Blauracken (Coracias garrulus): Fotografie in der Brutzeit

BlaurackeBlauracken (Coracias garrulus) sind nicht nur wegen ihrer rasanten, ausgelassenen Balzflüge ein bevorzugtes Fotografierobjekt. Auch im Sitzen wirken sie mit ihrer ganzen Schönheit in tintenblau, violett, himmelblau und Grautönen sehr fotogen. Ein guter Platz für sitzende Blauracken ist die nähere Umgebung der Brutröhre, wo sich Blauracken gerne auf bevorzugten sitzwarten – gerne auch mit Nahrung im Schnabel – ablichten lassen.

Wenn die Eiablage beginnt, sollte man den unmittelbaren Brutstandort insbesondere aus Gründen des Artenschutzes meiden. An der Bruthöhle sind auch keine überragenden Aufnahmen möglich. Die Blauracke schlüpft während Brut- und Fütterungsphase schnell in die

Höhle, um sie ebenso rasant wieder zu verlassen. Gute Erfahrungen habe ich mit dem Vorbereiten von Sitzwarten gemacht. So entdeckten wir entlang einer wenig befahrenen Landstraße in Bulgarien eine Blauracke (Coracias garrulus). Sie war ziemlich scheu und bei weitem nicht so mutig wie der Wiedehopf (Upupa epops), der direkt neben dem Straßenrand auf Beutefang ging. Mein Guide nahm aber an, dass sich die Brutröhre ganz in der Nähe befände. Zuerst wollten wir das Auto als Hide nutzen. Aber der Vogel ließ sich nicht blicken. Vielleicht waren wir zu nahe dran. Am nächsten Tag waren wir früh am Morgen wieder da. Diesmal wollten wir ein temporäres Versteck gegenüber der Stelle wo wir die Blauracke entdeckt hatten, aufstellen. Gesagt, getan! Geduld war allerdings gefragt. Nach ein paar Stunden des Wartens war es aber doch geschafft, auch diese Racke zu fotografieren

Die Wahl des richtigen Zeitpunktes im Balz- und Brutablauf von Blauracken ist von großer Bedeutung. Wenn die Vögel ihre Reviere beziehen, kommt es zu Auseinandersetzungen und spektakulären Balzflügen. Dann sind die ansonsten eher scheuen Vögel zu überlisten. Vorheriges Beobachten mit dem Fernglas ergibt Hinweise auf Lieblingswarten, an denen der Ansitz erfolgversprechend ist. Auch das Höhlenanzeigen ist bei Blauracken weitverbreitet.

Sehr interessant ist oft die Phase nach der Brut. Zwar sind die adulten Tiere nicht mehr ganz so farbenprächtig und die Jungvögel auch matter gefärbt, aber die Blauracken streifen dann in Familienverbänden umher. Im August werden Mähwiesen bevorzugt, um Heuschrecken zu erbeuten. Gute Plätze sind die Steineichen-Dehesa in der Estremadura und die Weiten der ungarischen Pußta. Zwischen Donau und Theiß und östlich davon konnte sich die Art noch ganz gut halten. Gute Gelegenheiten bestehen – wie oben beschrieben – auch für die süd-östlichen Länder Rumänien und Bulgarien.

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