Pygmy Cormorant (Phalacrocorax pygmaeus) in Germany

ZwergscharbeIn size between a Eurasian Coot (Fulica atra) and a Great Cormorant (Phalacrocorax carbo) and black as well. Pygmy Cormorants are increasingly a sighting in Germany.  Right now, a Pygmy Cormorant has been reported from Stotternheimer See near Erfurt. Several images show, as the Pygmy Cormorant swims, rest and starts from the water in front of reeds on this lake in Thuringia. Before, this species – maybe the same bird – was reported from the southern bay of Sulzer Lake which is also close to Erfurt. The bird was always good to see from the 3rd  to the 11th of December 2018. Pygmy Cormorants found in Thuringia fit very well into the picture of a more frequent occurrence of the bird species in Central Europe starting from the years 2000, as reports from the Netherlands, Austria, Switzerland, from the Bodensee and from Germany. Scientists suspect that this phenomenon can be explained by the large increase in the breeding population in the Hortobágy in Hungary. The species seems to occur increasingly in Germany in the second half of the year – especially in late autumn and winter.

Pygmy Cormorants are in fact small relatives of the European Continue reading Pygmy Cormorant (Phalacrocorax pygmaeus) in Germany

Amethystohrkolibri in Balzstimmung im Das Emas Nationalpark

AmethystohrkolibriSchon aus dem Auto heraus, ist ein laut singender Vogel mit einem rhythmischen Klang zu hören. Ein traumhafter Morgen Anfang August an der Nordseite des Das Emas Nationalparks im Bundesstaat Goiás in Brasilien. Es ist ein Amethystohr Kolibri (Colibri serrirostris) – auch Amethystohrkolibri geschrieben. Dieser wunderschöne, blau-grüne Kolibri ist wohl gerade in tollster Paarungstimmung. Er flattert aufgeregt mit den Flügeln und hebt den Flügel immer wieder in Balzstimmung. Als mein Guide die Rufe imitiert, reagiert er ausgesprochen stark auf die Stimmen-Aufnahmen. Er kommt bis auf 5 m an uns heran. Super, wie die Aufnahmen mit dem 4,0/500 vor dem blauen Himmel durchkommen. Ich probiere mehrere Blenden aus, um die Dynamik des Flügelschlagens auf die Platte bannen zu können.

Ausgangspunkt der Fahrt in den Nationalpark war die südwestlich der brasilianischen Hauptstadt Brasília und der Hauptstadt Goiânia am Dreiländereck von Goiás / Mato Grosso und Mato Grosso do Sul gelegene Stadt Mineiros.

Der Blick vom obersten Stockwerk des Hotels auf Downtown Continue reading Amethystohrkolibri in Balzstimmung im Das Emas Nationalpark

Feeding with fish: Kingfisher´s wedding gift

EisvogelA clear winter day. The alders and willows along the small stream are covered with hoarfrost. Wafts of mist rise from the slow-flowing water in the cold air. But then a whistle permeates the silence, and suddenly an azure flash of lightning rushes just above the surface of the water, once more a whistle, and then it is gone again.

Later, in spring I go to the same place and I’m curious if the Common Kingfisher (Alcedo atthis) has reoccupied its territory. When I approach the embankment, I already hear the chirping calls of two kingfishers in display. Standing behind a tree, I watch them with my binoculars. The male, recognizable by the black beak, flies off and it takes five minutes until I hear his whistle and he’s back with a little Continue reading Feeding with fish: Kingfisher´s wedding gift

Kamerunrötel an Ameisenstraße am Mount Kamerun

In der Nacht war ein schweres Gewitter mit heftigen Regengüssen über Douala und die südwestliche Provinz niedergegangen. Nun treiben sich am frühen Morgen ein paar Vögel auf dem Wanderweg herum. An einer offenen Stelle haben sich einige Spezialisten eingefunden, die einen Ameisenzug plündern. Anders als in Südamerika scheinen diese Vögel aber auch tatsächlich die Ameisen selber zu fressen. Jedenfalls sehe ich schnell mindestens 4 Graubülbüls (Pycnonotus barbatus gabonensis), mindestens 2 Kamerunrötel (Oreocossypha isabellae) und mindestens 1 Braunbrust-Braunschwanz (Chamaetylas poliocephala). Der  Braunbrust-Braunschwanz ist viel scheuer als die anderen Vögel. Trotzdem läßt sie sich auf einer Warte am Wegesrand super ablichten. Ein junges Exemplar des Kamerunrötels ist so in seine Nahrungssuche vertieft, dass es mich locker auf 6 Meter herankommen läßt. Der Kamerunrötel geht immer auf die gleiche Weise vor. Zuerst stellt es sich an die Seite des Ameisenzuges, senkt den Kopf so als ob es mal nachdenken müßte und pickt dann in Continue reading Kamerunrötel an Ameisenstraße am Mount Kamerun

