Purpurreiher am Schlappeswörth

Purpurreiher, juvenilDie Erde auf dem Weg dampft noch von den sintflutartigen Regenfällen der vorangegangenen Tage. Heute soll es aber mal wieder sonnigeres Spätsommerwetter geben. Nun sind immerhin ein paar Sterne am Himmel zu sehen. Ein paar Wolkenlücken sind zu sehen. Es könnte doch noch ein schöner Morgen werden. Vor 6:00 mache ich mich vom Parkplatz in Erfelden auf den Weg. Das Ziel ist das Schlappeswörth, mitten im Kerngebiet der Rheininsel Kühkopf, die als Naturschutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue schon seit 1952 dem Naturschutz zugeführt wurde. Das Schlappeswörth gehörte mit zu den ersten Gebieten, die als Naturreservatsflächen ausgewiesen wurden. Auch heute besteht ein allgemeines, ganzjähriges Betretungsverbot. Das Schlappeswörth ist ein besonderes Vogelparadies, das von einem Beobachtungsstand eingesehen werden kann.  Auf dem Weg zur Hütte rief – noch in der frühen Morgendämmerung – der Waldkauz (Strix aluco). Gegen 6:15 erreichte ich den Unterstand und setzte mich ganz ruhig auf die Bank. Einige Reiher waren schon aktiv. Zuerst waren aber nur Graureiher (Ardea cinerea)  und vor allem Silberreiher (Ardea alba) zu sehen. Vor allem die Silberreiher verhielten sich sehr aggressiv gegeneinander. Ein Zwergtaucher (Tachybaptus ruficollis) konnte dann wunderbar beim Laufen über die Wasserfläche im Morgenlicht fotografiert werden.

Gegen 6:45 fiel mir in einer Ecke ein Reiher auf, der für einen Graureiher trotz des diesigen Lichts am Morgen einen Stich ins bräunlichen zu haben schien. Der Blick durch das Spektiv bestätigte die Vermutung: Purpurreiher (Ardea purpurea). So wie ich sehen konnte, ein adultes Exemplar.

Wenig später flog dann eindeutig ein junger Purpurreiher direkt an der Beobachtungshütte vorbei. Es war nun 7:00. Das Bild des Blogs ist der Beweis. Einen jungen Purpurreiher im Flug hatte ich auch noch nicht fotografieren können. Das frühe Aufstehen und die vielen Moskitostiche hatten sich also gelohnt. Wenig später konnte ich sehen, wie der junge Purpurreiher von einer Warte nicht weit von der Hütte gen Osten abflog und bis 9:00 nicht wieder auftauchte.

Das Gebiet des Naturschutzgebiets Kühkopf-Knoblochsaue ist riesig und es wird empfohlen, sich eine Karte aus dem Internet zu downloaden, auszudrucken und damit zu wandern – oder Rad zu fahren. Man sollte auch ein GPS verwenden, um nicht verloren zu gehen. Wie auch immer, wie bereits in einem der vorherigen (englischen) Blogs erwähnt, ist dieses Reservat ein echte Naturgebiet in einer ansonsten dicht besiedelten Landschaft. Es gibt einige Störungen durch Jogger oder Leute, die mit ihren Hunden zu gehen. Daher ist es sicher ein guter Rat, früh am Morgen unterwegs zu sein. Mann man das Gebiet mit dem Fahrrad erkundet, kann man nach dem Besuch des Reservats am Nachmittag im schönen Biergarten am Forsthaus Kühkopf Rast machen.

Ein großes Problem in der ganzen weiteren Gegend – aber beim Kühkopf insbesondere – ist im Sommer nicht zu vernachlässigen. Dies sind die Mücken und es wird empfohlen, dass Besucher sich mit einem starken Insektenabwehrmittel auf Tour begeben. Der unmittelbare Zugang zu den sensibelsten Gebieten ist verboten. Teilweise wurde der Weg verändert, um Besucher z.B. aus den nördlichen Schilfflächen fern zu halten. Bitte halten Sie sich an das Wegegebot!

Um die wachsende Nachfrage nach Top- Aufnahmen der selteneren Arten der Paläarktis befriedigen zu können, hat Bird-lens.com gezielt Reisen an Gebiete wie die Seen Brandenburgs, den Neusiedler See aber auch an entfernte Orte unternommen. Dies alles um exzellente Fotos der Vögel der Westpaläarktis machen zu können. Die Ausbeute an Bildern auch von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schönes Bild des Blog ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture- Shop”  sehr bald finden werden. Geben Sie mir einfach Bescheid, wenn wir Sie das Bild einer Vogelart benötigen, bevor die neuen Bilder online sind.

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