African Pied Hornbill in the dust bath in the Campo Maan National Park / Cameroon

ElstertokoOn the way back from the Campo Maan National Park after a very successful search for the Grey-necked Rockfowl (Picathartes oreas) we drive on the last day straight into a hollow and then look over a ridge, which makes the track in the slightly wavy national park. Before us, dust swirls in the middle of the dirt track. A group of African Pied Hornbills does not only just hang around in the adjacent trees, but also on the ground. The African Pied Hornbill (Tockus fasciatus) with their red lower bill belong to the subspecies fasciatus and they really look so beautiful. Although the track does not look too dusty, it seems to exert an uncanny attraction on the birds. Some individuals of the African Pied Hornbills are already flying away when we come over the top with our car. But one bird – probably a female – remains sitting and takes a long dusty bath. I let the driver stop the car and also turn off the engine. So, I can take some distance shots with the Canon EF400mm f / 2.8L IS II USM lapped on the side mirror. Then I let it get closer two more times. The bird does not fly off. Of course, the female of African Pied Hornbill does not let us out of her sight. First, she secures, but then she ducks deep into a hollow and throws up the dust so that the plumage is completely covered. Only when we are up to 25 meters, she flies out of the lying posture and disappears on a perch in a low tree. This day was almost the most successful birding morning of the last days.

Campo Maan is Hornbill -Country with the possibility of White-crested Hornbill (Tockus albocristatus), Red-billed Dwarf Hornbill (Tockus camurus), African Pied Hornbill (Tockus fasciatus), Piping Hornbill (Ceratogymna fistulator), Continue reading African Pied Hornbill in the dust bath in the Campo Maan National Park / Cameroon

Streuobstwiesen: eine Heimat für den Kleinspecht

KleinspechtEine Kinderstube unterm Blütendach finden Kleinspechte (Dryobates minor) in Mitteleuropa nur noch selten, denn Streuobstwiesen und andere, für die kleinen Spechte geeignete Lehensräume gibt es kaum noch. Die strukturreiche Landschaft des Vordertaunus bei Bad Soden macht da jedoch eine Ausnahme. Hier wohnen noch etliche Brutpaare in alten Baumhöhlen und zur Brutzeit bietet die Obstblüte eine plakative Kulisse für Vogelfotografen. Der Kleinspechte ist von den schwarz-weiß-roten Spechten Europas vielleicht der unbekannteste.

In der abwechslungsreichen mitteleuropäischen Kulturlandschaft hat der Kleinspecht viele Jahrhunderte in enger Nachbarschaft zum Menschen gelebt. Hier fand der ehemalige Bewohner von Auenwäldern optimale Lebensbedingungen. Doch in den letzten Jahrzehnten sind seine Bestände in Mitteleuropa zum Teil drastisch zusammengeschmolzen. In manchen Gebieten ist er zwar noch auf Verbreitungskarten zu finden, tatsächlich aber ist er vielerorts ausgestorben oder es gibt nur noch Restvorkommen. Schuld an seinem Verschwinden ist sicherlich vor allem die intensive Continue reading Streuobstwiesen: eine Heimat für den Kleinspecht

Wespenbussard am Strassenrand in Kamerun

WespenbussardAuf der Rückfahrt aus dem Campo Maan National Park und einem Stop am sehr schön zu überblickenden Nyong River muß der Fahrer kurz vor Edea doch mal vehement auf die Bremse treten. Ein toller Greif sitzt im schönsten Abendlicht in einem niedrigen Baum; keine 50 m von der Straße entfernt. Seine schlanke Gestalt lassen mich direkt an einen Wespenbussard denken; wobei mich die weiße Kehle und der helle, an den Flanken nur leicht gestrichelte Bauch doch ziemlich stutzig macht.  Ich lasse den Wagen kurz halten, dann aber weiterfahren. Für ein gutes Foto sind wir schon zu weit vorbeigefahren. Dann lieber wenden und wieder auf die Höhe des Vogels fahren, um dort am östlichen Straßenrand zu halten und von dort dann eine besser Foto-Schußposition zu haben. So passiert es auch. Wir halten auf der Straßenseite des Vogels und ich öffne vorsichtig die Beifahrertür. Das bringt den Vogel auch gar nicht aus dem Konzept. Aufmerksam beobachtet er den Boden. Ein paar Fotos kann ich von der Seite des Wagens schießen. Erst als ich mich vom Fahrzeug löse und auf ihn zulaufen will, da fliegt er weg. Zuerst fliegt er nur ein Stück weiter, dann aber nach weiterer Annäherung doch hinter einen nicht einsehbaren Hügel.

