Orange-tufted Sunbird in the Cameroon Mountains

BouviernektarvogelThe hilly area with the lush greenery, the fern bushes and the tree strips gives an impression of Scotland. In addition, it is – at least for African conditions – really pleasant tempered, not to say cool.

This should be a top spot for nectar birds? My doubt is answered within minutes. The sunbirds to be seen in the further course are almost all new for the trip. First, a rather inconspicuous yellow-olive Sunbird can be seen. It appears on the edge of a bush below as in the valley. As inconspicuous as only a female of a sunbird can be. Whether it is large or small, is hard to judge in the distance. But our guide is very experienced and he announce the rare Orange-tufted Sunbird (Cinnyris bouvieri) as a newcomer for our trip list. A little later, a “colleague” of this species appears. Oh, well, it has more colors to offer. The wing shoulder or the leading edges of the wings are dazzling green and the tail dark blue at the base. Otherwise, the Continue reading Orange-tufted Sunbird in the Cameroon Mountains

Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

DoppelschnepfeEs ist 22:21 als ich das erste Mal die klickenden Laute der Doppelschnepfe (Gallinago media) höre. Ich traue meinen Ohren nicht. Aber ein 6 Minuten später ist der Ruf schon wieder zu hören. Das ist ja deutlich früher als gestern. Vielleicht werde ich ja doch noch mit Tageslicht fündig. Dann sehe ich die Doppelschnepfe auch. Plötzlich steht sie da. Mitten auf dem Balzplatz putzt sie sich erstmal ausgiebig. Ich kann die ganze Zeit draufhalten. Die Sonne ist natürlich schon längst in einem dicken, roten Ball im Westen untergegangen. Aber die Tage sind lang in Estland, dem nördlichsten der baltischen Staaten. Tallinn liegt ungefähr auf der Höhe Stockholms. Das Licht ist also noch einigermaßen auskömmlich.

Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras. Die Vegetation direkt vor dem Tarnzelt ist zwar gemäht. Aber jenseits der offeneren Korridore geht der Bewuchs in eine dichtwüchsige Mähwiese über.

Nach dem ausführlichen Putzen, bei dem die Doppelschnepfe immer wieder über den Rücken in meine Richtung schaut und sich absichert, werden die schon mal  gespreizt und in Position gebracht. Schön sind die weißen Schwanzspitzen und der kastanienbraune Absatz des Schwanzes zu erkennen. Dann fängt sie an zu balzen. Ein „Kollege“ antwortet aus dem hohen Gras.

Leider wird das Licht innerhalb recht kurzer Zeit schlechter sodaß ich fürchte, früher als geplant, auf Blitzfotografie ausweichen zu müssen. Für die „normale“ Fotografie ist es schon fast zu dunkel. Anfangs starte ich mit 1/60 sec und muß dann auch noch runter auf 1/15 sec.. Zum Glück gibt es den Live-View-Modus. Damit kann ich das Geschehen auf dem Monitor verfolgen, was tatsächlich deutlich einfacher geht. Dann ist es einfach zu dunkel. Die Kamera tut sich jedoch mit dem Blitz und im Live-View-Modus erstaunlich leicht. In der Doppelschnepfen-Galerie ist das Ergebnis dieses wunderschönen Abends zu bewundern. Ich stelle den Blitz von Continue reading Fotografie der Doppelschnepfe am Balzplatz

Steppenkiebitz im Spreewald

SteppenkiebitzSeit mindestens dem 10. Juni 2018, hält sich inmitten des Teichgebiets der Schlepziger Teiche, nördlich von Lübben (Spreewald) ein adulter Steppenkiebitz (Vanellus gregarius) im Prachtkleid auf.  Er stand mit mit ca. 80 Kiebitzen (Vanellus vanellus) im hinteren Teil des Lachsluch 2, einem der fächerförmig angelegten Fischzuchtbecken, die am Rand trockengefallen waren und erkennbar Schlammbänke freigelegt hatten. Der Sommer ist noch frisch; daher gab es nur schmale Schlammränder, die dann aber auch vollumfänglich genutzt wurden. Die Limikolen  – also Kiebitze – sind quasi auf diesen Teich angewiesen um zu Baden und zu Ruhen. Denn alle anderen Teiche in der Umgebung sind gut gefüllt.

Auch am heutigen Sonntag hielt sich diese Ausnahmeerscheinung zwischen anderen Limikolen, Möwen und Enten auf einer trocken gefallenen Schlammbank vor einem Schilfgürtel auf. Der Steppenkiebitz konnte heute um die Mittagszeit ausführlicher – wenn auch in weiter Ferne – gesehen werden. Der Steppenkiebitz mit seinem beige-braunen Gefieder und dem schwarzen Bauch hebt sich gut von den grün-weißen Kiebitzen ab und ist daher – trotz der Entfernung – gut auch mit dem Fernglas zu entdecken. Zur Betrachtung sollte dennoch ein Spektiv herangezogen werden.

