Helgoland, die Vogelinsel

Basstölpel

Die Abendsonne intensiviert das Rot der Helgoländer Klippen. Basstölpel (Morus bassanus) sind vom Klippenrand oder auf einer der angebotenen Führungen gut zu beobachten und zu fotografieren. Formatfüllende Aufnahmen gelingen bereits mit einer 300 mm Brennweite. Diese Brennweite ist für Flugaufnahmen sogar perfekt geeignet. Nur um die Nester mit den Seevögeln groß genug abzubilden, sind manchmal längere Brennweiten angeraten. Während der Brutsaison von April bis August hat man die besten Möglichkeiten, um zu lohnenden Aufnahmen zu kommen. Silbermöwen (Larus argentatus) und Trottellummen (Uria aalge) brüten bevorzugt in den steilen, unzugänglichen Felswänden. Flugaufnahmen sind mit ein bisschen Glück direkt vom Weg oberhalb der Seevogelkolonie möglich.

Die beste Aussicht hat man am „Lummenfelsen“. Der ist mit ca. 1,1 Hektar das kleinste Naturschutzgebiet Deutschlands und außerdem der einzige deutsche Vogelfelsen.

Es ist schon ein besonderes Erlebnis, das Geschrei der vielen tausend Seevögel zu hören. Jedes Jahr im Frühjahr vollzieht sich die Wandlung vom einsamen Felsklotz in der Nordsee zur quirligen Großstadt der Seevögel. Im vergangenen Jahr zählte man rund viele tauschend Paare Dreizehenmöwen (Rissa tridactyla), fast 100 Eissturmvögel (Fulmarus glacialis) und einige wenige Tordalken (Alca torda) neben den bereits genannten Basstölpeln. Besonders bemerkenswert ist die innerhalb der letzten zwölf Jahre Continue reading Helgoland, die Vogelinsel

Sperber: der unsichtbare Greif

Nach einem langen Winter treiben mich die ersten Frühlingstemperaturen im März nach draußen. Zwischen den Feldern und über einem Wald läßt mich ein Geräusch aufhorchen. Es ist eine Art pulsierendes, primitives, hohes Kreischen. Fast kein Vogelruf. Durch die noch nackten Baumkronen sehe ich die Quelle des Geräuschs direkt über mir am grauen Himmel. Mein erster Anblick eines Sperbers (Accipiter nisus) in diesem Jahr in der Nähe meines Hauses.

Im letzten Licht eines klaren Maiabends kommt eine zweite Sichtung hinzu. Diese ist nicht weit von der ersten entfernt. Ein Sperberpaar offenbart sich in einem spektakulären Kunstflug von 10 Minuten Länge. Die Geschwindigkeit im Wellenflug und die fließende Bewegung des Vogels faszinieren ungemein.

Im Sommer, als die Geräusche im Wald durch dichte Belaubung gedämpft werden, höre ich ähnliche Rufe wieder. Diesmal werden sie häufiger und beharrlicher gerufen und von mindestens zwei Vögeln erzeugt. Vorsichtig bewegte ich mich über holprigen und mit Ästen bestandenen Untergrund auf die Geräuschquelle zu. Immer wenn ich meinte, am Ort zu sein, hatten sich die Rufe weiter in das Waldesinnere zurück verzogen. Umso mehr ich Continue reading Sperber: der unsichtbare Greif

Mittelmeer-Steinschmätzer sind zwei Arten

Mittelmeer-Steinschmätzer oder MaurensteinschmätzerEine neue Studie hat gezeigt, dass östliche und westliche Mittelmeer-Steinschmätzer (Oenanthe hispanica) als separate Arten behandelt werden sollten.

Die vor kurzem im Journal of Evolutionary Biology veröffentlichte Forschung untersuchte und sequenzierte die DNA von vier schwarz-weißen Steinschmätzern Europas. Die die DNA-Sequenzierung wurde angewendet, um einen Artenbaum zu schaffen, der die evolutionären Beziehungen zwischen den untersuchten Arten veranschaulicht. Eine anfängliche Analyse hat gezeigt, dass sich westliche und östliche Mittelmeer-Steinschmätzer trotz ihrer oberflächlichen Ähnlichkeiten als unabhängige Taxa entwickelt haben. Das würde bedeuten, dass sie als vollständige Spezies anerkannt werden sollten.