Der cremig-helle Bauch macht mich auch auf bei der Betrachtung der Fotos zu Hause stutzig. Nur ein paar dunkle Spots und Streifen sind an den Flanken zu sehen. Dazu 2 Streifen in halber Bauchhöhe. Das hat doch der Wespenbussard (Pernis apivorus) eigentlich gar Continue reading Wespenbussard am Strassenrand in Kamerun

Immigrant from Africa: the Egyptian Goose

NilgansIf you are looking for the Egyptian Goose (Alopochen aegyptiacus) you have to memorize the typical chatter of this species, because the deliberately calling male Egyptian Goose does not hide. Originally native to Africa, the Egyptian Goose is no longer an exception in Germany.

Today, these sole members of the genus Alopochen are frequently found in many places. Its spread in Europe originated in Great Britain, where it was released. The population rapidly increased. As the English Channel is not a serious geographic barrier, it was only a matter of time before the first birds appeared on the European mainland. Since 1980, the Egyptian Goose has been established in Germany and its population has already reached an impressive size. Egyptian Geese now belong to the familiar inventory of many lakes and ponds.

The long-necked and high-legged Egyptian Geese are about 70 cm tall and weigh up to two and a half kilos. Male and female are same-colored. They show a pronounced pairing behavior. When Egyptian Geese lead young, they can be quite aggressive against observers or photographers. However, usually every bigger location has a pair that is particularly cute. Then even extreme wide angles can replace the longer tele lenses of 600 or even 800 mm.

Although usually the Egyptian Geese occupy a wide range Continue reading Immigrant from Africa: the Egyptian Goose

Fototips für den Dümmer

Großer BrachvogelIm Frühjahr und Herbst suchen tausende durchziehende Vögel auf den Verlandungsflächen nach Futter. Aber auch selten gewordene Brutvogelarten wie Kiebitz (Vanellus vanellus), Bekassine (Gallinago gallinago), Uferschnepfe (Limosa limosa), Großer Brachvogel (Numenius arquata) und Rotschenkel (Tringa totanus) haben hier eine Heimat (noch).

Im zeitigen Frühjahr steigen über den Wiesen Große Brachvögel auf, um trillernd ihre Revieransprüche anzuzeigen. Der flötende Ruf des Brachvogels ist ebnso wie die anderen hübschen Flugrufe ein unverwechselbarer Bestandteil dieses Landschaft. Die feuchten Niedermoorböden am Dümmer bieten nicht nur den Großen Brachvögeln ein gutes Nahrungsrevier. Gegen Abend ist in Deichnähe das vibrierendes Meckern der Bekassine zu hören, welches diese seltsamen Geräusche im Sturzflug mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt.

Bedeutsam ist der Dümmer für Brutvögel ausgedehnter Röhrichtflächen und Verlandungszonen sowie des Feuchtgrünlandes. Röhrichtbewohner wie Rohrschwirl (Locustella luscinioides), Schilfrohrsänger (Acrocephalus schoenobaenus) und Continue reading Fototips für den Dümmer

Dorngrasmücke im südlichen Kamerun

DorngrasmückeAuf dem Rückweg von einer erfolgreichen Wanderung am Mount Cameroon gibt es noch eine westpaläarktische Überraschung zu beobachten. Die Ausläufer des Berges sind schon stark landwirtschaftlich genutzt. Anfangs läuft uns eine Schafstelzen (Motacilla flava) vor die Füße.

Wir sind nun kurz vor dem lokalen Gefängnis – Fotografieren verboten! In einem kleinen Gebüsch werde ich auf einen Vogel durch seine Bewegung aufmerksam. Hey, die rostbraune Flügelzeichnung mit den schwarzen Flügelkanten auf einem graubraunen Rücken, einem grauen Kopf und den Anflug eines Augenrings kenne ich doch irgendwo her. Der Vogel wirkt kleiner als unsere Garten- oder Mönchsgrasmücke. Die Kehle wirkt reinweiß. Ja, das muß eine Dorngrasmücke  (Sylvia communis) sein. Ein Foto zu schießen dauert zu lange; außerdem will ich keine Scherereien mit den Offiziellen haben. Dafür kann ich mir im Fernglas das Weibchen vom Dorngrasmücke ausführlich angucken. Es paßt sehr gut. Dafür paßt die Verbreitungskarte der Dorngrasmücke, die im Buch „Birds of Western Africa“ von Nik Borrow und Ron Demey in der 2nd Edition von Helm Field Guides aufgezeigt wird nicht so gut. Der Vogel kommt sonst deutlich weiter nördlich vor. Nur ein paar „Kreuzchen“ sind für den Bereich um den Mount Cameroon in dem Buch vermerkt. Ich bin mir trotzdem ganz sicher. Die grundsätzliche Habitatbeschreibung – niedrige, schüttere Vegetation und Gärten – passen auch sehr gut zur Beobachtungsgegend. Als ich mich dann doch entschließe, ein Foto zu machen, fliegt der Vogel – wohl ziemlich sicher ein Weibchen – davon und läßt sich auch nicht mehr auffinden.