Nachdem in den letzten Tagen schon einige Birder vor Ort waren, konnte auch Continue reading Steppenkiebitz im Spreewald

Vogel- und Tierwelt am Bollenberg/ Elsass

BienenfresserDie Steppe scheint sich bis zum Horizont zu erstrecken. Gras in gedämpftem Grün, die Luft vibriert vom Gesang der Feldlerchen (Alauda arvensis) und Grillen. Aus der lückigen Vegetation leuchten Blumen in satten Farben. Doch man befindet sich weder in der Provence noch in der Toskana sondern am Bollenberg, in der Vorbergzone der Vogesen am Rand der südlichen Oberrheinebene. In der Nachbarschaft der Stadt Rouffach und der Dörfer Westhalten und Osenbach, etwa 25 km südlich von Colmar, gibt es noch Reste einer Kulturlandschaft, die anderswo schon längst der Flurbereinigung zum Opfer gefallen ist. Das Gebiet weist ein Mosaik aus Weinbergen, Flaumeichenwäldern, Trockenrasen, niedrigen Gebüsch, Lesesteinhaufen, Hohlwegen, Löß-Steilwänden und  Trockenmauern aif. Hier leben viele Tiere und Pflanzen, die vor vielen 1.000 Jahren aus dem Mittelmeerraum an den Oberrhein gewandert sind. Dazu gehören die meisten Orchideen, aber auch die Smaragdeidechse (Lacerta bilineata) und vielleicht der Bienenfresser (Merops apiaster).

Der Bienenfresser brütet seit spätestens 1990 wieder alljährlich in der Oberrheinebene, nicht nur am Kaiserstuhl im südlichen Baden-Württemberg. Die Bienenfresser brüteten verteilt über weite Bereiche des Kaiserstuhls. Nur vereinzelt beträgt die Entfernung Continue reading Vogel- und Tierwelt am Bollenberg/ Elsass

Mittelspechte im Auwald

Vogelstimmen tönen durch den frühlingshaften Wald. Darunter ein merkwürdig quäkender Ruf. Er gehört dem Mittelspecht (Dendrocopus medius). Auf den ersten Blick könnte man ihn mit dem etwas größeren Buntspecht verwechseln. Aber die rote Kopfplatte und das rosa überhauchte Bauch- und Flankengefieder lassen doch eine sichere Unterscheidung zu. Der Mittelspecht ist ein typischer Auwaldvogel, der seine Bruthöhlen am liebsten in starken Ästen alter Stieleichen anlegt. Gerne legt der Mittelspecht seine Bruthöhle in Stämmen oder starken Ästen von geschädigtem oder faulem Holz an. Dort legt er ab Mitte April 5-6 weiße Eier Auch bei der Nahrungsbeschaffung spielen alte Eichen für ihn eine wichtige Rolle, denn in ihren Baumkronen und der reich strukturierten Borke leben unzählige Insekten.

Der Mittelspecht ist neben reich gegliederten Laubwäldern (vorzugsweise mit Eichen) auch auf ein mildes Klima angewiesen. In Bezug auf seine Nahrungsaufnahme hat der Mittelspecht ein deutlich anderes Verhaltensrepertoire als beispielsweise der Buntspecht (Dendrocopos major). So stochert der Mittelspecht eher Continue reading Mittelspechte im Auwald

Great snipe on a lek in Estonia

DoppelschnepfeTo photograph a male Great Snipe (Gallinago media) displaying on a lek in the wide-stretched lowlands of northern Middle Europe, was the target. In a project in collaboration with scientists from Estonian University of Life Sciences is was possible to perform this task in one of the remaining habitats which used to be so typical for this species. It occurred until the 19th century in the Netherlands, Germany, Denmark, Finland and the lowlands of Sweden and Norway – sometimes in remarkable abundancy.

Whereas in the western parts of Middle Europe the loss and deterioration of important floodplain meadow and marshland habitat led numbers of Great Snipe decline dramatically, wide river valleys with extensive grassy meadows are still existent in the low-populated Estonia.

