Vogelbeobachtungen im Brief Garden, Sri Lanka

CeylonpapageichenUnser Tuk-tuk-Chauffeur verläßt die Küstenstraße. Der Weg von der Küste zur Gartenanlage führt von Aluthgama aus erst durch die quirlige, überwiegend von Moslems bewohnte kleine Stadt Dharga. Danach passiert man Reisfelder und fährt in eine zusehends ländlicher erscheinende Gegend. Einen Wegweiser sehen wir nicht, aber unser Eranda kennt sich ja zum Glück aus. Nach circa einer halbstündigen Fahrt ist das Ziel erreicht und man steht vor dem leuchtend gelb gestrichenen Portal, das von üppig wucherndem Grün umgeben ist. Nach gut 20 Kilometern Fahrt sind wir angekommen. Auf dem kleinen Parkplatz stehen gerade mal 2 Autos. Ein schmiedeeisernes Gitter hält eine Glocke bereit. Man läßt uns nach dem Läuten in eine zauberhafte Welt eintreten. Die erste Überraschung: die Gartenanlage und das dazugehörige Haus können nur gegen ein Entgelt von inzwischen 2.000 Rupien (SLR) besichtigt werden. Die bezahlen wir natürlich auch noch. Obwohl: umgerechnet sind das ja 10,- €/ Person.

Wir empfinden den Garten – trotz der mit Ahungalla ( unserem Hotelstandort) vergleichbaren Schwüle – von der Temperatur her als vergleichsweise angenehm. Er ist ein Platz, der Ruhe ausstrahlt. Man sieht, daß der Architekt den Garten im Einklang mit der Natur bauen wollte. Er ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Es ist natürlich weiterhin schwül-warm bei der Besichtigung, aber äußerst interessant, denn jede Biegung zeigt neue Continue reading Vogelbeobachtungen im Brief Garden, Sri Lanka

Birding Berlin: Ducks in winter in Charlottenburg Palace

A splash drops of water, a wild tumult. Just a moment ago the two male Mallards (Anas platyrhynchos) had been standing side by side on the ice-plate. Now they quarrel like crazy. Diving, swimming, fluttering and finally escaping, they obviously let their aggression run wild. Most of the short but intense fights end with the fact that one of the males gets through and drives his rival away with a bite in the tail. The defeated duck flies a short distance; and after a few minutes they are together again on the ice – as if nothing had happened. Since the winter temperatures are now also noticeable in the middle of Berlin, large areas of the large ornamental pond – the Karpfenteich (i.e. carp pond) – are covered in ice in the western part of the park in Charlottenburg Palace Park. Only a small part, located in close proximity to the tributary to the river Spree, has remained an open water surface, which is the center of attraction for many waterfowl such as Eurasian Coot (Fulica atra) and Tufted Duck (Aythya fuligula). Goosanders (Mergus merganser) are also well represented. Even a male Northern Pintail (Anas acuta) appeared, but it looked quite pale, suggesting an escaped ornamental bird or a hybrid. Grey Heron (Ardea cinerea) is standing on the shore quite close to the trails in the park. The ornamental park in the middle of the city of Berlin is a very special bird paradise. Partly natural water surfaces form a beautiful combination with the more than 100 years old thick Beeches and Oaks. For managed parks, the park has an amazing amount of old wood.

Birding parks in big cities are often surprisingly good. Berlin is a great place to combine a city trip with a birding excursion. A U-bahn ticket for the trip to Sophie-Charlotte Platz is cheap. From here it is only a short walk along Schlossstrasse to the Charlottenburg Palace. The extensive gardens here are home for many bird species, Continue reading Birding Berlin: Ducks in winter in Charlottenburg Palace

Stentorrohrsänger in Sri Lanka

StentorrohrsängerImmer wieder ist Bird-lens unterwegs, um die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis zu befriedigen. Damit stand nun eine Reise im Winter nach Sri Lanka an. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com gefragt, wo man im Winter gut birden kann und ein paar Vögel fotografieren kann, die in Europa entweder nur in den Randgebieten vorkommen oder nur als Irrgäste vorkommen. Nun, da ist man mit Sri Lanka genau richtig. Dies ist ein schönes Land mit guter Infrastruktur und exzellenten Vögel; darunter eben auch viele, die in Sri Lanka überwintern und in Europa als Seltenheitsgäste geführt werden.