Ich recherchiere dann ein wenig. Die Dorngrasmücke ist ein Zugvogel, der in Westafrika vom Südrand der Sahara bis zum Continue reading Dorngrasmücke im südlichen Kamerun

Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

I had been very successful in the Bakossi Mountains with the Mount Kupe Bushshrike (Telophorus kupeensis) – also known as Serle’s Bushshrike. After an unsuccessful first day on an expedition in these Afrotropic mountains, my indispensable guides and me encountered a total of 7 individuals of the Mount Kupe Bushshrike until the end of the second day; including 4 sightings and 3 only heard individuals elsewhere in the forest.

The Bakossi Mountains are part of the so-called Cameroon Mountain Arc in the western country of Cameroon. Here an Afrotropic mountain vegetation prevails. In addition to the Mount Kupe Bushshrike other endemic species like e.g. Mount Cameroon Francolin (Francolinus camerunensis) and Bannerman’s Turaco (Tauraco bannermani) contribute to the wealth in biodiversity.

Overall, I spent nearly 15 minutes at the site where a pair of the Mount Kupe Bushshrike displayed a mating ritual (as described in the blog). Initially I shot with the Canon EF 400mm 1: 2.8L IS II USM from a Gitzo tripod. The frequent relocation of the Mount Kupe Bushshrike along with the unexpectedly low-level location of the bird inside the forest let me switch to the Canon EF 200mm f / 2L IS USM on the Canon EOS 5DS R. Despite exposure times of 1/160 sec. – later also with 1/80 sec. – the excellent image stabilizer allowed shots from the hand. A total of 183 pictures were shot on the occasion, of which 26 pictures were reasonably acceptable and a few were good enough. The image of the Mount Kupe Bushshrike Continue reading Mount Kupé Bushshrike – some aspects on equipment & logistics

Buchfink mit Insektenflügel am Schnabel

Auf dem Zug kommen Buchfinken (Fringilla coelebs) häufig in großen Ansammlungen vor, die neben vegetarischer Nahrung auf umgebrochenen Feldern auch immer wieder zu wilden Flügen auf schwärmende Insekten nach Fliegenschnäpperart aufbrechen. Dazu werden kurze Flüge aus einem Strauch unternommen. Für das menschliche Auge sind nur viele schwärmende Insekten in der Luft zu sehen.

Das Handbuch der Vögel Mitteleuropas im Band 14/II (5. Teil). Passeriformes von Urs N. Glutz von Blotzheim, weiß da mehr. Der Jagdflug soll wohl vor allem Dipteren dienen. Die Fluginsekten scheinen recht klebrig gewesen zu sein. Viele der Bilder der Anfang April in einem Holunder aufgenommenen Buchfinken weisen einen klebrigen Überzug oder Film auf den Schnäbeln auf. Das würde auch das recht häufige Schnabelputzen an den Holunderzweigen erklären.

Das schöne Bild des Blogs zeigt jedenfalls einen Flügel, der sich nicht beabsichtigt an der Spitze des Schnabels klebt. Wenig später hatte Continue reading Buchfink mit Insektenflügel am Schnabel

Orange Weaver near nest on Sanaga River

KönigsweberThe sun was already up and shining. The mighty Sanaga River laid in beautiful light in front of us. A small wooden boat was hired for this morning to pick us up at a sand pit at the shore of the river for a morning trip on the water. When we arrived, nobody was there. But some more minutes later we saw two guys heavily paddling a small canoe down river. We embarked the canoe only minutes later and started the trip. Large sandbanks in the middle of the river were our first stop. Eventually we made our way down the river to some more matured sandbank, which has become well vegetated islands. The banks of these islands were quite steep and the water in front so deep that the driver of the canoe could not fix the boat with his long wooden stick. Maneuvering the boat with the paddles against the currents, I saw a typical weaver nest hanging less than half a meter above water level on reed. I tried to tape the Orange Weaver (Ploceus aurantius) with its call. Only a fraction of time, a small yellow bird with an orange wash on the head and breast appeared: the male of the Orange Weaver. What a bird!

