Veen-Gebiete in den Niederlanden

SchwarzhalstaucherEin Sonnenaufgang im Herbst oder Winter verleiht jeder Landschaft einen ganz eigenen Reiz. Dies gilt umso mehr in Verbindung mit Nebel. Wenn man Glück hat, legt der Tau im Herbst und der winterliche Reif der Landschaft ein glitzerndes Kleid an. Wichtig ist natürlich wie immer in der Naturfotografie, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Ein Lebensraum, der mit seiner Vielfalt an Pflanzen und Tieren immer zu fotografischen Streifzügen verlockt, ist das Moor. In den dichtbesiedelten Niederlanden sind die Veen-Gebiete ein

Besonderes naturfotografisches Erlebnis. Sowohl Tier- als auch Landschaftsfotografen kommen auf ihre Kosten, wenn das morgendliche Dämmerlicht die Landschaft in ein prachtvolles Farbenspiel taucht und nach Sonnenaufgang sich das Leben allmählich regt. In aller Ruhe kann man beobachten, wie sich die Nacht im Dämmerungslicht verabschiedet, das anfangs blaue Continue reading Veen-Gebiete in den Niederlanden

Lerchenparadiese in den Kap-Provinzen Südafrikas

Karoo-LangschnabellercheDie Vielzahl der Lerchenarten ist eine der Besonderheiten des südlichen Afrika. Auch und vor allem die Western Cape Province und die Northern Cape Province bieten beste Voraussetzungen um ein gutes Dutzend Arten zu sehen. Bushmanland, Westküste, Karoo und Namaqualand sind die Regionalnamen der Plätz, die man aufsuchen sollte, um eine große Auswahl an Lerchen sowie einige andere Trockengebietsarten des südlichen Afrika – darunter etliche endemische Arten – zu beobachten.

Das Buschmannland – zum Beispiel – ist eine riesige, dünn besiedelte Halbwüste von vollendeter Schönheit. Die Landschaft ist von steinigen Ebenen geprägt, die verstreut von niedrigen Büschen oder auch Dünenfeldern unterbrochen sind. Die Schönheit der Landschaft wird der ernsthafte Vogelbeobachter genauso schätzen, wie den Reichtum an endemische Arten des südlichen Afrikas. So kommt im Buschmannland die Kalaharilerche (Calendulauda burra) vor. Sie hat im Buschmannland weltweit ihre einzige Verbreitung.

Die Koa-Dünen süd-westlich von Pofadder sind ein besonderer Schwerpunkt der Verbreitung der Continue reading Lerchenparadiese in den Kap-Provinzen Südafrikas

Larks in the Cape Provinces of South Africa

SpikelercheMany species of larks are one of the big treasures of southern Africa. Visits to the Western Cape and the Northern Cape Province provide the best chances for arid country specials like larks. If you want to see an excellent selection of larks in Continental Africa, you have to go for the western and northern part of the Republic of South Africa (RSA). The western part is located along the West coast. The central and northern part is the Bushmanland. Leaving cape town for 200 km, the landscape is characterized by a vast and sparsely populated semi-desert of impressive beauty. Continuing from Clanwilliam northeast towards Loeriesfontein or Brandvlei, you will notice the landscape becoming markedly more arid until you enter Bushmanland. Roadside birding in the morning is always rewarding. Bushmanland stony plains are scattered with low bushes, punctuated by broken country and the occasional dune field. The keen birder can appreciate a great selection of Larks as well as some other southern African endemics. The diversity of larks is marked with more than a dozen species occurring regularly. There are Spike-heeled Lark (Chersomanes albofasciata), Karoo Long-billed Lark (Certhilauda subcoronata), Black-eared Sparrow-Lark (Eremopterix australis), Grey-backed Sparrow-Lark (Eremopterix verticalis), Sabota Lark (Calendulauda sabota), Red Lark (Calendulauda burra), Sclater’s Lark (Spizocorys sclateri) and Continue reading Larks in the Cape Provinces of South Africa

