Anhänglicher junger Mäusebussard wird von Wiesenweihen vertrieben

Noch hängt Nebel über den abgeernteten Feldern und Wiesen. Im Windpark drehen sich die riesigen Rotoren bedächtig. An einem schönen Spätsommertag Anfang August war ich gerade an einem ehemaligen Wiesenweihen-Brutplatz angekommen und beobachtete einerseits ein Junges der Wiesenweihe (Circus pygargus) auf einem goldbraunen Stoppelfeld, zwei Jungen bei Flugübungen und die anderen, bräunlichen Jungen flatternd auf der Kante des Schutzgatters, da hörte ich die eindringliche Rufe eines männlichen Vogels. Wenig später war auch das Weibchen des dort ansässigen Brutpaares in der Luft zu sehen. Eigentlich meinte ich nur einige Großvögel, wohl ein Mäusebussard (Buteo buteo) und 2 Nebelkrähe (Corvus cornix) in der Luft zu sehen. Schnell erkannte ich aber einen weiteren, bräunlichen Greif, der sich dem Nest ungebührlich genähert hatte und recht neugierig Kontakt mit der Wiesenweihen-Familien aufzunehmen schien. Der langgezogene Kopf und die intensive Bänderung auf der Unterseite ließ mich zuerst an einen jungen Wespenbussard (Pernis apivorus) denken. Der Bussard war ausgesprochen hartnäckig und versuchte anhänglich mit den Jungweihen gemeinsam zu fliegen. Weder die Eltern noch die begehrten jungen Wiesenweihen wollten sich darauf einlassen und der junge Mäusebussard wurde von Wiesenweihen nach einigen akrobatischen Luftmanövern vor allem von dem weiterhin rufenden Männchen vertrieben. Auch ein Junges Continue reading Anhänglicher junger Mäusebussard wird von Wiesenweihen vertrieben

Aufregung in Möwenkolonie

KormoranSchon seit einiger Zeit waren hin- und herfliegende Zwergdommeln (Ixobrychus minutus) an den Linumer Teichen nicht mehr gesichtet worden. Plötzlich gibt es Aufregung an einem der Brutflöße einer Möwenkolonie (eigentlich eine gemischte Kolonie aus Lachmöwe (Larus ridibundus) und Flußseeschwalbe (Sterna hirundo)). Einige Jungvögel hatten einen ersten Ausflug vom Brutfloß gewagt und schwammen nun im Umkreis wie ein Korken auf dem Wasser. Die Wasserfläche um das Floß hebt sich, bewegt sich. Dann stößt ein großer Kormoran (Phalacrocorax carbo) durch die Oberfläche des Teichs. Direkt vor ihm zetert schon eine kleine Flußseeschwalbe und reißt ihren Schnabel weit auf. Der Kormoran öffnet nun ebenfalls seinen Schnabel in einer beachtlichen Weite. Trotzdem scheint die kleine Flußseeschwalbe für einen schnellen Happen schon zu groß zu sein. Jedenfalls schnappt der Kormoran zwar nach der Seeschwalbe, bekommt sich aber nicht zu fassen. Die junge Flußseeschwalbe tut aber auch alles, um nicht im Magen des hungrigen Fischjägers zu verschwinden. Sie spreizt die Flügeln, hebt sich immer wieder mit großer Anstrengung aus dem Wasser – wohl um größer zu Continue reading Aufregung in Möwenkolonie

Spectacled Duck in Tierra del Fuego / Patagonia

Spectacled DuckI slept poorly in the cold. When the alarm clock rings I am still very sleepy. But the prospect of an extraordinary rafting experience makes me get up. By the time I have done everything, dawn has already begun. First I have to make myself really cold-proof. Fleece underwear, fleece shirt, a shirt, the blue navy sweater and the ski undersuit. In combination with the neoprene waders it may look a little over the top, but in retrospect I notice that it might be too warm around the top, but it could be a bit warmer on the feet. In the early morning light I climb the raft with the tripod set up and the camouflage tent stretched over it. I climb into the water of the Rio Paine, which is densely covered at the edges with surface vegetation – like our duckweed. The Spectacled Duck (Speculanas specularis) feels particularly comfortable here. At first I notice that the ducks are not so keen to be photographed in close-up with the Nikkor AF 4.0 / 600. Nevertheless, a few atmospheric photos succeed. The raft as a construction is really great, you can even sit down on the “beams” (made of aluminum sheets) to relax.