Die erwachsenen männlichen Maurensteinschmätzer (Oenanthe hispanica hispanica) weisen einen orangefarbenen Rücken mit einer schmaleren schwarzen Gesichtsmaske im Vergleich zu seinem östlichen Gegenstück auf. Der auch Balkansteinschmätzer (Oenanthe hispanica melanoleuca) genannten östliche Mittelmeersteinschmätzer weist Unterschiede zum Maurensteinschmätzer u.a. bei den Steuerfedern auf.

Diese Studie entdeckte die genetische Divergenz in einer monophyletischen Gruppe von vier Singvogel-Taxa, die oberflächlich Continue reading Mittelmeer-Steinschmätzer sind zwei Arten

Gutes Aussehen allein reicht weiblichen Paradiesvögeln nicht

RaggiparadiesvogelMännliche Paradiesvögel sind bekannt und berühmt für ihre abrupt-wilden, formvollendeten Tänze, ihrem extravaganten Federschmuck und die komplexen Balzrufe. Alles dies ganz offensichtlich um einen Partner auf sich aufmerksam zu machen.

Neue Forschungsergebnisse, die in der Open-Access-Zeitschrift PLOS Biology  veröffentlicht wurden, legen nun nahe, dass die Präferenzen der Weibchen die Entwicklung von Kombinationen von körperlichen und Verhaltensmerkmalen vorantreiben, die möglicherweise auch daran gebunden sind, wo das Männchen wirbt: auf dem Boden oder oben in der Baumkrone.

Nicht nur Vögel variieren häufig stark in der Ornamentierung, selbst bei nahe verwandten Arten. Das Verständnis der Muster, die dieser Variation zugrunde liegen, ist eine große wissenschaftliche Herausforderung, da zwischen teils drastisch unterschiedlichen Merkmalen verglichen werden muß. Die Studie verwendete dazu einen neuartigen analytischen Ansatz, um Variationen in der Vielfalt und Intensität der Ornamentierung in den diesbezüglich stark voneinander abweichenden Paradiesvögeln zu quantifizieren. Die Autoren der Studie betonen, daß dies ein Lehrbuchbeispiel dafür sei, wie sexuelle Selektion organismische Phänotypen tiefgreifend prägen. Die Wissenschaftlicher fanden heraus, dass offensichtlich Farbe und akustische Komplexität zusammen mit Verhalten und akustischer Komplexität über die evolutionären Zeiträume hinweg positiv korreliert sind.

Grob gesprochen heißt das:

  • Mit der Anzahl der Farben eines Männchens steigt auch die Anzahl der verschiedenen Töne, die er macht.
  • Die kunstvollsten Tänzer haben auch ein größeres Repertoire an Rufen.
  • Männchen, die auf einem Balzplatz in einer Gruppe ihr Werben betreiben, haben mehr Farben, um sich visuell besser von ihren Mitbewerbern abzuheben.

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Vögel in der Trillemarka

DreizehenspechtTrolle lauern überall. In den ursprünglichen Wäldern von Trillemarka und Rollagsfjellet regen viele längst abgestorbene Baumveteranen die Phantasie der Menschen an. Als Höhlenbrüter profitiert der Trauerschnäpper  (Ficedula hypoleuca) ganz besonders von den großen, teils uralten Baumbeständen mit ihren vielen Spalten und Höhlen. Uralte Kieferbäume lassen die Märchen von Trollen und Waldgeistern immer wieder lebendig werden. Im Unterwuchs ist das Haselhuhn (Bonasa bonasia) nicht selten. Schellente (Bucephala clangula) und Mittelsäger (Mergus serrator) machen ebenfalls gerne Gebrauch von alten Baumriesen. Sie nutzen die alten Nisthöhlen des Schwarzspechts (Dryocopus martius).

Man kann sich bezaubern lassen von jahrhundertealten Kiefern, die mit ihrem knorrigen Wuchs die typisch norwegischen Trollgeschichten sehr lebendig erscheinen lassen. Die teilweise enorm großen Fichten sind dicht behängen mit Flechten, was dem Wald gerade bei schlechtem Wetter etwas Geheimnisvolles verleiht. Gerade dann lohnt sich das Fotografieren, weil die Farben besonders satt wirken.

Hier findet man noch die Wolfsflechte (Letharia vulpina) und Vertreter der Bartflechten der Gattung Usnea. Diese umfasst Flechten, die meist von Bäumen herabhängend wachsen. Diese gehören zu den seltensten Flechtenarten Skandinaviens und zeigen die Intaktheit der Natur an. Das norwegische Wort „Huldra“ Continue reading Vögel in der Trillemarka

Kornweihe (Circus cyaneus) im Flug

KornweiheEine wunderbare Flugaufnahme einer weiblichen Kornweihe ist mein persönliches  Foto dieser Woche. In einer auffallenden Pose zeigt das Bild alle Oberseitenmerkmale dieses tollen und nicht immer leicht aufzuspürenden Greifvogels. Allein eine solche Beobachtung hätte diesen Tag zu einem besonderen Birder-Tag gemacht.