Wir entschieden uns für den Süden Sri Lankas. Hier befindet man sich in der sogenannten Dry Zone, der Trockenzone. Diese kann allerdings – anders als der Name suggeriert – durchaus mit ausgedehnten Feuchtgebieten – sei es in Form von Salinen oder auch Schilfgebieten und Reservoirs – aufwarten. An einem frühen Morgen machten wir uns auf in den Bundala National Park Continue reading Stentorrohrsänger in Sri Lanka

Preussweber auf Urwaldbaum in Ghana

PreussweberIm dampfenden Tiefland-Regenwald Ghanas stehen wir schon seit der Morgendämmerung in bis zu 45 Meter Höhe auf dem so genannten Canopy Walkway. Trotz der Höhe geht der Urwaldriese noch sicher die gleiche Höhe noch einmal nach oben – bis das Kronendach erreicht ist. Kein Wunder, daß der Baum auf den unsere Plattform angebracht ist, Nahrungsraum in jeder Hinsicht sein kann. Der Blick muß immer wieder nach oben gerichtet werden. Ein gelbes Blitzen läßt uns aufschauen. Ein kleiner gelb-schwarzer Kobold untersucht zügig und zielstrebig den dicken Seitenast. Einmal läuft er auf der hellen Rinde, dann wieder wird kopfunter die Unterseite inspiziert. Manchmal schaut er über den dicken Ast und schaut dabei wie über eine Brüstung. Es ist ein recht kleiner Webervogel, der aber mit seinen intensiven Farben punkten kann. Es ist ein Preussweber (Ploceus preussi). Die Ausbeute bei der Nahrungssuche kann sich sehen lassen. Sie besteht hauptsächlich aus Insekten, wie Grashüpfern (Orthoptera) Schmetterlingen (Lepidoptera). Im dokumentierten Fall aber eben auch aus Spinnen (Araneae). Hauptsache, es handelt sich um rindenlebende Arthropoden.

Der Preussweber untersucht die Rinde von Baumstämmen im Regenwald von Guinea über Ghana, Kamerun bis in den Kongo. Er untersucht dabei die glatten Rinden genauso wie Äste, die mit Epiphyten bedeckt sind. Die Futtersuche soll wohl selten unter 10 m Höhe stattfinden. In der einschlägigen Literatur wird der Webervogel als leidlich gesellig beschrieben. Er soll in der Regel Continue reading Preussweber auf Urwaldbaum in Ghana

Laubsänger im Schwebeflug

Es werden immer mal wieder verschiedene Arten von Laubsänger der alten Welt beobachtet, die sich von Pollen und Nektar ernähren. Diese Angewohnheit wird normalerweise während der Migrationsperioden festgestellt und wird von Wissenschaftlern als Metholde zum Aufbau von Energie nach oder vor Langstreckenflügen in Verbindung gebracht. Bisher wurden vor allem ziehende Phylioscopus- Laubsänger beim Besuch der Blüten verschiedener Pflanzenarten beobachtet, darunter Eukalyptusbäume, Aloen und Kapern. Die Tatsache, dass das Naschen von Nektar (Nektarivorie) nicht nur auf Zugvögel beschränkt zu sein bracht, beweist dieses Fotos, das einen Kanarenzilpzalp (Phylloscopus canariensis) auf der Insel Teneriffa zeigt, der die Blumen eines Zierbananenbaums besucht. Obwohl diese Angewohnheit bisher noch sehr selten beobachtet bzw. fotografiert wurde, hat dieses Individuum offensichtlich gelernt, an den Corollas zu schweben und daraus Nektar fast wie ein Kolibri (Trochilidae) oder Nektarvogel (Nectariniidae) zu trinken. Man erkennt, dass diese Art kein Zugvogel ist, weil der Kanarenzilpzalp eine einheimische Art der Kanaren ist, die allerdings nah verwandt mit mitteleuropäischen Zilpzalp (Phylloscopus collybita) oder auch dem Spanischen Zilpzalp (Phylloscopus ibericus) ist. Der Continue reading Laubsänger im Schwebeflug

