Fuchs von Kornweihe gejagt

FuchsDer kalte Ostwind pfeift kühl über das flache Land. Dicke Nebelschwaden verdecken den Himmel. Die Dämmerung hat gerade erst dem ersten Morgenlicht Platz gemacht. Außer ein paar Mäusebussarden (Buteo buteo) und Rauhfußbussarden (Buteo lagopus) zeigt das weite Land wenig Leben. Doch da: ein Fuchs versucht die Wiesen möglichst unbehelligt von einem seiner Jagdgebiete zum nächsten Revier zu überbrücken. Da kommt die scheinbar ungestörte Weide gerade recht. Also schnürt er los. Doch ganz unbemerkt ist seine Anwesenheit nicht geblieben. Was ist das nur? Er sichert und beobachtet sorgsam den Luftraum. Da kommt schon eine weibliche Kornweihe (Circus cyaneus) im niedrigen Flug, verringert nochmals die Flughöhe, kreist einmal  und attackiert ihn dann. Das hätte der Fuchs nicht gedacht. Dann auch noch dieses Klack-Klack-Geräusch aus dem Beobachtungsturm gegenüber. Was zu viel ist, ist zu viel. So denkt wohl der Fuchs und fällt in einen galoppierenden Lauf. Als er nach ca. 100m noch einmal anhält, wird er von der Kornweihe direkt wieder angegangen. Eilig sucht er das Weite.

Es ist im Nachhinein nicht ganz klar, ob die Kornweihe den Fuchs tatsächlich als Bedrohung angesehen hat, sie ihn als Nahrungskonkurrenten vertreiben, oder einfach nur ihre Flugkünste unter Beweis stellte wollte. Anschließend jedenfalls erprobte dieses Kornweihen-Weibchen ihre Flugkünste bei ausgedehnten Aufscheuch- und Verfolgungsjagden auf die reichlich im Gebiet vorhandenen Nebelkrähen (Corvus cornix). Ihre Artgenossen ließen sich ebenfalls nicht zweimal bitten. Die Krähen wurden mit Wonne aufgescheucht um dann mit flinken Wendungen zuerst aufgescheucht und wenn sich die Krähen auf den Luftkampf einließen anschließend locker im Verfolgungsflug abgehängt. Die wenigen, verbleibenden Kiebitze (Vanellus vanellus) des Gebietes wurden vor Anflügen ebenso wenig verschont wie die kleinen Starentrupps (Sturnus vulgaris).

Das Havelländische Luch bei Buckow – westlich von Berlin – stellt eine einzigartige Niederungslandschaft dar. Landläufig bekannt als das beste Gebiet Deutschlands um Großtrappen zu beobachten, stellt dieses Gebiet im Winter Überwinterungshabitate vor allem für Greife zur Verfügung. Verschiedene Arten von fliegenden Beutegreifern wie Roter Milan (Milvus milvus), Kornweihe (Circus cyaneus), Mäusebussard (Buteo buteo), Rauhfußbussard (Buteo lagopus), Merlin (Falco columbarius) und auch mal eine Sumpfohreule (Asio flammeus) nutzen die Vielfalt der Wiesen, Weiden und Äcker um hier ihre Wintermahlzeit abzuholen. Auch der Seeadler (Haliaeetus albicilla) ist Nahrungsgast.

Im Herbst suchen Kraniche (Grus grus) und 180.000 Wasservögel ihre Rast- und Sammelplätze im Naturpark Westhavelland auf. Besonders ergiebig ist das Havelländische Luch bei Buckow. Beobachtungstürme wie der oben beschriebene Turm bei Garlitz bieten Beobachtern hervorragende Möglichkeiten, die Vogelwelt zu erleben.

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