Yesterday evening I had passed Lago Pehoe with the expensive campsite and the even more expensive Hotel Explora. Finally I come to the information center at the mouth of the Rio Paine in the Lago del Toro. There are at least 3 buses in front of the center and 10 alternative hikers. But I get good tips inside from the Guardaparques where I can see something. The Austral Rail (Rallus antarcticus) is said to occur here as well. The statement about the Continue reading Spectacled Duck in Tierra del Fuego / Patagonia

Graureiher im Kampf mit Teichmolch

GraureiherElegant fliegt der Graureiher (Ardea cinerea) an dem sogenannten „Schlucker“, einem Feuchtgebiet mitten in der Agrarlandschaft des Niederen Fläming, ein.  Vorsichtig sichert er nach allen Seiten bevor er am schlammigen Ufer, der bis zum Oberrand gefüllten Senke mit der Nahrungssuche anfängt. Wobei er anfangs einfach nur still am Rand steht und die ganze Szenerie offensichtlich nur auf sich wirken läßt. Eine ganze Weile betrachte ich aus einem Ansitz heraus den Graureiher und seine Nahrungsstelle. Dann widme ich mich wieder dem einsamen Waldwasserläufer (Tringa ochropus), der sich vom Graureiher hat verscheuchen lassen und am gegenüberliegenden Ufer nach Nahrung sucht. Die Limikole bekommt dann auch noch Gesellschaft in Form einer Bekassine (Gallinago gallinago).

Der Graureiher hat sich nach einer Weile anscheinend von der Unergiebigkeit des Platzes überzeugen können. Nach einiger Eingewöhnung läuft er am Ufer entlang; die anderen Vögel (die Bekassine und der Waldwasserläufer) suchen das Weite. Die Nähe des ja gut 5-mal so großen Reihers ist ihnen offensichtlich suspekt. Plötzlich höre ich einen lauten Platscher im Wasser. Der Graureiher hat schwimmend einen Teichmolch (Lissotriton vulgaris) erbeutet. Er bringt ihn an Land und kaut ausgiebig auf dem Molch. Ich wundere Continue reading Graureiher im Kampf mit Teichmolch

Gartenrotschwanz füttert Junges

GartenrotschwanzMit den ersten Sonnenstrahlen steht das Männchen des Gartenrotschwanz (Phoenicurus phoenicurus) auf einem Ast der Echten Walnuss, auch Nussbaum (Juglans regia) genannt. Schon zuvor war ein hart angeschlagenes „hüit“ aus einer Fliederhecke (Syringa sp.) zu hören. Damit wollte der Vater wohl ein Junges locken. Eine wunderschöne Maskenzeichnung ziert den Kopf. Gesichtsfeld und Kehle sowie die Partie direkt über dem Schnabel sind schwarz, die Stirn sowie ein auslaufender, bis zu den Ohrdecken reichender Überaugenstreif hingegen ist – auffallend – reinweiß. Nacken, Oberkopf und Rücken sind grau. Beim Gartenrotschwanz ist der schwarze Kehllatz auf die Kehle beschränkt, halbrund und scharf von der Brust abgegrenzt. Die Brustpartie ist dagegen lebhaft rostrot gefärbt. Das Bürzel und die Oberschwanzdecken sind ebenfalls kräftig rostrot. Wenig später kommt auch das eher unscheinbare Weibchen aus dem Dickicht. Dann hat sich die Nistplatzwahl im Blog über den Gartenrotschwanz am Brutkasten also als erfolgreich herausgestellt.

