Schwarz-rote Schönheit: die Helmpipra im Pantanal

HelmpipraIm dämmrigen Unterholz eines der Waldstücke inmitten der Savannenlandschaft im Pantanal taucht auf einmal Farbe auf. Auf einem Ast ist ein Vogel zu sehen, der ein auffälliges Rot vom Rücken bis zum Kopf aufweist. Das sieht aus, wie ein Helm. Und so ist auch sein deutscher und sein englischer Name. Es ist ein Helmeted Manakin (Antilophia galeata). Im Bereich der Stirn wird der „Helm“ durch Büschel, die bis über den Schnabel reichen, verlängert. Der Rest des Körpers ist stock-schwarz. Das ist also das Männchen der Helmpipra. Soldadinho wird dieser Vertreter aus der Familie der Pipriden in Portugues genannt. Das Männchen der Helmpipra ist einer der auffallendsten und buntesten Vögel der brasilianischen Wälder. Mehrere Arten von Manakins kommen im Amazonastiefland  oder im Atlantischen Regenwald, der Serra do Mar, vor. Allerdings ist die Helmpipra eine Art, die in erster Linie in den Uferwäldern des zentralwestlichen Brasilianers und dort vor allem in den Wäldern des Pantanal-Tieflandes vorkommt. Das Verbreitungsgebiet strahlt nur geringfügig nach Bolivien und Paraguay aus.

Die Helmpipra im Pantanal lässt ihren Gesang zwar das ganze Jahr erschallen. Während der Mauserzeit (so zwischen Januar bis April / Mai) aber nur gelegentlich. Es ist ein fröhliches, und auffälliges Lied, das aus fünf separaten Teilen zusammengesetzt ist. Es ist eine Kombination aus Tönen in langsamer und in rascher Reihenfolge. Sobald die Jungen das Fortpflanzungsalter erreicht haben, reagieren sie auf Nachahmungen oder Aufnahmen seines Liedes.

Wie bei den meisten Arten der Familie ist das Männchen sehr auffällig. Der Körper des Männchens ist ganz schwarz. Die langgezogene Haube dagegen lebhaft rot gefärbt. Der rote Helm zeigt eindrucksvoll, wie der Vogel zu seinem Namen kam. Das Weibchen und junge Männchen sind dagegen einheitlich grün gefärbt und eher unscheinbar. Wenn man ein Männchen sieht, ist aber meistens ein Weibchen in der Nähe. Stumm sitzt es meist nicht weit auf einer Warte und schaut sich neugierig den Beobachter an. Auch das Weibchen weist verlängerte Stirnfedern auf, wenn sie auch deutlich kleiner sind als beim erwachsenen Männchen. Das jugendliche Männchen braucht drei Jahre, um das charakteristische Gefieder zu erwerben. In der Zwischenzeit werden Männchen mit unterschiedlichen Anteilen des weiblichen und männlichen Gefieders beobachtet werden.

Helmpipras ernähren sich von kleinen Früchten und Insekten, die von der unteren Strauchschicht – so ca. ab 1 Meter vom Boden – bis zur Krone der Bäume gesucht und gefangen werden. Im Gegensatz zu anderen Vögeln dieser Familie, begattet der männlichen Vogel mindestens ein Weibchen und bleibt während des gesamten Zyklus der Brut in der näheren Umgebung des Nests. Das Männchen zeigt zwar keine Beteiligung am Brutgeschäft. Die Sorge um die Nachkommenschaft ist daher begrenzt. Jedoch ist es in der Nestumgebung allzeit sehr aktiv, singt und vertreibt andere erwachsene Männchen in wilden Verfolgungsflügen aus dem Territorium.

Die Fotos wurden meistens auf der Pouso Alegre Farm aufgenommen. Dies ist eine Pousada, die nur ist 7 km entfernt von der Transpantaneira gelegen ist. Die Pousada ist gut von Pocone im nördlichen Pantanal (ca. 33 km südlich) zu erreichen. Das ganze Gelände der Pousada ist ein großartiges Naturgebiet mit ursprünglicher Landschaft. Ein Paradies für den ambitionierten Vogelbeobachter sowie für den Anfänger im Vogelbeobachtung.

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