Die Spießbekassine als Irrgast in Europa

SpießbekassineDie Gattung Gallinago bereitet Vogelbeobachtern nicht unerhebliche Schwierigkeiten bei der Identifizierung vor Ort. Dies ist auf ein sehr ähnliches allgemeines Gefiedermuster und die eher zurückgezogenen Lebensweise zurück zu führen. Die meisten Beobachtungen entstehen von aufgescheuchten Vögeln, die vom Beobachter wegfliegen. In der Westpaläarktis ergeben sich die meisten Schwierigkeiten zwischen den gleich groß aussehenden Bekassine (Gallinago gallinago) und der Doppelschnepfe (Gallinago media). Die Wahl zwischen diesen beiden Arten sollte jedoch die Möglichkeit noch andere paläarktische Schnepfe insbesondere die Spießbekassine (Gallinago stenura), nicht ausschließen. Die Zwergschnepfe (Lymnocryptes minimus) soll hier nicht thematisiert werden, da sie durch den kurzen Schnabel deutlich anders wirkt und auch sich im Abflug stark von den Gallinago-Schnepfen unterscheidet.

Die Aufnahme der Zeichnung der Spießbekassine in einen beliebten europäischen Feldführer hat die Aufmerksamkeit der Beobachter auf die Art gelenkt. Allerdings ist die dort gegebene kurze Beschreibung im Feld von eher geringem Nutzen.

Weltweite Verbreitung Die Spießbekassine brütet in ganz Sibirien, vom westlichen Uralvorland bis nach Anadyrland. Die Identifizierung des Feldes am Boden ist nicht einfach, da die Continue reading Die Spießbekassine als Irrgast in Europa

Kraniche im Rambower Moor

KranichSüd-östlich des malerischen Prignitz-Dörfchen Rambow öffnet sich der Blick in eine weite Ebene. Schilf und flache Gewässer sind schon von weitem zu sehen. Dazwischen stehen in der winterlichen Sonne hohe graue Gestalten. Es sind Kraniche (Grus grus), die hier mitten im Winter rasten. Sie heben sich wunderbar von dem gold-gelb der Schilfstengel hinter ihnen ab. Die Vögel sind schon in großer Distanz auszumachen. Im Rambower Moor kommen im März bis zu 1500 Kraniche zur nächtlichen Rast zusammen. Jetzt sind es natürlich viel weniger. Vielleicht ist es aber auch noch zu früh am Tag und auch zu sonnig. Dann verbringen die Kraniche mehr Zeit auf Maisfeldern und kommen erst später zu ihrem Rastplatz im Moor.

Eigentlich sollten sie nun in ihren Winterquartieren in Spanien und Frankreich sein. Doch scheint der Winter bisher nicht so grimmig zu sein, dass es sich lohnen würde, die weite Reise auf sich zu nehmen.