Uferwaldsänger an der Lagoa da Pato auf Flores/ Azoren

DrosselwaldsängerEin grüner Vogel schlüpft durch die dichte Vegetation direkt an diesem wunderschönen, stillen Waldsee. An dem Tag sollte es zur Lagoa da Pato, die auch Poço do Ferreiro genannt wird, gehen. Ich will mir die Gegend, die tagsüber schon mal recht überlaufen sein kann,  auch mal ohne Touristen angucken. Ein wenig bin ich enttäuscht. Es steht – obwohl es erst 8:45 ist – schon ein Auto dort auf dem Parkplatz. Also bin ich nicht allein. Dicke Wolken stehen am Himmel. Die Wolken stehen auch über dem Plateau und haben die oberen Teile der Steilfelsen in Nebel eingehüllt. Das verstärkt der Eindruck der hinunter stürzenden Wasserfälle umso mehr. Ich stehe noch nicht lange am erhöhten Uferrand. Direkt neben einem Seerosenblatt sehe ich Bewegung. Ich kann meinen Augen kaum glauben. Grün-grau schlüpft ein Vogel zwischen den Blättern und dem Strunk der Wasserpflanze. Hey, der Typ mit dem dicken, weißen Überaugenstreif ist doch kein einheimischer Vogel – zumindest keiner, den ich schon hatte. Ansonsten sieht man am Wasser sowieso nur das Gelb der Gebirgsstelze (Motacilla cinerea). Geduckte Haltung und ein dicker, weißer Überaugenstreif: Jawohl, das ist Continue reading Uferwaldsänger an der Lagoa da Pato auf Flores/ Azoren

Streitende Erpel im Schlosspark Charlottenburg

StockenteHoch aufspritzende Wassertropfen, ein wildes Getümmel. Eben noch hatten die beiden Stockerpel (Anas platyrhynchos) einträchtig nebeneinander auf der Eisplatte gestanden. Nun zanken sie sich wie die Kesselflicker. Tauchend, schwimmend, flatternd und schließlich flüchtend lassen sie offensichtlich ihren Aggressionen freien Lauf. Meist enden die kurzen aber intensiven Auseinandersetzungen damit, daß sich eines der Männchen durchsetzt und seinen Rivalen mit Schnabelzwicken in den Schwanz in die Flucht treibt. Dieser fliegt dann eine kurze Distanz; und nach wenigen Minuten stehen sie wieder gemeinsam auf dem Eis – so als wäre nichts gewesen. Da sich die Wintertemperaturen nun auch mitten in Berlin bemerkbar machen, sind weite Flächen des großen Zierteichs – des Karpfenteiches – im westlichen Teil der Parkanlagen im Schlosspark Charlottenburg von Eis bedeckt. Nur ein kleiner Teil, der in unmittelbarer Nähe zum Zufluß der Spree gelegen ist, ist eine offene Wasserfläche verblieben, die der Anziehungspunkt für viele Wasservögel wie Bläßrallen (Fulica atra), Reiherenten (Aythya fuligula) ist. Auch Gänsesäger (Mergus merganser) gut vertreten. Sogar eine männliche Spießente (Anas acuta) tauchte auf, die allerdings recht blaß wirkte, was auf einen entflogenen Ziervogel oder einen Hybrid hinweisen könnte. Graureiher (Ardea cinerea) stehen wenig scheu am Uferrand. Der Schloßpark mitten in der Stadt Berlin gelegen, ist ein ganz besonderes Vogelparadies. Teils recht naturnahe Wasserflächen bilden eine schöne Kombination mit den teils mehr als 100 Jahre alten dicken Buchen und Eichen. Für bewirtschaftete Parkanlagen verfügt der Park über erstaunlich viel Altholz. Der Schlosspark Charlottenburg ist auch bekannt dafür, daß hier recht zuverlässig die die Suche nach dem Habicht (Accipiter gentilis) erfolgreich ist.  Der ehemals vor im Wald und aus dem Wald heraus über das Feld jagende Vogel zieht mehr und mehr in die Stadt. Berlin ist weltweit die Stadt mit der höchsten Habicht-Dichte pro Hektar. Continue reading Streitende Erpel im Schlosspark Charlottenburg

Die Wacholderdrossel im winterlichen Bayrischen Wald

WacholderdrosselKlirrende Kälte herrscht in der tiefen Talfurche und die Erlen, die neben dem Bach dichte Bestände bilden, sind dick mit Raureif überzogen – “Winterflora” in Form gläserner Eiskristalle. Nur kurz scheint die noch tief stehende Januarsonne in das Tal herein und verwandelt das filigrane Gewirr der Äste und Zweige in einen lichtdurchfluteten Zauberwald. Tief über dem Wasser des Bachs aber, über dem dünne Nebelschwaben liegen, kommt ein Eisvogel (Alcedo atthis) entlang geflogen. Ihm macht die Kälte offensichtlich nichts aus.