Das Bild zeigt eine weibliche Kornweihe im zeitigen Frühjahr über einem Stoppelfeld im Morgenlicht kreisend. Die Aufnahme ist gut belichtet und befindet sich vor einem unauffälligen strukturierten Hintergrund, der den Vogel in einer typischen Situation in seinem Überwinterungsgebiet zeigt. Dies ist eine schöne Aufnahme, die ein bisschen auch dadurch wirkt, daß der sich der ganze Vogel im langsamen Nahrungsflug in Richtung Kamera gedreht hat.

Das besondere Foto wurde mit einem 600-mm-Objektiv an einer Canon EOS 5 D Mark III aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte mit 1/640 Sekunde, f4,0 bei ISO 400.

Ein schönes Gebiet, um im Winter Kornweihen zu beobachten ist neben den Belziger Landschaftswiesen in der Planeaue westlich von Bad Belzig das Havelländische Luch bei Buckow. Buckow befindet sich westlich von Berlin. Das Havelländische Luch stellt eine einzigartige Niederungslandschaft dar. Landläufig bekannt als das beste Gebiet Deutschlands um Großtrappen zu beobachten, stellt dieses Gebiet im Winter Überwinterungshabitate vor allem für Greife zur Continue reading Kornweihe (Circus cyaneus) im Flug

Laufhühnchen in Europa ausgestorben

LaufhühnchenNach fast 40 Jahren ohne bestätigte Sichtung ist das Laufhühnchen (Turnix sylvatica), auch Rostkehl-Kampfwachtel genannt, der erste Vogel, der seit dem Riesenalk (Alca impennis) in Europa ausgestorben ist. Je nachdem, wie man „Europa“ versteht – politisch oder  geografisch – leistet noch der Kanaren-Austernfischer (Haematopus meadewaldoi), auch als Kanarischer Austernfischer bekannt, Gesellschaft. Das ist eine andere “europäische” Art, die in letzter Zeit ausgestorben ist.

Die unter englischen Vogelbeobachtern eher als Andalusian Hemipode bekannte Art wurde von der spanischen Regierung offiziell als ausgestorben eingestuft. In Südspanien wurden in den letzten zwei Jahrzehnten umfangreiche Nachforschungen durchgeführt, um die ggf. verbleibenden Populationen dieser schwer zu entdeckenden Art zu finden. Die letzte bestätigte spanische Meldung datiert aus dem Jahr 1981 in der Nähe des Doñana-Nationalparks. Verlässliche Beobachtungen wurden keine mehr gemacht. Allerdings wurden Rufe bis kurz nach der Jahrtausendwende aus dem Gebiet gemeldet. Von diesen Meldungen wurde von der Seltenheitskommission jedoch keine vollständig akzeptiert. Im Gegensatz zu anderen ausgestorbenen Vögeln ist das Laufhühnchen nicht global ausgestorben. Es ist Continue reading Laufhühnchen in Europa ausgestorben

Ein ziemlich grauer Braunflügel-Mausvogel an Kenias Ostküste

Braunflügel-MausvogelDicke Wolken stehen vor der Sonne, die noch tief am Himmel steht. Das Resort hat einen tollen, etwas erhöht gelegenen Aussichtspunkt. Wunderschönes Wetter, ganz, ganz leichte Brise. Es ist gar nicht kühl, so um die 24° C. Mit dem Stativ und dem Spektiv hoffe ich, etwas auf dem Meer zu entdecken. Doch das Felsen-Inselchen ist zu weit draußen, sodaß ich nur Seeschwalben wahrnehme. Immerhin der elegante Flieger um die Insel mit der dunklen Oberseite und den leuchtend weißen Unterseiten könnte eine Sooty Tern sein. Sogar einen Kaffee gibt es. Das ist wirklich super, daß man den in der Suite selber kochen kann – auch wenn der Nescafe nicht wirklich gut schmeckt. Die Vegetation hier am Aussichtspunkt ist dicht und scheint sehr natürlich zu sein. Ich wundere mich, daß bei dem tollen Küsten-Scrub so wenig – wenn nicht „überhaupt keine“ – Bewegung an Vögel drin ist. Eine Menge Schmetterlinge sind zu bewundern, Hummeln, Bieren, Wespen, aber nichts sonst. Auf einmal hängt ein schlanker, großer Vogel in einem Astgewirr, den ich auf Anhieb als Mousebird bestimme. Dann folgt ein ganzer Trupp, der wenig später weiter gen Norden verschwindet. Anhand der Fotos komme ich ganz schön ins Grübeln. Der erste Eindruck ist: ein graues Mousebird. Interessant sind grüne Farbstreifen und ein Farbklecks auf dem linken Flügel. Fast so als wäre der Vogel mit einem gemalerten Treppengeländer in Continue reading Ein ziemlich grauer Braunflügel-Mausvogel an Kenias Ostküste