The Orange Weaver was one of the highlights on a Rockjumper trip in April 2017. But at that time we saw 3 birds on our final birding Continue reading Orange Weaver near nest on Sanaga River

Der Dümmer, ein bedrohter Lebensraum in Niedersachsen

UferschnepfeIm zeitigen Frühjahr steigen über den Wiesen immer wieder Große Brachvögel (Numenius arquata) auf, um trillernd ihre Revieransprüche anzuzeigen. Der flötende Ruf des Brachvogels ist ein unverwechselbarer Bestandteil dieses Landschaft. In der Ferne kann man einige Uferschnepfen (Limosa limosa) beobachten, wie sie mit ihren langen Schnäbeln im Boden nach Futter stocherten. Die feuchten Niedermoorböden am Dümmer bieten nicht nur den Großen Brachvögeln ein gutes Nahrungsrevier. Auch bei den Uferschnepfen ist die Balz um diese Jahreszeit in vollem Gange. Dabei steigt das Männchen mit seinem monoton vorgetragenen, zweisilbigen Ruf steil auf. Taumelnd läßt es sich dann aus der Höhe niederfallen, fängt den Sturz kurz über dem Boden ab, um erneut aufzusteigen. Die Rufe werden ständig wiederholend vorgetragen und mit dem pendelnden Flug wird anderen Artgenossen das Territorium signalisiert. Gegen Abend ist in Deichnähe ein dumpfes, vibrierendes Meckern am Himmel zu hören. Es stammte von einem Männchen der Bekassine (Gallinago gallinago), welches dieses seltsame Geräusch im Sturzflug der Balz mit seinen abgespreizten Schwanzfedern erzeugt. Mein erster Eindrücke ist überwältigend. Auf den ersten Blick zeigt sich eine intakte Naturlandschaft, ein Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Die meisten Wiesen werden nämlich mehr oder weniger intensiv landwirtschaftlich genutzt.

Ich besuchte zum ersten Mal um das Jahr 1990 die südliche Moorniederung am Dümmer. Gerade im zeitigen Frühjahr bietet diese Landschaftsform ihr abwechslungsreichstes Bild. Die weite ebene Niedermoorniederung wird teilweise als Acker, teils als Wiese oder Weide genutzt. Sie ist von Knicks und einzelnen holzgesäumten Gräben durchzogen. Kleine Baumgruppen in den Continue reading Der Dümmer, ein bedrohter Lebensraum in Niedersachsen

Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

GraubrachschwalbeThe black eyestripe which curves down behind the eye, the light chestnut nape, and the white supercilium features a small beauty: the Grey Pratincole (Glareola cinerea). Add a light grey for the upperparts and a white rump with a black tail you are ready with the ID.

The excursion to the Sanaga River in the South Province, Cameroon was the target of my last birding part during a trip in February. We departed from the nice Hostelerie de la Sangha in Edea. At least close to Douala it is easiest here to pick up Grey Pratincole and the African Skimmer (Rynchops flavirostris). Additionally, Preuss’s Swallow (Hirundo preussi) and some waders were present as well. Coming from Douala we just passed the center of Edea and just after the second large bridge over the river take the first tarmac road left which goes to Dizangue. Soon it becomes a dirt road and after about 10 km from the turnoff the road comes close to the river.

The large sandbanks in the middle of the river were our first stop. We found the African Skimmers and the Grey Pratincoles immediately. Senegal Thick-knee (Burhinus senegalensis), Common Greenshank (Tringa nebularia), Common Sandpiper (Actitis hypoleucos), Little Stint (Calidris minuta), several Kentish (Snowy) Plover (Charadrius alexandrinus) were present in low numbers as Continue reading Grey Pratincole at Sanaga River/ Cameroon

Buchfinken-Trupps auf dem Frühjahrszug

Wie bunt-bemalte Eier im Osterstrauch sitzen dieser Tage Buchfinken (Fringilla coelebs) und andere Singvögel in den Gehölzen der Feldmark im südlichen Brandenburg. Nicht nur im abendlichen Sonnenlicht ein ganz besonderer Anblick. Immer wieder fliegen kopfstarke Trupps aus Holunderbüschen in die angrenzenden Felder, die gerne schon mit dem ersten Kohl bestanden sein können oder aus abgeernteten, schon umgebrochenem Acker bestehen. Da werden dann die Reste von der herbstlichen Maisernte aufgegriffen. In recht kurzen, unregelmäßigen Abständen fliegen die Finken, dazwischen auch immer wieder Bergfinken (Fringilla montifringilla), zurück in einen Strauch. Es kommt auch immer wieder zu wilden Flügen auf schwärmende Insekten nach Fliegenschnäpperart, die aus dem Strauch unternommen werden. Für das menschliche Auge sind die vielen Insekten – wohl vor allem Dipteren – fast nicht zu sehen. Für die Buchfinken scheint es zu genügen. Diese Fluginsekten scheinen aber recht klebrig gewesen zu sein. Etliche Buchfinken weisen nämlich auf den Bilder einen Film auf den Schnäbeln auf, was das Continue reading Buchfinken-Trupps auf dem Frühjahrszug

Images of birds for science & public; Western Palaearctic & the World