Gartenrotschwänze halten sich bekanntlich in Hecken und Gebüschen der offenen Kulturlandschaft auf, wie sie noch in vielen Teilen Deutschlands vorkommen. Vor allem das Männchen sitzt vor der Brutplatzwahl gut sichtbar auf seiner Warte in Obstgärten oder offenen Landschaften mit Baumbesatz und versucht ein Weibchen anzulocken. Gartenrotschwänze bevorzugen die Ansitzjagd. Als typischer Ansitzjäger jagt er von einer erhöhten Sitzwarte aus und hält Ausschau nach Flug- und Bodeninsekten und anderen Beutetieren. Manchmal läßt er sich von seiner Warte einfach fallen. Manchmal fliegt er als guter Flieger die Beute bis zu einer Entfernung von 50 m zielgenau im Gleitflug an. Mit dem Schnabel Continue reading Gartenrotschwanz füttert Junges

Wendehals an Bruthöhle

Hohe rhythmische, abgehackt vorgetragene Laute und ein in einen Gemeinen Schneeball Viburnum opulus) abfliegender Vogel lassen auf ein Nest schließen. Die Begeisterung ist groß, als der Blick durch das Fernglas einen braun-grauen Vogel mit einem auffälligen schwarzen Streifen auf Kopf und Rücken zeigt. Das ist ja ein Wendehals (Jynx torquilla). Der kam sicher aus einer Bruthöhle; die rhythmischen Laute sind sicher die Jungen in der Höhle. Dafür kommt eigentlich nur der Stamm einer trockenen Europäischen Lärche (Larix decidua) mitten in einem abgesperrten Jungwuchsgebiet für die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris) in Frage. Der in Frage kommende Baum hat 3 schöne, wohlgeformte Spechtlöcher. Sie stammen wohl alle vom in brandenburgischen Kiefernforsten häufig vorkommenden Buntspecht (Dendrocopos major). Die obere Höhle scheint noch ganz neu zu sein, die mittlere  schon älter und bei der untersten weiß man es nicht so genau.

Am nächsten frühen Morgen muß ich unbedingt in der Nähe ansitzen. Dazu wähle ich das Auto, um möglichst wenig menschliche Silhouette zu erzeugen. Als ich gegen 6:00 ankomme, ist von dem Wendehals natürlich nichts zu sehen. Auch die rhythmischen Bettelrufe der Jungen sind nicht zu vernehmen. Sollten die Jungen vielleicht in der Nacht oder noch früher am Morgen ausgeflogen sein? Dann wäre die ganze Mühe für ein wenig Wendehals-Fotografie umsonst gewesen. Ich gebe mir eine halbe Stunde. Plötzlich steht unvermittelt ein Wendehals am untersten Loch; die Bettelrufe der Jungen sind nun gut zu vernehmen. Das geschieht aber so schnell, daß ich die Kamera, eine Canon EOS 1DX Mark III am Canon EF 600mm f4 L IS II USM nicht in Position bekomme. Schade: verpaßt.

Wenig später steckt aber einer der Jungen neugierig den Kopf aus der Bruthöhle heraus. Zuerst nur zaghaft, dann wird der ganze Kopf aus der Höhle gestreckt. Nun ist auch die Morgensonne so weit fortgeschritten, daß die Höhle perfekt beleuchtet wird. Der Jungvogel ist schon genauso gezeichnet wie ein Alttier. Es dauert eine Weile bis einer der Eltern zum 2. Mal kommt. Zuerst wartet der Altvogel auf einem Lärchenast. Er positioniert sich so, daß die Sicht auf ihn durch Zweige und Zapfen leicht verdeckt ist. Nach einer Weile fliegt er auf einen näher an der Höhle befindlichen Ast, dann sitzt er in voller Schönheit quer auf einem Ästchen. Der Altvogel fliegt dann das Loch der Höhle von unten an. Er hängt unter der Höhle und klettert aber schnell an die Bruthöhle um die Jungen zu füttern. Alles ist sehr schön in der Foto-Galerie des Wendehals zu sehen. Die Fütterung selber von eher geringer Hektik Continue reading Wendehals an Bruthöhle