Das Rambower Moor bietet ihnen gute Bedingungen nicht nur für die Brut, sondern auch für die Rast und vielleicht auch die Überwinterung. In den flachen Gewässern finden sie Schutz vor Feinden, und der Tisch ist reich gedeckt für die grauen Vögel. Zu Dutzenden stehen sie im seichten Wasser. In der Überwinterungsphase treffen sich die Vögel in kopfstarken Gruppen, die sich an den nächtlichen Schlaf­plätzen dann wiederum mit anderen Verbänden zusammenschließen. Während der Rast bietet die Gruppe den Vögeln Schutz vor Feinden – je größer desto besser. Immer wieder zeigen die Kraniche ihre weit ausgebreiteten Schwingen, so als wollten sie jetzt schon mit den Balztänzen beginnen. Ansonsten wird vor allem gefressen. Die Kraniche lassen Continue reading Kraniche im Rambower Moor

Blue Bird-of-paradise near Ambua Lodge/ Papua-New Guinea

BlauparadiesvogelAt 5:00 a.m. the night in the Ambua Lodge, a luxurious mountain hotel, is over. Today a trip around Ambua Lodge in the Southern Highlands is announced. After breakfast we start driving. It is still quite dark, but it does not rain. The target species of our morning observations are the Blue Bird-of-paradise (Paradisornis rudolphi) and the Superb Bird-of-paradise (Lophorina superba).

Our guide, Benson, drives us to hurry. After a short drive, stop on the edge of a small settlement and in a rush, Benson leads us on narrow paths over a steep slove and a valley up again on a hill. Here is an invisible border. We cannot go any further. The village beyond the border does not give permission to enter their gardens and fields. We are now on a small agricultural plateau at about 1,900 m (asl). The distance offers a beautiful, mist-covered view on old primeval trees. This is the place to see the Birds-of-paradise. On small birds Benson calls Brown Quail (Synoicus ypsilophorus) and Iceland Leaf-Warbler (Phylloscopus poliocephalus), which is also called New Guinea Leaf warbler probably belong in the area to the subspecies giulianettii. Our second guide, Peter, takes me aside after a short time. He has a very special job for my camera, which he wanted to show me. So we walk through allotments, intensively farmed, narrow sunken paths, past pigsties until we come to a collection of huts, where also some fruity trees exist. Here the photographer can get started. A female Blue Bird-of-Paradise quickly appears. Even the male of the Blue Bird-of-Paradise does not take a long time before coming in. The male Blue Bird-of- Continue reading Blue Bird-of-paradise near Ambua Lodge/ Papua-New Guinea

Buntspecht an verkohlten Kiefernstamm

BuntspechtDort wo im Sommer die Flammen bei einigen der größten Waldbrände in Brandenburg der vergangenen Jahre wüteten, sind rund 90 Prozent der Bäume nicht mehr zu retten. Dort, wo die angekohlten Stämme bereits entfernt wurden, sieht man bereits jetzt Grün wachsen. Dazwischen stehen noch verkohlte Kiefernstämmchen, die der Harvester wohl übersehen hat. Da ein Großteil Fläche schon abgeräumt ist nutzt der Buntspecht (Dendrocopos major) dankend dieses verbrannte Kiefernstämmchen, um die Fläche zu überblicken und sich gleichzeitig vor den neugierigen Augen des Fotografen zu verbergen.

Nur noch wenige der an- und verbrannten Kiefern stehen noch im Randbereich. Hier schält sich die Kiefernrinde schon flächig ab. Flächig schwarze Rinde wechselt mit hellbraunen Stellen ab, die helle Fraßgänge der Käferlarven zeigen. Am Boden liegen großflächig knorrige Rindenstücke und helles Bohrmehl. Traurig sehen die restlichen fast kahlen Kiefern nach dem Waldbrand im letzten Sommer aus.

Ein großer Profiteur der Waldbrandflächen ist der auf holzbewohnende Käfer spezialisierte Buntspecht. Er kommt grundsätzlich in allen Wäldern aber auch in Grünanlagen vor. Obwohl der Buntspecht insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Ernährung mit deutlichen jahreszeitlichen Veränderungen aufweist, besteht eine bedeutsame Nahrungsquelle aus Larven von Holzkäfern (Cerambycidae, Scolytidae, Buprestidae). Picken und Hämmern sind die häufigsten Nahrungstechniken für diesen Specht, insbesondere außerhalb der Brutzeit. Dazu hebelt, reißt und pickt er intensiv Rindenstücke ab. Bekannt ist er für das Arbeitet mit Ambossen um vor allem Kiefern-, Fichten- (Picea) oder Lärchenzapfen (Larix) und Nüsse als Nahrung zu nutzen.

