Welche Skua vor Kapstadt?

Antarktis SkuaEin Trip nach Kapstadt muß man einfach mit einem Ausflug auf´s Meer (einem sogenannten pelagic trip off-shore Cape Town) verbinden. Das umso mehr als man hier unten am südlichen Zipfel Afrikas einige Arten trifft, die zwar auf der WP-Liste stehen, in den Gewässern der Westpaläarktis aber ausgesprochene Irrgäste sind. Dazu zählen die südlichen Vertreter der Skuas der Gattung Catharacta.

Der reguläre WP-Vertreter ist die allseits bekannte – wenn auch nur selten an ihren Brutplätzen angetoffene Große Skua, die auch als Große Raubmöwe (Stercorarius skua  bzw. Catharacta skua) gehandelt wird. Auf den WP-Listen taucht aber auch die Antarktikskua (Stercorarius maccormicki), im englischen South Polar Skua genannt, auf. Die dürfte doch weiter südlich viel einfacher zu finden sein.

Insofern war ich recht erwartungsfroh, einen schönen, aufregenden Tag auf See vor Cape Town auf einer pelagische Fahrt zu genießen. Nach dem Ausfahren aus dem Stadthafen von Simon’s Town an diesem frühen Sonntagmorgen nahmen wir sofort Kurs auf die Südspitze der Kaphalbinsel. Es dauerte jedoch eine Weile bis wir in der Ferne einige Fischerboote sahen. Als sich die Konturen konkretisierten, dauerte es aber noch eine Weile. Bis zum ersten Schiff waren wir dann doch gut 2,5 Stunden unterwegs gewesen. Ein Langleinenfischer war der Mittelpunkt einer Szenerie, die auch von einigen Sportfischern genutzt wurde. Hier befindet man sich dann wirklich im Birder-Paradies. Unmittelbar um die Fischerboote konnten wir viele Seevögel kreisend, tauchend, streitend beobachten. Darunter 3 Arten von Albatrossen. Es konnten dabei Shy Albatross, Atlantic Yellow-nosed Albatross und Indian Yellow-nosed Albatross identifiziert werden. Dazwischen immer wieder mal ein White-chinned Petrel (Procellaria aequinoctialis) oder auch ein Dunkler Sturmtaucher (Puffinus griseus). Der Hit ist aber ein ganz toll schwarz-weiß gezeichneter flotter Flieger, der Kapsturmvogel (Daption capense).

Schließlich taucht auch ein Subantarctic Skua (Stercorarius bzw. Catharacta antarctica) im bereits aus dem Nordatlantik von seinem Artgenossen, der Skua (Stercorarius skua) bekannten eleganten Flug auf. Auf Anhieb würde ich keinen Unterschied erkennen. Wenig Schließlich taucht auch ein Subantarctic Skua im bereits aus dem Nordatlantik von seinem Artgenossen bekannten eleganten Flug auf. Auf Anhieb würde ich keinen Unterschied erkennen.  Bei der Terminologie der Großen Skuas (also der Catharacta sp.) geht es anscheinend etwas unübersichtlich her. Ich habe im Internet recht lange gesucht und dann u.a. folgende Lösung gefunden:

Great Skua Catharacta skua

Brown Skua C. antarctica ssp.

Falkland Skua C. a. antarctica

Tristan Skua C. a. hamiltoni

Subantarctic Skua C. a. lonnbergi

Chilean Skua C. chilensis

South Polar Skua C. maccormicki

Da an Bord von Seiten des Skippers und der beiden Guides abwechselnd von Brown Skua bzw. Subantarctic Skua die Rede war, gehe ich mal davon aus, daß es sich bei den Fotos tatsächlich um die in meiner Liste als separte Art geführte Subantarctic Skua (Catharacta antarctica lonnbergi) handelt. Damit fehlt mir also weiterhin der fehlende WP-Irrgast, die Antarktikskua (Stercorarius maccormicki). Immerhin ein toller Trip, der sich voll gelohnt hat.

Um die wachsende Nachfrage nach Top- Aufnahmen der selteneren Arten der Paläarktis zu bewältigen, ist Bird-lens.com bestrebt, das Spektrum der Bilder von Vögeln der Westpaläarktis weiter auszubauen. Trips zu abgelegenen Orten, um Bilder von seltenen Vögeln der Westpaläarktis zu machen, waren sehr erfolgreich. Das schöne Bild einer Skua auf hoher See ist nur ein erster Eindruck, was Sie in der Galerie im  “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

 

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