Invasion von Sibirischen Tannenhähern (Nucifraga caryocatactes macrorhynchos) in Brandenburg?

Sibirischer Tannenhäher
copyright: Ralf Donat

In Ornitho.de hatte ich gesehen, daß sich Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes) im südlichen Brandenburg aufhalten würden. Sowohl am Crinitzer Bahnhof als auch in Wanninchen südlich Luckau war die Art gesehen worden. Ich hatte den Verdacht, daß es sich ggf. um eine Invasion der sibirischen Unterart des Tannenhähers handeln könnte.

Der Tannenhäher in Wanninchen stocherte mehrere Minuten in Kuhfladen auf Rinderweide und konnte dabei fotografiert werden. Das Blogbild zeigt einen dieser Tannenhäher. Ein ganz herzlicher Dank geht an den Fotografen, Herrn Ralf Donat. Auch aus der Lieberoser Heide wurde ein Tannenhäher bis Mitte November gemeldet.

In seinem mitteleuropäischen Brutgebiet gilt der Tannenhäher als Standvogel mit Dismigrationen. Kurze Wanderungen zu günstigeren Nahrungsvorkommen sowie Schneeflucht im Winter sind möglich. Die ggf. hier in Betracht kommende sibirische Unterart  hingegen tritt bei geringer Samenausbeute der Sibirischen Arve (Pinus sibirica) invasionsartig in Mitteleuropa auf.

Der Sibirische Tannenhäher zeichnet sich durch einen schlankeren Schnabel aus, was ihm den umgangssprachlichen Namen schlankschnäbliger Tannenhäher – oder im Englischen Slender-billed Spotted Nutcracker – gab.   Zusätzlich besitzt die sibirische Unterart  eine breitere weiße Schwanzbinde im Vergleich zu  Vögeln mit mitteleuropäischem Verbreitungsschwerpunkt. In seinem „Handbuch der Vögel Mitteleuropas“, Band 13/III Passeriformes (4. Teil) Corvidae – Sturnidae beschreibt Urs N. Glutz von Blotzheim ab Seite 1558 die Feldkennzeichen. Dabei wird vom Verfasser Continue reading Invasion von Sibirischen Tannenhähern (Nucifraga caryocatactes macrorhynchos) in Brandenburg?

Eleonorenfalken im Ägäischen Meer

EleonorenfalkeDie dunklen Falken im Ägäischen Meer gleiten durch die Luft und steigen auf in das Blau des ägäischen Frühlingshimmels, tauchen ab oder fliegen in pfeilschnellem Flug um Oliven- und Pinien-Wäldchen. Die Eleonorenfalken (Falco eleonorae) führen ein Schauspiel der Akrobatik vor. Eleonorenfalken sind die am wenigsten bekannte und auch vom Verhalten her sehr außergewöhnliche der zehn europäischen Falkenarten, die im April aus dem entfernten Madagaskar in ihre Brutgebiete im östlichen Ägäischen Meer zurückgekehrt sind. Häufig sind es nur kleine schmale Streifen felsiger, unbewohnter Inseln. Die Unzugänglichkeit der Inseln erhöhen die Wahrscheinlichkeit dort Eleonorenfalken beobachten zu können. Die Brutzeit der Eleonorenfalken beginnt erst zwei, drei Monate später, gegen Ende des Sommers. Neben den Eleonorenfalken gibt es auf den meisten Inseln auch kleine Brutkolonien von Rötelfalken(Falco naumanni), die große Insekten und Eidechsen von ihren Jagdgebieten eintragen. Auf dem schroffen Felsen sucht derweil ein Wanderfalke (Falco peregrinus) mit seinem scharfen Auge den südlichen Horizont nach afrikanischen Einwanderern oder nach seiner Lieblingsspeise, dem Chukarhuhn (Alectoris chukar), ab. Doch der Eleonorenfalke ist der Wappenvogel der Ägäis. Hier brüten drei Viertel des Weltbestandes im Spätsommer.

