Wespenbussardbeobachtung im Flug

WespenbussardDer Wespenbussardzug ist ein beeindruckendes Schauspiel. Der interessierte Beobachter wird normalerweise schon viel Zeit, Geld und Reisestrecke investiert haben, um eine gute Beobachtungsstelle – wie z.B. die Insel Fehmarn im September – zu erreichen. Da stellt man dann häufig fest, daß Greife doch sehr weit entfernt vorbeiziehen und/oder das Wetter einen Schönwetterflug in hohen Luftschichten ermöglicht, der die Wespenbussarde (Pernis apivorus) hoch am Himmel erscheinen läßt. Die Silhouette und der Flugeindruck sind dann die einzigen Anhaltspunkte bei der Bestimmung. Die in der Fotogalerie gezeigte hohe Variabilität der Federkleider machen die richtige Identifikation auch nicht leichter. Dabei soll dieser kleine Blog helfen.

Der erfahrene Beobachter des Wespenbussardzugs scheint sich in der Identifikation auf die Kombination verschiedener Flugmerkmale anderer Greife zu verlassen. Beim Wespenbussard (Pernis apivorus) sind zum einen Flugmerkmale in der Art von Milanen (Milvus sp.) mit Merkmalen der Gattung Buteo (allgemein: Bussarde) zu nenne. Hier stellt sich also die Frage: Was genau sollte man sich ansehen, wenn man Charakteristika von Milanen oder/ und von Bussarden abgleicht? Daher die Frage: Fliegt er in der Art von Milanen oder in der Art der Bussarde?

So weisen Wespenbussarde einen recht langen Schwanz auf, der gekonnt im Flug verdreht wird. Dies führt, wie beim Roten Milan (Milvus milvus), zu einer beeindruckende Wendigkeit. Die Flügel des Wespenbussards sind lang und spitzer als bei Mäusebussarden (Buteo buteo). Im Flug sind die Flügel leicht nach unten gebogen. Der Streckenflug im aktiven Flug findet mit tiefen und kräftigen Flügelschlägen statt. Allerdings fehlen einige weihenähnliche Merkmale im Flug des Wespenbussards. So fehlen die vorstehenden Karpalgelenke und die leichte Absenkung des Kopfs und des langen Schwanzes im Schwebeflug. Man kann geteilter Meinung darüber sein, ob die Flügel des Wespenbussards nun wirklich so breit (wie in der Gattung Buteo) wirken oder doch den schmaleren Flügelformen der Weihen gleichen. Tatsächlich ist die scheinbare Breite der Flügel sehr variabel. Sie ist nämlich abhängig von der jeweiligen Flugweise. Beim Flug in der Thermik, beim Sich-hochtragen-lassen, werden die Flügel ausgebreitet, im gleitenden Sinkflug werden sie schmal gehalten. Zusammenfassend kann man vielleicht sagen, daß Wespenbussarde tatsächlich Bussard-ähnlich aussehen, wenn sie aufsteigen und sich im Steigflug tragen lassen und ähnlich wie Milane aussehen, wenn sie gleiten und wenn sie aktiv fliegen.

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