Skuas auf der Shetlandinsel Foula

SkuaDurchdringende Rufe und weit über den Körper aufgerichtete weiß-graue Flügel signalisieren den Revierbesitzer. Es ist eine Skua (Stercorarius skua). Die Berge und weiten Moor- und Heideflächen der Shetlandinsel Foula sind Habitat für die weltgrößte Kolonie der Großen Raubmöwen, die in der Sprache der Einheimischen verniedlicht „Bonxies“ genannt werden. Vom späten April bis Oktober sind Skuas auf der Insel allgegenwärtig. Jedes Paar hat sein Territorium, das gegen Nachbarn verteidigt wird. Das niedrige Überfliegen fremder Territorien löst bei deren Besitzer regelmäßig höchste Erregung aus, die sich in einem als „Long Call“ bezeichneten Verhaltensmuster entlädt. Hierbei legen die rufenden Skuas den Kopf in den Nacken und stellen die Flügel mit ihrem auffälligen, kontrastreichen Innenseiten nach hinten auf. Jede Person, die einem Nest zu nahe kommt, wird erbarmungslos attackiert. Dieses Verhalten ist zur Abwehr der meisten Prädatoren vollkommen ausreichend. Auch die auf Foula gehaltenen Shetland Ponies ebenso wie Schafe werden abgeschreckt. Während eines Aufenthaltes im Frühsommer, also so ab Mitte Juni brüten die Skuas zumeist noch.

Auf Foula trifft man die weltweit größte Brutkolonie der auch Große Raubmöwe genannten Art an. Nicht nur von den nahezu unbegrenzten Möglichkeiten zur Dokumentation des interessanten Verhaltens der Skuas war ich beim ersten Besuch im Frühsommer tief beeindruckt. Auch sonst gibt es mannigfaltige Möglichkeiten zum Fotografieren verschiedenster Motive. Um andere Seevögel Continue reading Skuas auf der Shetlandinsel Foula

Pied Wheatear only 150 km south of Berlin

According to ornitho.de a Pied Wheatear (Oenanthe pleschanka) can now be seen far north of its regular distribution/ breeding area. This male individual, now molting into new plumage, can currently be seen on the Alte Elbe near Kathewitz; approx. 10 km as the crow flies from Torgau in northern Saxonia.

When I came to the place already visited and described by many ornithologists in the early morning, I first found: nothing. A truck came and unloaded a few pallets with paving stones for the new road behind the dike. That may have caused a certain restlessness and background noise, which the Wheatear might not like. I spent almost 1 hour on the spot without even seeing the Pied Wheatear.

I checked several times all the spots that came to my mind along the dike section. They should be characterized by maximally sparse vegetation and an accumulation of stones or split. In the meantime, I had already seen a, a successfully hunting Eurasian Hobby (Falco subbuteo) with some Barn Swallows (Hirundo rustica) harassing on him, a Northern Shrike (Lanius excubitor) on a plum tree along the access track and 2 Little Terns (Sternula albifrons) with captured fish in their bills .

Finally, I could see a striking white-headed, pied bird on a pallet of paving stones. Yes, this was the Pied Wheatear!  However, the bird was quite shy and disappeard already to a distance. When it Continue reading Pied Wheatear only 150 km south of Berlin

Geier in Alquezar/ Aragon

GänsegeierDie Bedrohung durch BSE, die Rinderwahnsinns-krankheit, bedeutet, dass spanische Landwirte gesetzlich verpflichtet sind, tote Schafe auf ihrem Land wegzuschaffen. Dies ist per se erst einmal eine sehr schlechte Nachricht für Geier, die natürlich auf totes Vieh angewiesen sind, um sich davon zu ernähren. Um die Geier zu erhalten, haben die spanischen Behörden jedoch eine Reihe von Fütterungsstationen eingerichtet, an denen Schlachtabfälle speziell für Geier bereitgestellt werden. Infolgedessen hat die Anzahl der Geier, insbesondere der Gänsegeier (Gyps fulvus), eher zugenommen als abgenommen, und Vogelbeobachter erhalten wunderbare Beobachtungsmöglichkeiten. Neben einer beträchtlichen Anzahl von Gänsegeiern ist es auch möglich, den seltenen Lämmergeier oder  Bartgeier (Gypaetus barbatus) und im Sommer Schmutzgeier (Neophron percnopterus) an diesen Standorten zu sehen.