Texel im Winter: Schwanenfotografie

SingschwanDie anmutigsten und majestätischsten Vögel im winterlichen Texel sind die Schwäne. Die südlichste der westfriesischen Inseln ist die Insel Texel. Sie liegt am südwestlichen Rand des Wattenmeeres – schräg oberhalb von Amsterdam. Texel ist leicht zu erreichen, da die Autofähren fast stündlich von Den Helder nach De Horntje auf Texel herüberfahren. Auf Texel herrscht ein allgemein recht mildes Klima, welches sich durch die Auswirkungen des Golfstromes erklärt. Im vorletzten Jahr fuhr ich über Sylvester nach Texel. Ich wollte dort Schwäne beobachten und fotografieren. Als Übernachtungs- und Zielort auf der Insel wählte ich Oost, da sich die meisten Vögel im Nordosten der Insel aufhalten.

Den Preis für die anmutigsten und majestätischsten Vögel haben klar die Schwäne gewonnen. Höcker-, Zwerg- und Singschwäne (Cygnus sp.) sind im Winter immer auf Texel anzutreffen. 95% aller Schwäne auf Texel sollen Zwergschwäne sein, die sich zusammen in einer großen Schar von ca. 200 Tieren aufhalten. Der Zwergschwan (Cygnus columbianus) brütet Continue reading Texel im Winter: Schwanenfotografie

Aleutian Tern on decline?

AleutenseeschwalbeThe cute, delicate Aleutian Tern (Onychoprion aleuticus, formerly Sterna aleutica) breeds entirely in the north Pacific Ocean on the coasts of Sakhalin and Kamchatka, Russia, on islands in the Bering Sea and on the Aleutian Islands. A recent BirdLife article from November 22, 2016 by Andy Symes asks whether this species has to be uplisted to Vulnerable or Endangered.

Aleutian Tern is currently listed as Least Concern on the basis that it was not thought to approach the thresholds for Vulnerable under any of the IUCN Red List criteria. A 2013 status assessment by the U.S. Fish and Wildlife Service compiled new data on Alaskan colonies and suggested that the population at surveyed colonies had declined by 79% since 1995, with perhaps fewer than 5,000 individuals – down from 9,000 to 12,000 birds – in Alaska as a whole.

Recent studies show however, that the majority of the world’s Continue reading Aleutian Tern on decline?

Sichelstrandläufer: Beobachtungen wann und wo?

SichelstrandläuferEin Vogel der hohen Arktis – der Mornellregenpfeifer (Charadrius morinellus oder Eudromias morinellus) – ist vor einiger Zeit bei bird-lens.com besprochen worden. Ein weiterer Brutvogel der hohen Arktis kann vor allem die Vogelbeobachter an den Küsten immer erfreuen. Es handelt sich um den Sichelstrandläufer (Calidris ferruginea). Auch wenn vor allem das wunderschöne, rostrote Brutgefieder des Sichelstrandläufers ein besonderer ästhetischer Anblick ist, so ist doch der Anblick dieses Watvogels in Küstensalzwiesen und Lagunen ein fesselnder Anblick für jedermann. Die Sichelstrandläufer (Calidris ferruginea), die durch Europa ziehen überwintern wohl vor allem in Süd- und Westafrika und Südwesteuropa. Wer also auf Nummer Sicher gehen will, schaut sich diese Limikole in ihrem Winterquartier z.B. an den Ufern des Berg River in der Nähe der Ortschaft Velddrif am Atlantik an. Dabei sind sowohl die trockenfallenen Schlammflächen des Flusses nach der Flut als auch die sogenannten Kliphoek Salinen in der Nähe von Velddrif vielversprechend. Neben Zwergstrandläufer (Calidris minuta) und Continue reading Sichelstrandläufer: Beobachtungen wann und wo?

