Haubenlerchen im Schnee im Fläming

HaubenlercheNach einer Woche Minustemperaturen und anschließendem Tauwetter gibt es wieder einen Wintereinbruch mit Schnee in Deutschland. In der letzten Nacht hat es geschneit. Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. An den Straßenrändern taut es aber schon wieder. Die Luft ist kalt und feucht. Die meisten Flächen auf einem ausgedehnten ehemaligen LPG-Gelände liegen an diesem Sonntag still. Die meisten Betonplatten liegen unter einer nur 1 cm dicken Schneedecke. Nur die Wege werden von einem Schneepflug provisorisch geräumt. Das ist zwar noch kein richtiger Winter, aber es liegt Schnee und zwischendurch scheint sogar die Sonne heraus zu kommen. Ideale Bedingungen für eine Erkundungsfahrt in den Niederen Fläming.

An den Toren eines Landwirtschaftsbetriebs, der Nuthequelle Landwirtschaftliche Betriebsgesellschaft mbH, sehe ich dann einen großen Trupp (mind. 40 Ex.) Goldammern (Emberiza citrinella). Dazwischen sind auch 2 Grauammern (Emberiza calandra). Auch Grünfinken (Chloris chloris) sind zu sehen. Die Ammern picken am Straßenrand nach Körnern. Immer wieder fliegen sie in die umliegenden Sträucher und Bäume.

Wenig weiter ist ein Abstellplatz, der auf einer größeren Fläche schneefrei ist. Hier sehe ich dann insgesamt 7 Haubenlerchen (Galerida cristata), die nach anfänglicher Scheu in den Ritzen der Betonplatten nach Nahrung suchen. Auch ein einzelner Feldsperling (Passer montanus) ist kurz zu sehen. Manche laufen aufgeplustert auf dem Schnee und fliegen dann wieder auf einen Dachfirst. Vor allem 2 Individuen scheinen aber wenig Angst zu haben. Sie suchen die Betonplatten intensiv keine 10 Meter vom Auto entfernt ab und stören sich auch nicht an dem Teleobjektiv, das aus dem Fenster heraus ragt. Eine Haubenlerche legt immer wieder Pausen ein, bei der sie sich duckt und manchmal auch den Himmel nach Flugfeinden absucht.

Bei aufmerksamer Betrachtung sind auch Amseln zu sehen. Bei Schnee scheinen sich die Bestände der Amsel (Turdus merula) zu vermehren. Überall sieht man sie von einer Wegseite zur nächsten huschen. Unter jedem zweiten (Nadel-)Baum ist der Boden intensiv aufgekratzt. Die Präferenz für Koniferen ist umverkennbar. Hier wird besonders intensiv umgedreht, gegraben und gepickt.

Es ist auffallend, daß bei ornitho.de regelmäßig Meldungen im Berlin-Brandenburger Raum hauptsächlich tatsächlich aus Berlin, nämlich dem Adlershof stattfinden. So wurden dort Mitte Januar 5 Haubenlerchen (Galerida cristata) oder mindestens 1 Exemplar am WISTA-Gelände (Kaufland Adlershof) gesehen. Typisch ist die Sichtung auf einer Brachfläche am Kaufland Adlershof bei der zwei “normal gefärbte” Exemplare auf einem Trampelpfad im Schnee gesehen wurden. Es gibt aber auch hier immer wieder Unterbrechungen. So berichtet der Beobachter, daß er zuletzt am 15.12.2015 dort Haubenlerchen gesehen hatte; zwischenzeitlich dann keine.

Die Meldungen aus Brandenburg sind dagegen deutlich sporadischer und auch örtlich verstreut. Die Art sollte also vielleicht insgesamt verbreiteter sein, als es die (wenigen) Meldungen aus Brandenburg vermuten lassen.

Um die wachsende Nachfrage nach Top- Aufnahmen der selteneren Arten der Paläarktis befriedigen zu können, hat Bird-lens.com gezielt Reisen an Gebiete wie die Seen Brandenburgs, den Neusiedler See aber auch an entfernte Orte unternommen. Dies alles um exzellente Fotos der Vögel der Westpaläarktis machen zu können. Die Ausbeute an Bildern auch von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das nette Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture- Shop” sehr bald finden werden. Geben Sie mir einfach Bescheid, wenn wir Sie das Bild einer Vogelart benötigen, bevor die neuen Bilder online sind.

 

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