As mentioned, the main objective of a trip to Estonia was, to photograph the Great Snipe in its ancestral habitat, the lowlands of Continue reading Great snipe on a lek in Estonia

Streit bei Bruchwasserläufern

BruchwasserläuferFotoarbeiten mit Limikolen haben ihren ganz besonderen Reiz. Zahlreich sind sie während der Zugzeiten in Mitteleuropa zu beobachten. Dann sind auch mal spektakuläre Aufnahmen praktisch auf Augenhöhe möglich. Es ist noch dunkel als ich in dem Feuchtgebiet ankomme. Die Sterne schimmern zwar am Firmament; es scheint aber doch recht diesig zu sein. Es ist noch dunkel, wenn auch die Dämmerung nicht mehr weit ist.

Ich lege mich lang hin auf eine Luftmatratze. Ein Bruchwasserläufer (Tringa glareola) kommt als erster auf der nahrungsreichen Flachwasserzone einiger Ponds an. Sofort fängt er an zu stochern und kommt immer wieder formatfüllend am Fotografen vorbei. Es ist nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten. Ein Tarntuch habe ich mir über den Kopf gezogen und dann auch noch den Hut drauf. So bin ich zwar von den Umrissen nicht als Mensch auszumachen, aber der Überblick ist dadurch natürlich erschwert. Man guckt eben immer nur mit dem verengten Winkel des 600er.

Als nächstes kommt ein kleiner weißer Bursche angeflogen. Es ist ein Zwergstrandläufer (Calidris minuta), der ebenfalls ausgiebig am Rand der Pfütze – eher auf dem Sand selber – nach Nahrung sucht. Dann kommt ein weiterer Bruchwasserläufer angeflogen. Es dauert nicht lange, dann stellt der Bruchwasserläufer, der zuerst an der Pfütze war, fest, daß dieses Revier viel zu klein für 2 Bruchwasserläufer ist. Ein kurzes Gegenüberstehen, die Flügel Continue reading Streit bei Bruchwasserläufern

Auf die Kehle kommt es an: Schwarzkehlchen

Schwarzkehlchen (europ.)In der Reihe von Rotkehlchen (Erithacus rubecula), Braunkehlchen (Saxicola rubetra) und Blaukehlchen (Luscinia svecica) darf das (europäische) Schwarzkehlchen (Saxicola rubicola) natürlich nicht fehlen. Es ist auf Anhieb in einem ähnlichen Habitat zu Hause wie das Braunkehlchen. In einer offenen, buschreichen Landschaft mit überwiegend kargem Bewuchs lebt dieser Sänger, der in Gestalt und Verhalten dem Braunkehlchen sehr ähnlich ist. Das auffallend kontrastreich gefärbte Männchen unterscheidet sich vom männlichen Braunkehlchen durch den schwarzen Kopf und die weißen Halsseiten. Außerdem fehlt der hellen Streifen über dem Auge wie er beim Braunkehlchen zu finden ist. Das Schwarzkehlchen sitzt meistens auf dem Boden oder noch häufiger auf einer exponierten Buschspitze. Es singt von seiner Warte aus oder präsentiert sich ebenfalls im Singflug. Das kontrastreich gefärbte Schwarzkehlchen trägt sein Lied häufig von der Spitze eines einzeln stehenden Busches in der ansonsten offenen Landschaft vor.

Der Bestand dieser Art hat, wie bei vielen anderen Ödland- und Wiesenbrütern auch, stark abgenommen, da sein Lebensraum, die Continue reading Auf die Kehle kommt es an: Schwarzkehlchen

Raufusshühner im Toten Gebirge

AlpenschneehuhnSchroffe Gipfel und unzählige, glasklare Gebirgsseen, die inmitten idyllischer Almen liegen, prägen das Tote Gebirge. Das ganze Jahr über, aber besonders im Herbst, bietet das Tote Gebirge Fotomotive in Hülle und Fülle. Sie lassen das Herz jedes Naturfotografen höher schlagen. Von manchem Berg im Toten Gebirge bietet sich ein herrlicher Blick auf das gegenüberliegende Dachstein-Massiv.

Das Tote Gebirge beherbergt eine für die subalpine und alpine Höhenstufe der Alpen typische Artengarnitur. Aus dem Toten Gebirge liegen zwar die Ergebnisse mehrerer vogelkundlicher Untersuchungen vor. Eine zusammenfassende Bewertung des Gebiets ist derzeit aber noch nicht möglich. Aufgrund der Größe des Gebietes sind jedoch repräsentative Populationen typischer Arten und Vogelgemeinschaften der hochmontanen, subalpinen und alpinen Stufe erfasst.

