Seltene Greife auf dem Zug: Falkenbussarde

FalkenbussardFalkenbussarde (Buteo buteo vulpinus) werden nur selten in Ornitho.de gemeldet. Wenn dann ist es ca. Mitte Oktober, wie z.B. am Brielower Ausbau bei Beetzsee im Havelland am 10. Oktober 2015 oder am 28. Oktober 2014 vom Schugetal in der Nähe von Luckau in der Nähe des Spreewalds. Übereinstimmend wird berichtet, daß sich die beobachteten Falkenbussarde kreisenden/ balzenden Mäusebussarden angeschlossen hatten. Auffällig erschien beiden Beobachtern der fehlende Flügelbugfleck, die rostroten Hosen und der ungebänderte (oder nur mit schmaler dunkler Endbinde) Schwanz, der nahezu einfarbig verwaschen hellbraun erschien,
Falkenbussarde sind in den Sommermonaten der südlichen Erdhalbkugel (also unseren Wintermonaten) die häufigsten Greifvögel in Südafrika. Die gilt, insbesondere für die westliche Kapprovinz. Für einen Birdwatcher aus Mitteleuropa ist die Suche nach Falkenbussarden in ihren Winterquartieren in Südafrika vielleicht die einfachste Weise, diese Mäusebussard-Subspezies zu sehen und zu fotografieren.

Mäusebussarde der Nominatform (Buteo buteo buteo) zeichnen sich durch ihren kompakten und wohl proportionierten Körperbau mit einem breiten Kopf und kurzen Hals aus. Im Vergleich mit dem ebenfalls ziehenden Wespenbussard (Pernis apivorus) sind die Flügel breiter und der Schwanz erscheint kürzer. Wie beim Wespenbussard ist das Gefieder sehr variabel und reicht von weitgehend dunkel bis weitgehend weiß. Der Mäusebussard kreist auf angehobenen Schwingen. Der Mäusebussard kommt praktisch überall in Europa vor. Ausnahmen bilden nur einige nordatlantische Inseln (Island, Färöer, Irland) und vor allem das nördliche Skandinavien. Besonders die nördlichen Populationen ziehen ab ca. September/ Oktober nach Süden in die Mittelmeerregion und Nordwestafrika.

Der Falkenbussarde (Buteo buteo vulpinus) ist ein noch typischerer Zugvogel. Er überwintert hauptsächlich in Afrika und ist auf dem Durchzug im Osten und Süden Europas, dem Nahen Osten und Nordafrika zu sehen. Er weist eine ähnliche Körperstruktur wie der Mäusebussard auf, wenn er auch durchschnittlich längere Flügel aufweist und langschwänziger ist. In der Regel wirkt er recht hell. Die Gefiedervariabilität ist da, aber viel weniger als beim Mäusebussard vorhanden.
Der Falkenbussard kann mit Mäusebussard verwechselt werden. Vor allem die westlichen Populationen in der Region von Finnland südlich zum Balkan sind eher schwierig zu unterscheiden, aber im allgemeinen ist der Falkenbussard leichter von seinem Artgenossen zu unterscheiden als die meisten Unterarten anderer Greifvögel. Typischerweise wird der Falkenbussarde in der Tat eher fälschlich als Adlerbussard (Buteo rufinus) angesprochen, obwohl er deutlich kleiner als diese Art ist und vor allem eine viel kürzere Spannweite aufweist. Das wirkt sich auch auf den Flug auf, der wenige tiefe Flügelschläge aufweist. Der Adlerbussard hat in der Regel auch einen helleren Kopf und Brust und einen viel dunkleren Bauch, sowie mehr Kontrast auf Oberseite zwischen Hinterteil und Schwanz und zwischen Flügeldecken und Flugfedern. Beim Adlerbussard fehlt oft auch jede Spur einer Streifung, was beim Falkenbussard nur selten der Fall ist. Die vorherrschende Tönung reicht normalerweise von einem Rotorange auf der Unterseite bis zu einem Zimt-Orange auf dem Schwanz.

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