Lake Tegel as a winter birding destination in Berlin

OhrentaucherDuring migration and in winter waterfowl rest in good numbers on the Tegeler See (a lake just north of Tegel airport). A visit in late January performed with damp and cold conditions at temperatures around 0 degree Celsius. The shore is lined of a crumbling ice. No welcoming weather. No snow nor sunshine will improve the images. But very quickly, this does not matter. A wintering Slavonian Grebe (Podiceps auritus) in the middle of Berlin had been observed due to a message on the local birding website Ornitho.de. This is an opportunity a nature photographer does not want to miss. The Great Malchsee is Continue reading Lake Tegel as a winter birding destination in Berlin

Waldsaatgänse im Havelland

Saatgans Die Havelaue westlich von Hohennauen –  nördlich von Rathenow – ist eine weite Ebene des norddeutschen Tieflandes. Bei Temperaturen um 0° liegt die Landschaft unter einer dicken Hochnebeldecke. Die Luft ist feucht-kalt und das Land liegt still. Die ergiebigen Regenfälle der vergangenen Tage haben die Wiesen überschwemmt. Teils liegen Wiesen und Weiden unter einer brüchigen Eisdecke. Träge fließt die Havel im Hintergrund. Ende Januar konnten direkt von der Straße nach Parey gut 50 Saatgänse (Anser fabalis) gesehen werden. Offensichtlich kamen sie zur Nahrungssuche auf die Felder und Wiesen. Die bevorzugten Übernachtungsplätze müssen wohl die Polder beim Grützer Bogen und Continue reading Waldsaatgänse im Havelland

Raubwürger in Balzstimmung

RaubwürgerIm Brutgebiet lebt der Raubwürger (Lanius excubitor) sehr zurückhaltend. Daher werden die Aufenthaltsräume der Raubwürger von ca. März bis Juli nicht sehr oft entdeckt. Erst zur Zeit der Jungenaufzucht und vor allem kurz nach deren Ausfliegen, ist der Raubwürger besser zu sehen. Dafür wird er im Winter häufiger u.a. in ornitho.de gemeldet. Würde man Balzplätze kennen, wäre dies schon mal ein guter Anhaltspunkt für ein Brutrevier. Bisher hatte ich angenommen, daß der Raubwürger als territoriale Einzelgänger bis ca. Februar/ März mit eher seltenen Kontakten zu Artgenossen im Winterquartier mit Balzverhalten und Gesang eher zurückhaltend sind.

Umso erstaunter war ich, als ich einen balzrufenden Raubwürger in seinem Winterquartier in winterlichen Landschaft beobachten konnte. Hoch auf einem niedrigen Baum an einem Kanal sitzend, rief der Würger einige Male seinen quäkend-quietschenden Ruf. Anschließend flog er auf den Wipfel einer Pappel und Continue reading Raubwürger in Balzstimmung

Kanadakraniche im Sonnenuntergang am Bosque Del Apache NWR

KanadakranichKanadakraniche (Grus canadensis) werden gelegentlich auch aus dem kontinentalen Europa gemeldet. Eigentlich jeden Winter findet man mal ein Exemplar meist mitten zwischen den einheimischen Kranich-Trupps (Grus grus). Wer diese schönen Vögel allerdings in ihrer angestammten Winterheimat finden will, muß sich schon auf einen Interkontinentalflug begeben und am besten in den mittleren Westen fliegen. Im Bosque Del Apache National Wildlife Refuge / New Mexico kommen jeden Abend Kanadakraniche (Grus canadensis) zu den sogenannten “Kranich-Pools”. Nachdem sie den Tag in der Nähe auf Maisfelder mit der Nahrungssuche verbracht haben, wollen sie über Nacht in Sicherheit in den seichten Tümpeln des Reservats stehen. Der Grund ist wohl, daß sie damit in der Dunkelheit bei minimalem Bedrohungspotential durch Kojotenangriffe ausruhen können. Wenn die Sonne am nächsten Morgen aufgegangen ist, putzen sie sich gern noch ein wenig und fliegen schließlich wieder Continue reading Kanadakraniche im Sonnenuntergang am Bosque Del Apache NWR