Gänsegeier mögen nicht selten sein, aber sie sind eine der beeindruckensten Vögel Europas. In der Sierra de Guara sind Besucher eingeladen, an drei Fütterungsstationen Geier zu beobachten. Wie gut jeder Standort zu einem bestimmten Zeitpunkt ist, hängt davon ab, wie kurz zuvor Schlachtabfälle bereitgestellt wurden. Wenn es kein frisches Futter gibt, suchen die Vögel woanders nach Aas. Hervorragend ist auf jeden Fall die Futterstelle in der Nähe von Alquezar.

Sie ist die größte und spektakulärste Futterstelle. Die Schlachtkörper werden regelmäßig von Lastwagen zur Verfügung gestellt, die direkt auf das eingezäunte Areal fahren und Haufen von Schlachtabfällen entsorgen. Es ist auch der Ort, der die beste Continue reading Geier in Alquezar/ Aragon

Der Nonnensteinschmätzer vom Elbedeich

Vorsichtig wird ein Federchen aus dem Brustkleid mit dem Schnabel gezogen, ein anders Federchen wird grob herausgerupft, andere Federn schüttelt sich der Nonnensteinschmätzer (Oenanthe pleschanka) einfach so aus dem Gefieder. Dann putzt er sich eine Schwanzfeder aus. Ein ins Großgefieder mauserndes Männchen ist aktuell an der Alten Elbe bei Kathewitz zu sehen; ca. 10 km Luftlinie von Torgau in südlicher Richtung entfernt.

Der Vogel mausert sein Großgefieder und betreibt daher häufige Gefiederpflege. Das könnte der Grund sein weshalb er nun schon länger – nämlich seit mindestens dem 13. Juli – vor Ort ist. Dabei sitzt er gerne auf einer Palette mit Pflastersteinen für die dortige Deichbaustelle, manchmal aber auch auf Erdhügeln daneben.

Als ich in den frühen Morgenstunden zu der bereits von vielen Ornithologen besuchten und beschriebenen Stelle kam, fand ich erstmal: Nichts.

Es kam ein LKW, der einige Paletten mit Pflastersteinen ablud für den Wegeneubau hinter dem Deich. Das mag für eine gewisse Unruhe und Geräuschkulisse gesorgt haben, die vielleicht dem Steinschmätzer nicht genehm war. Ich verbrachte fast 1 Stunde vor Ort ohne den Nonnensteinschmätzer überhaupt gesehen zu haben.

Ich kontrollierte mehrmals alle mir in Fragen kommenden Stellen entlang des Deichabschnitts, die sich durch eine maximal schüttere Vegetation und eine Ansammlung von Steinen oder Split auszeichnen sollten. In der Zwischenzeit hatte ich schon einen Raubwürger (Lanius excubitor) auf einem Pflaumenbaum entlang der Zufahrtspiste, einen erfolgreich jagenden Baumfalke (Falco subbuteo) mit den auf ihn hassenden Rauchschwalben (Hirundo rustica) sowie 2 Zwergseeschwalbe (Sternula albifrons) mit Continue reading Der Nonnensteinschmätzer vom Elbedeich

Birding in the Marañon valley

TaczanowskikolibriThe Spot-throated Hummingbird (Leucippus taczanowski) is one of the (almost) endemic birds in the Marañon valley and one of the top finds for an excursion in this remote  northeastern part of Peru. The of the Hummingbird´s underparts are cream or very light gray and there are small glittering spots on the chest and throat. The Spot-throated Hummingbird looks similar to the Tumbes Hummingbird (Leucippus baeri), but this species is limited to the lower elevations on the Pacific slope in the extreme northwest of Peru. These two species generally replace each other and are not syntopic. The Tumbes Hummingbird is smaller than the Spot-throated Hummingbird and has a simple (unspotted) throat. If you want to see a Spot-throated Hummingbird singing in the wild, you have to prepare for a trip to the Marañon valley.

