor dem Zug: Schwarzstorch-fotografie in der Elbtalaue

Wenn Schwarzstorch (Ciconia nigra), Weißstorch (Ciconia ciconia), Graureiher (Ardea cinerea) und Silberreiher (Ardea alba) direkt vor dem VersteckSchwarzstorch im Wasser staksen und die Kormorane (Phalacrocorax carbo) beim gemeinsamen Fischzug schwimmen, geht für manchen Vogelfotografen ein Traum in Erfüllung. Aber nicht nur in den unberührten Feuchtgebieten Osteuropas tummeln sich die Vögel so zahlreich. Auch die naturnahe Stromlandschaft der norddeutschen Elbtalaue bietet reichlich Gelegenheit, gerade die großen und imposanten Vögel fotografisch ins Visier zu nehmen.

Schon seit ein paar Tagen sitze ich jeden Morgen ab 4:30 Uhr in meinem Versteck an der Elbe. Von Tag zu Tag wird die Ansammlung der Schwarzstörche größer, die im Spätsommer in den austrocknenden Altarmen nach Fischen suchen. Die erste Zeit im Versteck nutze ich gerne, um etwas Schlaf nachzuholen, denn obwohl das Licht noch nicht zum Fotografieren reicht, muss der Fotograf sein Versteck früh genug aufsuchen. Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren, denn selbst die richtigen Kameraeinstellungen nützen nichts, wenn man die Kamera hektisch hin und her schwenkt und so die besten Situationen übersieht. Oder schlimmer: das Objekt Continue reading Vor dem Zug: Schwarzstorch-fotografie in der Elbtalaue

Cameroon Olive-Greenbul (Phyllastrephus poensis) near Bamenda in the Cameroon Highlands

BamendabülbülA dark olive-brown bird moves between twigs and branches. The trees are on the slope above the crater lake are not so high. This allows for very nice pictures of birds, which would otherwise be rather up in the canopy – largely invisible from the ground. This time, the brown bird with the striking beak is not a banded wattle-eye. At first sight it reminds me of an Terrestrial Brownbul (Phyllastrephus terrestris). But this Brownbul is a bird more confined to a variety of thickly vegetated habitats in evergreen forests mostly in the lowlands and coastal scrub of southern and eastern Africa. This medium-sized, relatively elongated, simple-looking bird is a Greenbul with a relatively long and fine beak. Lores, throat and the side parts of the face are light grey. While the tail appears rather brown, the predominant color of the wings and the back is olive. This is the Cameroon Olive-Greenbul (Phyllastrephus poensis), which is – unlike the previously seen Cameroon Montane Greenbul (Andropadus montanus) – not particularly olive green. We are lucky, because the species is limited in its distribution only to the ecoregion of the Cameroon mountains although the bird is not so rare in its distribution range.

The trip to the crater lake Lake Awing was already very productive. A young Banded Wattle-eye (Platysteira laticincta) and one of the parents could already be seen along a ridge above the lake. A very Continue reading Cameroon Olive-Greenbul (Phyllastrephus poensis) near Bamenda in the Cameroon Highlands

Bekassine im Balzflug

BekassineTräge fließt der Fluß dahin. Die Wiesen sind von der Schneeschmelze und den ergiebigen Regenfällen weiträumig überschwemmt. Dunkle Wolken trieb der Wind den ganzen Tag vor sich her. Gegen Abend klart es auf. Kühl ist es immer noch; aber fast wolkenlos. Bald wird die Abenddämmerung einfallen. Da ist irgendwo hoch über den Wiesen und Weiden ein dumpfes, vibrierendes Meckern am Himmel zu hören. Es stammte von einem Männchen der Bekassine (Gallinago gallinago), welches dieses seltsame Geräusch mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt. Im Sturzflug der Balz sind nicht nur die beiden Federn zwischen Flügeln und Schwanz zu erkennen. Auch die Schwanzfedern sind weit gefächert und lassen im Fernglas die bunten Farben erkennen. Immer wieder steigt der Vogel auf und läßt sich dann wieder fallen. Damit markiert er sein Revier und signalisiert seine Ausdauer. Das ganze Spektakel des Balzflugs kann Stunden dauern. Zwischendurch ruft die Bekassine im Flug. Durch den langen, nun geöffneten Schnabel und die weit abgespreizten Federn wirkt der Vogel deutlich imposanter, als wenn man ihn auf dem Boden sieht. Dort ist er trotz seines „tick-e-tick“ – Rufens (das an das Geräusch einer großen Wanduhr erinnert) sehr unscheinbar und erstaunlich gut getarnt.

Es ist sehr eindrucksvoll, wie die Bekassinen teils weit im Süden über den nur noch seicht überschwemmten Wiesen des Gebietes fliegen, rufen und auf und nieder sausen und dabei ihre arttypischen Trommelgeräusche über die Wiesen schallen lassen. Dann wieder sind es 2 oder gar 3 Bekassinen, die direkt über dem Weg durch Continue reading Bekassine im Balzflug