Langsam steige ich auf dem verschneiten Weg höher zu den steilen Hängen, wo die charakteristischen Weiler des Bergtales, weit über das Land schauen und von senkrechten Felsformationen überragt werden. Am besonders sonnenexponierten, teilweise schneefreien Wiesenhang bilden Sträucher mit ihren eigenartigen Zweigen und ihrer dunkelgrünen Färbung einen deutlichen Kontrast zur Umgebung, in der im Sommer Feuerlilie, Akelei und Türkenbund blühen, jetzt aber nur abgestorbene Gräser das Bild beherrschen.

Weiter oben stehen inmitten einer Reihe von kahlen Laubbäumen, die einen alten Flurweg säumen, ein paar Ebereschen. Ihre Beeren, die Vogelbeeren, prangen in kräftigem Rot vor den dunklen Tannenwald und tragen lustige weiße Mützen, während unweit davon sich gerade ein Trupp von Wacholderdrosseln (Turdus pilaris) Continue reading Die Wacholderdrossel im winterlichen Bayrischen Wald

Hovering Phylloscopus – Warblers

Every now and then several species of old-world Warblers of the genus Phylloscopus are observed feeding on pollen and nectar. This habit is usually found during migratory periods and is thought to be associated by scientists as a means of building energy after or before long-distance flights. So far, migratory Phylloscopus warblers have been observed visiting the flowers of various plant species, including eucalyptus trees, aloes and capers. The fact that nectarivory is not restricted to migratory birds is proved by this picture showing a Canary Islands Chiffchaff (Phylloscopus canariensis) on the island of Tenerife visiting the flowers of an ornamental banana tree. Although this habit has been rarely observed or photographed, this individual has apparently learned to hover in front of the corollas and is able to feed nectar almost like a hummingbird (Trochilidae) or sunbird (Nectariniidae). It can be seen that this species is not a migratory bird, because the Canary Islands Chiffchaff is a native species of the Canaries, although closely related to central European Common Chiffchaff (Phylloscopus collybita) or the Iberian Chiffchaff (Phylloscopus ibericus). The Canary Islands Chiffchaff has more rounded wing tips than its northern relatives and the characteristic wing shape is clearly visible here.

From the far north of Europe and America images that show a Continue reading Hovering Phylloscopus – Warblers

Zwergscharbe: vermehrtes Auftreten in Deutschland

ZwergscharbeWieder ist eine Zwergscharbe (Phalacrocorax pygmaeus) über ornitho.de gemeldet worden. Diesmal vom Stotternheimer See bei Erfurt. Vorher war die Art (der gleiche Vogel?) von der Südbucht des Sulzer Sees ebenfalls bei Erfurt gemeldet worden. Der Vogel war vom 3. Bis zum 11. Dezember 2018 immer wieder gut zu sehen. Man brauchte allerdings Geduld. Wenn er anfangs nicht zu sehen war, konnte er später auf demselben Ast wie an den Vortagen beobachtet werden. Häufig hielt er die Flügel ausgebreitet um sie zu trocknen. Die in Thüringen festgestellte Zwergscharbe passt sehr gut in das Bild eines gehäufteren Auftretens der Art in Mitteleuropa ab den Jahren 2000, als sich Meldungen aus den Niederlanden, Österreich, der Schweiz, vom Bodensee, den Sauldorfer Baggerseen in Baden-Württemberg, vom Flemhuder See in Schleswig-Holstein, bei Flemsdorf in Brandenburg und aus dem hessischen Lahntal häuften. Wissenschaftler vermuten, daß dieses Phänomen mit dem starken Anstieg der Brutpopulation in der Hortobágy in Ungarn zu erklären ist.

