Vogelparadies im Krüger Nationalpark

SenegalliestVögel im Krüger Nationalpark zu fotografieren bedeutet Herausforderung und Belohnung zugleich. Eben noch hat man in komfortabler Zivilisation beim Frühstück von der Veranda einer Lodge aus zwei Fitisse (Phylloscopus trochilus) und einen Grauschnäpper (Muscicapa striata) bewundert. Ein Kaptäubchen (Oena capensis) kam mal angeflogen und trank aus einer Pfütze. Ein besonders schöner Liest, wie die Eisvogelverwandte genannt werden, ist der Senegalliest (Halcyon senegalensis), der eines Morgens mit ausgebreiteten Schwingen im Morgennebelsaß und sich trocknete. Das war direkt im Letaba Camp Dann ist eine Rundfahrt angesagt. Das Straßennetz im Krüger Nationalpark gehört wohl zu den besten aller Nationalparks weltweit. Die Straßen erleichtern es einem Fotografen ungemein, sein Ziel ohne große Probleme zu erreichen. Man kann bequem mit dem Wagen durch den gesamten Park reisen und hält trotzdem das Equipment jederzeit griffbereit. Es muss nichts verzurrt werden, um zu verhindern, dass beim nächsten Schlagloch alles im Wagen herumfliegt. Schon das erste Wasserloch zeigt einen alten Bekannten. Zwischen den Grasbüscheln am Ufer steht ein Flußuferläufer (Actitis hypoleucos).

Eine Fotoreise Krüger Nationalpark sollte trotz der guten Infrastruktur sorgfältig vorbereitet werden. So ist eine größtmögliche Ausbeute in diesem Paradies der Vogelfotografie zu erzielen. Wie in anderen Parks auch, beherbergt der Krüger Nationalpark im Sommer andere Vögel als im Winter. Ich persönlich ziehe die kühlere Zeit zwischen Mitte Mai und Anfang September vor, weil sie trocken ist und daher bessere Bedingungen vorherrschen. Außerdem hat man eine schöne Alternative zum naßkalten Wetter in Deutschland. Viele Bäume haben ihr Blätterkleid abgelegt und die Vögel sind sehr schön auf ihren Sitzwarten zu sehen von wo aus sie ihr Territorium überblicken. Im Sommer trägt die Vegetation zwar ein schönes, lichtes Grün, und es ist wärmer, aber das Wetter ist häufiger von einem Himmel voller Regenwolken geprägt und insgesamt auch von den Niederschlägen unbeständiger. Teils herrscht eine sengende Hitze und und auch die Insekten sind zahlreicher und nervender.

Vögel gibt es im Krüger Nationalpark fast überall. Shingwedzi im Norden des Parks ist sehr beliebt wegen seiner Vogelvielfalt, aber Lower Sabie, im Süden, ist der ergiebigste Teil des Parks, wenn die Artenvielfalt eine große Rolle spielt. Lower Sabie hat einfach die beste Mischung aus Wat-, Raub- und Singvögeln. Weitere vielversprechende Orte sind Letaba, Olifants, Satara, Balule und Shimuwini. Ein besonders schöner Liest, wie die Eisvogelverwandte genannt werden, ist der Senegalliest (Halcyon senegalensis). Das war gleich noch im Letaba Camp möglich.

Empfehlenswert um Lower Sabie ist ein schönes Wasserloch. Dieses hört auf den wunderbaren Namen Sunset Dam. Dieses schöne Wasserloch wurde im Laufe der Zeit zu einem Lieblingsplatz für Fotografen im Park. Der Bestand an Vögeln ist unglaublich. Leider führt die Invasion einer südamerikanischen Teichsalat-Art zu einer allmählichen Zerstörung dieses Biotops. Das gesamte Ökosystem am Damm und damit auch die Vogelfauna verändern sich. Dennoch ist Sunset Dam ein Ort, der keinesfalls gemieden werden sollte, denn er birgt genügend spannende Motive.

Der Krüger Nationalpark ist gesegnet mit unglaublich schönen Vögeln. Aber keiner ist so schillernd-schön wie die Gabelracke (Coracias caudata). Der häufig vorkommende Bewohner des Parks ist ein Verwandter der Blauracke (Coracias garrulus), die ebenfalls im Winter im Park vorkommt und teilweise extrem gut und nah zu fotografieren ist. Mit ein bißchen Glück sieht man eine der Racken, wie soe gerade einen Skorpion, einen Frosch, eine Echse oder eine kleine Schlange jagt.

Im Park gibt es allein bei den Storcharten eine Vielzahl von Arten. Zu nennen sind Nimmersatt (Mycteria ibis), Mohrenklaffschnabel (Anastomus lamelligerus), Schwarzstorch (Ciconia nigra), Sattelstorch (Ephippiorhynchus senegalensis)und Marabu (Leptoptilos crumeniferus). Reiher, Eisvögel, Adler, Tauben, Singvögel, Frankoline, Enten, Regenpfeifer und noch viel mehr prächtige Vögel bereichern die

Toll war aber meine erste Großvogelbegegnung als ich am Südende in den Park hinein fuhr. Schon wenige 100 Meter nach dem Gate sah ich einen großen Vogel auf der asphaltierten Straße stehen. Ja, eindeutig, das ist ein Ohrengeier (Torgos tracheliotus). Super, wenn der uns jetzt direkt zu seinen Artgenossen am Boden führen würde. Den Ohrengeier werde ich erst Jahre später in Bir Schalatein (auch Bir Schalitin, Bir Shalatayn, Al Shalateen) in einem ehemaliges Beduinendorf westlich der ägyptischen Küste des Roten Meeres etwa 250 Kilometer südlich von Marsa Alam sehen.

Am Himmel sehe ich von Zeit zu Zeit einen Schmutzgeier (Neophron percnopterus) kreisen. An Vögeln ist es an dem Tag ansonsten recht mau. Da kommt mir auch mal ein Sprosser (Luscinia luscinia) zu Paß. Eine tolle Überraschung mit einer westpaläarktischen Art.

Das Straßennetz im Krüger Nationalpark gehört wohl zu den besten aller Parks, die ich kenne. Weil die Straßen in so einem guten Zustand sind, lohnt es sich einen eigenen Wagen zu mieten. Die Straßen erleichtern dem Fotografen wirklich die Arbeit. Equipment kann immer griffbereit bereitliegen, da nichts verzurrt werden muß. Angst vor Straßenräubern muß man auch nicht haben. Weil die Straßen aber in so gutem Zustand sind, kennen die Parkbetreiber auch kein Pardon, wenn sie einen Fotografen erwischen, der abseits der Wege fotografiert. Eigentlich gibt es auch gar keinen Grund die Straße zu verlassen, denn je unauffälliger man sich einem Vogel nähert, desto eher wird man ihn auch erfolgreich ablichten können.

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