Diese hoch spezialisierten Falken leben häufig in unberührten und isolierten Lebensräumen der zahllosen Insel der Ägäis. Vor allem die kleinen Felseninseln der Dodekanes stellen ein Rückzugsgebiet nicht nur für Falken sondern auch für Schlangenadler (Circaetus gallicus), Habichtsadler (Aquila fasciata), Zwergadler (Hieraaetus pennatus) , Korallenmöwe (Ichthyaetus audouinii), Häherkuckuck Continue reading Eleonorenfalken im Ägäischen Meer

Prachtkleiber in den zentralen Hochländern Papua-Neuguineas

PrachtkleiberHinter einem tonigen Erdwall entlang einer bergigen Straße zu einer Kupfermine waren hohe Rufe zu hören. Kleine schwarze Vögel hüpften einen flechtenbewachsenen Ast entlang. Ganz typisch wie die eurasischen Kleiber.

Das kann es aber hier im zentralen Hochland Papua-Neuguineas nicht sein. Nun hatte ich also doch ein wunderschönes Paar des Prachtkleibers, die auch Schwarze Sittella (Daphoenositta miranda) genannt werden, gefunden. Diese Art gehört zur Familie der Neosittidae. Die Art  ist in mehreren Berggebieten in Neuguinea – sogar in 3 verschiedenen Unterarten – zu finden. Über diesen nahen Verwandten der häufigsten Spiegelkleibers (Daphoenositta chrysoptera) ist wenig bekannt. Sogar Wikipedia zeigt nicht viel mehr. Für mehr Details zum Prachtkleiber sei auf das – Handbook of the Birds of the World (HBW) Volume 12, auf der Seite 641 verwiesen oder auf ihre relevante Website. Die Unterart kuboriensis kommt in den zentralen Continue reading Prachtkleiber in den zentralen Hochländern Papua-Neuguineas

Prachttaucher auf dem Grössinsee in Brandenburg

PrachttaucherDicht mit Schilf ist der Ausfluß des Grössinsee bestanden. Hier sollte sich laut lokalen Meldungen ein Prachttaucher (Gavia arctica) aufhalten. Der Grössinsee wird von der Nieplitz in Süd-Nord-Richtung durchflossen. Er ist knapp 100 ha groß und maximal 3 m tief. Nur im Nordteil entwickelten sich kräftige Röhrichte. Der See gehört nämlich zu den polytrophen Gewässern. Bei einem Besuch des Nordteils des Grössinsees südlich von Berlin konnte tatsächlich der gemeldete Seetaucher beobachtet und fotografiert werden. Ein Schlichtkleid-Exemplar – wohl ein einjähriger Vogel – schwamm zuerst in einiger Entfernung auf dem nicht so breiten See.

Der Rücken des jungen Prachttauchers war bräunlich-grau. Die helle Schuppenzeichnung auf dem Rücken war gut zu sehen. Auf den Fotos des schwimmenden Prachttauchers konnte man schön den deutlichen weißen Flankenfleck sehen. Der Schädel, der Nacken und die Hinterseiten des Halses rahmten grau das weiße „Gesicht“ ein. Der Schnabel ist bläuliche hell-grau und die Iris des Auges schimmerte rötlich-braun. Nach dem Auftauchen konnten wunderschön die perlenden Wassertropfen auf dem Gefieder bewundert werden.

Immer wieder werden im Herbst Meldungen von Sterntauchern (Gavia stellata) und Prachttauchern (Gavia arctica) aus Brandenburg gemacht. Auch vor 3 Jahren gab es eine Meldung des Prachttauchers vom Neuendorfer See aus dem Spreegebiet um Lübben. Hier wie dort schwamm der Prachttaucher ziemlich nah am Ufer entlang. Die Entfernungen, die der Prachttaucher in den sonnigen Nachmittagstunden bei sehr angenehmen Temperaturen von ca. 10° C und einem weitgehend windfreien Herbsttag zurücklegte, waren allerdings beachtlich. Hatte man ihn gerade noch am Einlaß zum Nieplitz-Ausfluß am nördlichen Abschnitt des Sees Continue reading Prachttaucher auf dem Grössinsee in Brandenburg

Images of birds for science & public; Western Palaearctic & the World