Die seltene Scharbe hat aktuell scheinbar einen Verbreitungsschwerpunkt in Mitteldeutschland. So nimmt der Continue reading Zwergscharbe: vermehrtes Auftreten in Deutschland

Gartenfächerschwanz auf dem Nest in Papua-Neuguinea

GartenfächerschwanzDirekt vom Boot aus in einer Schleife des Kwatu-Rivers (einem der Nebenflüsse des Fly Rivers) entdecken wir ein oben offenes Napfnest des Gartenfächerschwanz (Rhipidura leucophrys). Das muß ich mit den 3 Nestlingen unbedingt fotografieren. Die Jungen sind schon groß und werden sicher bald ausfliegen. Wir sehen, wie ein erwachsener Gartenfächerschwanz eine Libelle zum Nest  bringt und an seine Jungen verfüttert. Zu Beginn der Nestlingszeit können die Küken keine so großen Beute fressen, aber sie jetzt schon ziemlich gut entwickelt.

Die Nester der Familie der Fächerschwänze (Rhipiduridae) weisen im Allgemeinen glatte, schalenförmige Strukturen auf. Beide Geschlechter helfen sich beim Nestbau. Um das Nest zu vervollständigen könnten gut und gerne 15 Tage vergehen. In einem ersten Schritt werden Spinnennetze um den ausgewählten Zweig oder die Gabel gedreht, um eine Plattform zu bilden. Die zweite besteht darin, die Außenwände mit Wurzeln, Rindenstreifen und Pflanzenfasern aufzubauen. In der letzten Phase wird die gesamte Struktur mit Spinnweben verputzt, die mit ganzem Körpereinsatz über das Napfnest gezogen werden, um die Materialien des Nests zu verbinden. Das Nest de s Gartenfächerschwanz ist daher Continue reading Gartenfächerschwanz auf dem Nest in Papua-Neuguinea

Wo fotografiert man Meeresvögel im Flug

EissturmvogelIm Zeitalter digitaler Vollformatkameras mit einem sehr schnellen Autofokus sind Flugaufnahmen möglich, die früher (fast) undenkbar waren. Startende Enten sind ja noch relativ einfach möglich. Aber, wer hat es damals schon geschafft, einen fliegenden Sperber zu fotografieren? Auch andere Landvögel wurden meistens nur beim Start abgelichtet: Sie sind oft zu scheu, zu weit entfernt und ihr Flug ist zu weiträumig und schnell. Bei Kleinvögeln kommt die große Wendigkeit und der schnelle Flügelschlag erschwerend hinzu. Seevögel liefern die besten Voraussetzungen, um relativ einfach gute Flugaufnahmen zu machen. Sie kommen zahlreich vor, sie sind groß und bewegen sich deshalb nicht zu schnell. Zur Brutzeit erscheinen sie an Land – wenn auch häufig an ziemlich unzugänglichen Küsten. Außerdem sind sie im Flug überhaupt nicht scheu. Mit diesen Eigenschaften sind die relativ großen Seevögel auch heute noch nicht nur für den Einsteiger- Vogelfotografen geeignete Motive, um Flugaufnahmen in ihrer ganzen Bandbreite zu machen. Mit einem sehr schnellen Autofokus wie dem an der Canon EOS 1DX oder einer  Canon EOS 5DsR sind Aufnahmen mit möglichst geringer Bewegungsunschärfe oder – ganz im Gegenteil – Mitziehaufnahmen mit langen Belichtungszeiten und trotzdem Continue reading Wo fotografiert man Meeresvögel im Flug

Middle Spotted Woodpecker at Hainich National Park, Thuringia

MittelspechtA high-pitched call in early spring is heard from afar. An obtrusive väh-wäh-wäh – combination of calls can be heard after. A beautiful old mixed beech forest with several layers and plenty of dead wood is home of the Middle Spotted Woodpecker (Dendrocopos medius).  A small hiking trail passes the ground at Langes Tal in the Western Hainich park area. The Middle Spotted Woodpecker is easily been seen in 5 meters height when it is calling. The Middle Spotted Woodpecker uses oak-dominated forest stands in the National Park. Beech dominated forest areas are only used when the beech trees are well over 140 years old or a high proportion of mixed tree species is available.

Signs of woodpecker’s nesting holes can be seen afterwards. The area of the Hainich National Park in general is important for many other species of Picids, including Grey-headed (Picus canus), Lesser Spotted (Dendrocopos minor)  and Black Woodpecker (Dryocopus martius) which are all quite common.

Using the playback method, along transects, an annual scientific study counted Woodpeckers distribution and abundance. In the context of the point stop count all woodpecker species occurring in the national park were proven. The results show that, as expected, the most common species were Great Spotted Woodpecker (Dendrocopos major) (41 % on average per year), Grey-headed Woodpecker (20 %) and Middle Spotted Woodpecker (21%). These species were detected in each study year. Continue reading Middle Spotted Woodpecker at Hainich National Park, Thuringia

Images of birds for science & public; Western Palaearctic & the World