Der Buntspecht ist nicht nur der Zimmermann der Wälder. Sein wichtigstes Werkzeug ist der kräftige Meißelschnabel. Ihn benutzt er, um Käfer und Larven aus der Rinde zu picken oder Nüsse aufzuhacken. Vor allem aber hämmert er damit Höhlen in Stämme und dicke Äste. Was dem Vogel selbst als Brutplatz dient, bietet auch vielen anderen Tieren Lebensraum und Unterschlupf: Kohlmeisen (Parus major), Wildbienen, Eichhörnchen und viele andere Höhlenbewohner profitieren davon, dass der Buntspecht viel mehr Höhlen zimmert, als er selbst braucht. Zum Höhlenbau bevorzugt der Buntspecht vor allem Baumarten mit weichem Holz und morsche bzw. abgestorbene Stämme. Wenn das Männchen eine Höhle gezimmert hat, legt das Weibchen dort bis zu sechs weiße Eier ab, die sie dann  etwa zwei Wochen lang ausbrütet.

Noch steht das verkohlte Kiefernstämmchen traurig auf weiter Fläche. Ohne zu große Eingriffe übernimmt aber schnell die Sukzession schon im nächsten Frühjahr die Regie. Schnell wachsen winzige Weidenröschen (Epilobium sp.). Dann sind viele neue Baumarten im ehemaligen Kiefernwald zu sehen. Dazu gehört sicher die Eberesche (Sorbus aucuparia), zwischendurch auch mal die eine oder andere Birke als Pionierbaumart. Auf den demnächst zum Teil aufgeforsteten, zum Teil aber auch der natürlichen Sukzession überlassenen Brandflächen werden nächstes Jahr wohl Baumpieper (Anthus trivialis), Sumpfrohrsänger (Acrocephalus palustris), Feldschwirl (Locustella naevia)  und Goldammer (Emberiza citrinella) als Reviervögel festzustellen sein. Diese Arten können erst durch die Öffnung des Bestandes so weit ins Waldesinnere vordringen. Wie lange das dauert, ist noch nicht zu sagen. Prompt wird – das ist heute schon zu sagen –auf den gefällten Arealen die Heidelerche (Lullula arborea) zu hören sein.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com neben dem Besuch der näheren Umgebung auch gezielt Reisen an entfernte Orte wie Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture-Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Urwaldvögel im Kakum Nationalpark in Ghana

Rotnasen-GrüntaubeDer Anstieg vom Besucherzentraum dauert eine Weile. Aber nach ca. 20 Minuten stehen wir in einer Unterstellhütte vor den Hängebrücken. Die Hängebrücken verbinden jeweils eine Plattform, die an einen dicken Urwaldbaum befestigt ist, miteinander. Zuerst befinden sich die Plattformen noch im Hangbereich befindet und sind daher eher geschützt ist. Trotz des stark bewölkten Morgens genießen wir einen tollen Blick auf den Regenwald. Es ist dunstig um nicht zu sagen richtig neblig. Es gibt heute auch immer wieder Nieselregen. Wir sehen schnell 2 Waldschnäpper (Fraseria ocreata) ganz in der Nähe der Plattform, die wir schon im März mit Birdquest produktiv genutzt hatten am Morgen. Wenig später sind auch Kastanienflügelstare (Onychognathus fulgidus) zu sehen. Der Weißschopf-Hornvogel (Tockus albocristatus) kündigt sich schon mit seinen Rufen an. Außerdem sind im Hangbereich der Alexanderbülbül (Andropadus curvirostris) und der Schuppenstirnbülbül (Phyllastrephus albigularis) zu hören. Ganz nahe muß der Prachtglanzstar (Lamprotornis splendidus) sein, denn seine Rufe sind laut und deutlich zu vernehmen. Anfangs ist er aber nur zu hören. Wir laufen dann auch mal zu der Plattform, die wir schon im März so produktiv am Morgen genutzt hatten. Der Blick ist hier doch deutlich offener. Ein Hit ist dann der Waldhopf (Phoeniculus castaneiceps), der sich nicht weit über uns auf und um die dicken Äste eines Urwaldriesen Continue reading Urwaldvögel im Kakum Nationalpark in Ghana