Coming the way from the small town of Chamaya in the wider area of ​​the Maranon Valley, I went for Bagua Grande along the Rio Utcubamba – a tributary of the Río Marañon. I am supposed to go to Pedro Ruiz through a very impressive cactus area. At a natural site of vegetation along the river I was lucky with the sighting of the Spot-throated Hummingbird.

There are two recommended starting points for exploring the bird watching areas in the Marañon Valley. The one is from the north, from Jaen and the other from Celendín in the south. Celendín is only 105 km from the capital of the province of the same name, Cajamarca. The trip from Cajamarca to Celendín can be completed Continue reading Birding in the Marañon valley

Rotschwanz-Pflanzenmäher in Patagonien

DRotschwanz-Pflanzenmäherer Weg von El Chalten führt in den nördlichen Bereich des Nationalparks Los Glaciares. Auf einer Piste geht es zunächst durch das Tal des Río de las Vueltas bis zum Lago del Desierto. Der Bereich des Nationalparks Los Glaciares um den Lago Desierto ist Patagonien pur. Am Lago Desierto angekommen tut sich ein eindrucksvolles Panorama auf. Die Gletscher Crestón und Huemul sind schon zu ahnen. Vom Vespignani-Gletschers hat man einen atemberaubenden Blick auf die Nordseite des Monte Fitz Roy.

Morgens früh starten wir am Campingplatz. Es geht den Norduferabschnitt des Lago Desierto entlang. Der Weg am See ist nicht viel mehr als ein Pfad am Wasser entlang. Dafür müssen wir eine sehr abenteuerliche Hängebrücke queren. Der Sendero Punta Norte geht über Stock und Stein. Der Pfad ist aber einfach, denn er führt ohne Anstiege durch den Wald und am See entlang. Der Weg führt durch einen Wald in dem es viele der typischen Bäume Südpatagoniens nämlich die Lenga-Südbuche (Nothofagus pumilio) und die Ñire – die Antarktische Scheinbuche (Nothofagus antarctica), auch Antarktische Südbuche oder Pfennigbuche genannt – gibt. Leider sind graue, dichte Wolken am Himmel.

Besonders ist die Sichtung und ausgiebige Fotografie eines Schwarzkehl-Bürzelstelzers (Pteroptochos tarnii) am Lago del Desierto.   Der Vogel wird kurz auch nur Huet-huet genannt. Das Huet-huet bleibt einfach so da stehen und läuft dann ohne Scheu ein paar Meter. Verharrt und scharrt mit den Füssen in der lockeren Walderde. Immer wieder muß ich auf das Huet-huet zugehen und es in den Hintergrund scheuchen, weil die Naheinstellgrenze am Objektiv unterschritten wird. Der Vogel nimmt es gelassen hin. Es wird sich um eine besonders ergiebige Stelle am Waldboden handeln. Das Black-throated Huet-huet kommt immer wieder zurück zu der Stelle und scharrt dann sofort wieder.