Das Tote Gebirge liegt im Herzen Österreichs und ist das Grenzgebirge zwischen den Bundesländern Steiermark und Oberösterreich. Die gewaltige, stark zerfurchte Urlandschaft stellt mit einer Fläche von nahezu 400 Quadratkilometern die größte Karstfläche der Ostalpen dar. Sie ist geprägt von den saftig grünen Continue reading Raufusshühner im Toten Gebirge

The Black Scrub-Robin, a rare Western Palearctic bird

RussheckensängerDry Sahel seems to be a hostile living environment in the dry season. Nevertheless it is home to a charismatic species found across the Sahel region of sub-Saharan Africa from Senegal east to the Red Sea coast of Sudan and Eritrea I Africa: the Black Bush Robin or Black Scrub-Robin (Cercotrichas podobe), an inhabitant of the hot arid subdesert and savanna with scattered shrubs or acacia bushes and groves of date palms.

During a Rockjumper-tour to bird northern Cameroon in April 2017, bird-lens.com also visited the wide Sahel belt in the northern part of Cameroon. Bird companions in the area going up to Waza NP are the Quail Plover or Lark Buttonquail (Ortyxelos meiffrenii), Scissor-tailed Kite (Chelictinia riocourii), Black-headed Lapwing (Vanellus tectus) and the Cricket Warbler or Cricket Longtail (Spiloptila clamans).

Normally shortly after we left the car, at least one individual of a Black Scrub-Robin could be detected in or besides the low, thorny shrubbery.

The Black Bush Robin is a long-legged scrub-robin with long, graduated and usually high-cocked tail. The nominate race is greyish-black, with black rump, wings and tail. It is said to be common or very common across the majority of its range. Within this range it is generally considered resident, although short-distance migratory movements evidently occur, as the species is documented as a regular winter visitor south to Ethiopia and Continue reading The Black Scrub-Robin, a rare Western Palearctic bird

Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

HalsbandwürgerEine Expedition zum Halsbandwürger (Telophorus kupeensis)  in die Bakossi Mountains konnte im Februar 2018 erfolgreich abgeschlossen werden. Nach einem erfolglosen ersten Tag auf Expedition konnten am Ende des 2. Tages dann insgesamt 7 Individuen des Halsbandwürgers „encountered“; davon 4 Sichtungen und 3 weitere Exemplare, die an anderer Stelle nur gehört wurden. Das ist umso bemerkenswerter als man bisher davon ausgegangen war, daß die Population winzig sei und sich auf ca. 25 Individuen beschränken würde.

Callan Cohen und Michael Mills im ABC Bulletin 9.2 vom August 2002 schreiben, daß der hübsche auffällige Halsbandwürger einer der weltweit seltensten Vogelarten und eine der berühmtesten Vogelarten in Westafrika ist. Die Art wurde vom Naturforscher William Serle von den Hängen des Mount Kupé im Jahr 1951 beschrieben. Die Art blieb dann aber unerkannt, bis sie 1989 wiederentdeckt wurde.

Die Wiederentdeckung führte zu einer Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien des offensichtlich vom Aussterben bedrohten Halsbandwürgers. Nur sieben Paare wurden trotz jahrelanger intensiver Arbeit gefunden, aber die Erforschung der angrenzenden Berge führte kürzlich zur Entdeckung kleinerer Populationen in zwei nahe gelegenen Waldgebieten.

Callan Cohen und Michael Mills schreiben, daß trotz der vielen Ornithologen und Vogelbeobachter, die das Gebiet besuchen, Continue reading Vorkommen des Halsbandwürger (Telophorus kupeensis) in den Bakossi Mountains/ Kamerun

Dickschnabellummen auf dem Frühjahrszug im Westen Alaskas

GelbschopflundDer Frühjahrszug im Westen Alaskas läßt sich am besten von St. Lawrence beobachten. Gambell ist dabei wirklich das Eldorado für Vogelfotografen und Freitzeit-Birder. Eine der Besonderheiten sind die kopfstarken Trupps der Dickschnabellumme (Uria lomvia). Der Vogel hat wie alle Alkenvögel einen länglichen Körper, die Vögel wirken aber doch pummeliger und durchaus tonnenförmig. Dickschnabellumme schlagen beim Zug entlang der Küste schnell mit den Flügeln und vollziehen teilweise abrupte Richtungsänderungen. Von den wendigen Manövern abgesehen, ist der Flug gerade und entspricht dem, was man von Alken sonst so gewohnt ist. Immer wieder ziehen sie zu Dutzenden – häufig in V-Form –in einiger Entfernung vom Strand vorbei. Andere Seevögel, gerade die Enten, kommen da deutlich näher an „The Point“ heran, um diese Landspitze zu umfliegen. Immer wieder sind andere Vögel in den Dickschnabellummen-Trupps involviert. Manchmal sind es Trottellummen (Uria aalge). Die Dickschnabellumme wirkt jedoch Continue reading Dickschnabellummen auf dem Frühjahrszug im Westen Alaskas

Images of birds for science & public; Western Palaearctic & the World