Lichtverschmutzung eine Gefahr für den Ziegenmelker

ZiegenmelkerWenn Dunkelheit im Süden Brandenburg über den ehemaligen Truppenübungs-plätzen einbricht, ist im Sommer ein anhaltendes, diskretes Schnurren zu hören. Es scheint aus dem Dunkel der kleinen Pappel- und Birkenhaine zu kommen. In der lichten Birken-, Pappeln-, Espen und Kiefernvegetation mit noch vorhandenem Heideunterwuchs und einigen offenen Sandstellen erreicht der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) landesweit die höchsten Bestände. Aufgrund der Größe der ehemaligen Schießbahnen, fehlen sowohl Ortschaften als auch Straßen. Nur die blinkenden Windkraftanlagen sorgen für ein rötlich eingefärbtes Licht. Ansonsten ist es dunkel, wie wohl nur an wenigen Stellen in Deutschland.

Gerade die Dunkelheit könnte ein entscheidender Erfolgsfaktor für den Ziegenmelker im Süden Brandenburg gerade auch auf den ehemaligen Truppenübungsplätzen sein.

Schweizer Forscher haben nämlich jetzt Lichtverschmutzung als einen wichtigen Gefährdungsfaktor für die einzige mitteleuropäische Nachtschwalbe, den Ziegenmelker, identifiziert Continue reading Lichtverschmutzung eine Gefahr für den Ziegenmelker

Grünbülbül (Andropadus virens) fängt Insekten im Flug

GrünbülbülBeginn der Regenzeit. Eine erste Front mit heftigem Regen und Donner kündigt sich mit dicken, schweren, grauen Wolken an – und unzähligen fliegenden Insekten.

Das ruft in erstaunlich kurzer Zeit Vögel in verschiedenen Arten auf den Plan, die nach Fliegenschnäpper-Art unmittelbar vor unserem Basislager in den grauen Himmel aufsteigen, um Insekten zu fangen, die im Regen zu fliegen beginnen.

Es ist erstaunlich, was die Kamerakombination Canon 400mm f4, 0 DO IS USM an der EOS 1DX bei dem regnerischen Wetter an Qualität herausholt. Dann stellte sich schnell die Frage: “Welchen Vogel zeigen die Fotos?” Sofort nahm ich einen im englischen „Greenbul“ genannten Bülbül an. Einen Graubülbül (Pycnonotus barbatus) zeigen die tollen Flugaufnahmen sicherlich nicht. In meinen Notizen erinnerte ich mich, dass neben Schwalben und Seglern an diesem Tag auch Rotkappen-Spreizschwänze (Erythrocercus mccallii) und einige Nektarvögel an der Fliegenfänger-Orgie während des Regens auf der Lichtung teilgenommen hatten.

Nach Rücksprache mit einem Afrikakenner kamen wir zu dem Schluß, daß nach Größe, Gestalt und erkennbarer Färbung es sich sehr wahrscheinlich um einen Grünbülbül (Andropadus virens) der Nominatrasse gehandelt hatte. Hierbei handelt es sich um einen kleinen, typischen Vertreter dieser artenreichen Familie (Pycnonotidae). Continue reading Grünbülbül (Andropadus virens) fängt Insekten im Flug

Images of birds for science & public; Western Palaearctic & the World