Eine zweite Top-Gelegenheit ergibt sich auf der Rückfahrt  bei El Chalten. Die Sonne kommt zunehmend zwischen den Wolken heraus. Meine Aufmerksamkeit wird durch einen Rotschwanz-Pflanzenmäher (Phytotoma rara)Rufous-tailed Plantcutter in Anspruch genommen wird: Es ist ein Männchen, was – wie immer – sehr territorial ist. Der Grund für die gute Ansammlung an Vögeln ist ein früchtetragender Strauch, wohl die El Calafate. Er hat dunkelblaue Früchte, die wie unsere Heidelbeeren aussehen. Für die Vögel ein wahres Paradies, und für den Fotografen auch. Es ist ja bekannt, daß die Rufous-tailed Plantcutter offenes dorniges Gestrüpp (z. B. mit Berberitzen) an Waldränder oder auf Lichtungen im Nothofagus-Wald lieben. Die Vögel gehen in der Brutzeit paarweise auf Nahrungssuche, zu anderen Zeiten in Gruppen von 6–12 Individuen. Ich warte in meinem Auto darauf, dass einer der Esser mal vorwitzig seinen Kopf aus der Buchsblättrigen Berberitze (Berberis microphylla bzw. Berberis buxifolia) heraussteckt, was diese dann auch ab und zu tun. Das Rufous-tailed Plantcutter-Männchen ist so vertraut nach einiger Zeit, dass es sitzen bleibt und das Auto bis auf ca. 10m akzeptiert. Toll. Schön ist auch, dass immer wieder die Sonne herauskommt und daher die Lichtreflexe immer wieder anders sind.

Patagonien ist ein Land der Gegensätze. Patagonien, das sturmgepeitschte Südende des Südamerikanischen Kontinents, zieht nicht nur Naturfotografen in seinen Bann. Je weiter man nach Süden kommt und je schmaler das Land wird, desto weiter und endloser scheint die Landschaft zu werden. Unvermittelt ragen schroffe Berge wie Fangzähne aus der Ebene. Wolkenfetzen jagen über den Himmel.

Die Betrachtungen der Fels- und Eislandschaften so berühmter Bergmassive wie Fitz Roy, Cerro Torre und die Torres del Paine sind atemberaubend. Die türkisblauen Gletscherseen wie der Lago Desierto darunter bilden einen perfekten Kontrast. Das oft wechselnde Wetter und der starke Wind sind ein ständiger Begleiter in Patagonien und verstärken noch die Rauheit dieses Landstrichs. Nur selten mischt sich der Flügelschlag eines Andenkondors (Vultur gryphus) oder das helle Schreien eines Guanakos (Lama guanicoe) in das unablässige Heulen des Windes.

Blaue Gletscher schimmern im weichen Licht des Südens, ihr Eis knirscht, knackt und kracht. So in Argentiniens wohl schönsten Nationalpark “Los Glaciares” mit dem imposanten Gletscher “Perito Moreno” und seinen bis zu 70 m hohen Eistürmen. Von diesen stürzen immer wieder mächtige Eisbrocken in den “Lago Argentino“. Die Buchsblättrige Berberitze, die in ihrer Heimat michai, mulun oder calafate genannt wird, ist ein Symbol für Patagonien. Sie ist im Süden bis nach Feuerland verbreitet. Die Legende besagt, dass jeder, der Beeren von diesem Strauch isst, bestimmt wieder nach Patagonien zurückkehren wird.

Ein Erlebnis ist eine Fahrt durch patagonische Landschaften ob diesseits oder jenseits der argentinisch/chilenischen Grenze. Den “Torres del Paine”- Nationalpark muß man einfach mit einer eindrücklicher, mehrstündigen Wanderung erleben.

Bird-lens ist vor allem eine Website, die die wachsende Nachfrage nach hochwertigen Aufnahmen der Vögel der Westpaläarktis befriedigen soll. Um die Nachfrage nach Top- Aufnahmen seltener Vogelarten befriedigen zu können, hat Bird–Lens.com auch gezielt Reisen nach Asien, Afrika oder Südamerika unternommen. Dies alles um exzellente Fotos von Vögeln machen zu können. Die Ausbeute an Bildern nicht nur von seltenen westpaläarktischen Vögeln ist sehr gut. Das schöne Bild des Blogs ist nur ein erster Eindruck, was Sie in hinter dem Reiter “Picture Shop” sehr bald finden können. Hinterlassen Sie doch einfach eine Nachricht, wenn bird-lens.com mit einem Bild dienen kann.

Images of birds for science & public; Western Palaearctic & the World